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ist, wenn sie den Juͤngling, den Mann eben so behandelt,
wie das Kind. Aber das Kind muß kindisch behandelt werden;
so auch jene Zeiten der National-Entwickelung — mein
Gott! wie da unsere hochgelehrten Philosophen und Theologen
so übel angekommen wären! Basedow hat Anfangs behauptet,
man müsse bei der Erziehung dem Kinde niemals
unbedingten Gehorsam auflegen, ohne ihm Grund und Ursache
eines jeden Befehls zu sagen: er nimmt aber jetzt, bei mehrern
Erfahrungen, seine damalige Behauptung zurück, und
erkennt, daß es eine Zeit lang durch eine Art blinder Autorität
geleitet werden müsse. Jenes mittlere Zeitalter war Zeit
der Kindheit und der Bubenstreiche; folglich mußte auch in
jenem Zeitalter das Menschengeschlecht eine gleiche Erziehung
genießen. Schicken Sie mir nur meinen Aussatz wieder zurück;
ich will das alles deutlich genug hinlegen; denn es
seblt mir gar nicht an Beweisen. Ich schränke mich bloß
ein, um nicht eine Abhandlung zu schreiben, bei welcher der
Kopf achtmal größer, als der Schwanz, ist. Es soll ihm
aber jetzt sehr gut geholsen werden. Für jede Behauptung
will ich wenigstens ein Dutzend historisch dokumentirte Fakta
beisetzen.“" — Wie frübe schon diese ächt historische Auffassung
einer der merkwürdigsten Erscheinungen der Weltgeschichte!
Die Abhandlung Nro. XI. ist dieselbe, von welcher aus
Anlaß des unterschobenen Calendarium archigymnasii Bononiensis,
v. Sabigny (a. a. O. Thl. 3. S. 12) bemerkt:
„in Deutschland hat sich Spirtler in einer anonymen Ab-„handlung
das Verdienst der Prüfung und Widerlegung zu
„einer Zeit erworben, wo sehr namhafte Schriftsteller nicht
„wagten, an der Aechtheit der Urkunde zu zweiseln.“ Sie
erschien mit der, die Vermuthung der Urheberschaft von dem