196 Pflege der Schönheit.
Nun gehen wir auf die Einzelheiten des weiblichen Körpers ein und
bringen in Fig. 138 einen jugendlichen Frauenleib, der noch keine Mißgestaltung
zeigt, also nicht eingepreßte Rippen, keine durch Bindebänder entstandene
„Schnürfurchen"“. Der Rücken ist sehr schön geformt, die Haltung aufrecht,
die Glieder schlank. Ihr trauriger Gegensatz ist Fig. 139: vornüber-1
hängende Haltung, runder
Rücken, eingesunkene
Brust, vorstehender
Bauch. Es ist die
Haltung der meisten
Frauen und Mähdchen,
deren Häßlichkeit nur
durch die Kleidung
einigermaßen verdeckt
wird. Die Rückenmuskulatur,
die Fig.
138 so gut entwickelt
hat, verkümmert in
solchen Fällen, die
Grübchen am Kreuzbein
verschwinden, nur
Schwäche und Lässigkeit
zeigt sich in Haltung
und Formen.
über „hohe Schulter“,
Verschiebungen
der Wirbelsäule und
anderes lese man im
III. Teil unter „Rück-.
gratsverkrümmungen“
Fig. 141. Mädchen mit starker Schnürfurche. In Fig. 141 erblicken
wir einen graziösen
weiblichen Oberkörper, bei dem aber die Schnürwirkung bereits in
deutlichster Weise auftritt. Hier haben Korsett und eng zugezogene Rockbänder
ihre Pflicht getan! Es ist also eine Art Verkrüppelung erreicht, die
nicht mehr vollständig gut zu machen ist.
Fig. 140 veranschaulicht eine kräftige wohlgeformte Brust, Fig. 142
dagegen eine schlecht geformte, eingefallene, magere Büste mit hängenden
Brüsten. Auch zu Armstudien geben die beiden Abbildungen Gelegenheit.
(Siehe über „Salzfässer“ und ihre Bekämpfung unter Buchstabe
8.)
—
“5
—.. –.—