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Der Bismarck-Archipel.
Der Archipel gehört zu dem Verwaltungsgebiet Neu-Guinea, und
wir haben das Wesentliche über ihn in wirtschaftlicher Hinsicht bereits
mitgeteilt. Man faßt unter diesem Namen die zahlreichen Inseln zusammen,
die in weitem Kreise nordöstlich von Kaiser-Wilhelmsland,
südlich vom Aquator liegen. Die beiden größten sind die durch den
St. Georgskanal getrennten Inseln Neu-Pommern und Neu-Mecklenburg.
Der nördlichste Teil der erstgenannten Insel führt den
Namen Gazellen-Halbinsel; der Insel Neu-Mecklenburg ist im Nordwesten
die Insel Neu-Hannover vorgelagert. Von den zahlreichen übrigen
Inselgruppen des Bismarck-Archipels ist die bedeutendste die der Admiralitäts-Inseln
nördlich von Kaiser-Wilhelmsland. Ihr Areal schätzt man
auf 40 000 qdkm.
Die größeren dieser Inseln sind gebirgig. Überall sind tätige
Vulkane, deren Ausbrüche auf Hunderte von Meilen Sturzwellen verursachen,
welche zuzeiten die Pflanzungen der Küstengebiete, ja ganze
Inseln überfluten. Den zwei höchsten Vulkanen auf Neu-Pommern gab
man den Namen Vater und Sohn, während man die vulkanischen Bergkegel
auf der Gazellen-Halbinsel Mutter und Töchter taufte. Auch Neu-Mecklenburg
wird von einer Gebirgskette durchzogen, die sich in einzelnen
Gipfeln höher als das Riesengebirge erhebt; die kleinen Inselchen sind
meist sog. Atolle, Korallenriffe, die sich nur einige Meter über das Meer
erheben. Flüsse gibt es der geringen Ausdehnung wegen wenige, aber
Hunderte von Bächen und sickernden Quellen bewässern die Täler. Der
Süden und Westen Neu-Pommerns haben mehrere schiffbare Flüsse, deren
Lauf von dichtem Urwalde umsäumt ist.
Die Temperatur im Bismarck-Archipel schwankt zwischen 24°% und
330 C. Der Regen fällt das ganze Jahr hindurch ziemlich gleichmäßig.
Orkane gibt es hier nicht, Stürme sind selten. Die Gesundheitsverhältnisse
sind besser als in Kaiser-Wilhelmsland. Das Fieber verläuft
rasch und gutartig. Die Pflanzen= und Tierwelt gleicht der von Kaiser-Wilhelmsland.
Manche Inseln, deren Strand, Berge und Täler in