und Japanern und nicht in letzter Reihe, den Belgiern. Sie alle haben unschuldige Frauen und Kinder mißhandelt,
auf das Militär und das Rote Kreuz, die Ärzte hinterlistige Überfälle gemacht. Und das sollte ungerächt
bleiben!!! Daher die Begeisterung, daber die Rache, daher der Vaterlandsrausch. Es gibt nun keine Parteien
mehr. —
Sie alle fühlen sich eins mit dem Gedanken, unser Vaterland vor der Schmach und Schande des Unterganges
zu schützen und zu bewahren.
Wirtschaftlich stand unser geliebtes Vaterland schon lange an der äußersten Grenze. Kein Geschäft lief
mehr, kein Verdienst und Wohlstand mehr. Die Lebensmittelpreise waren auf das höchste gestiegen. Die Steuerschraube
arbeitete immer tüchtig und es gab kein Fallen der Preise und der Steuern, nein, ins unermeßliche
stiegen die Verhältnisse. — So kam es einesteils ganz gut, daß der Krieg zum Ausbruch kam. Und, wenn derselbe
für uns auch hart und mit vielen Opfern verknüpft ist, er war eine soziale Notwendigkeit und die Folge
besselben bedeutet für uns den Anfang besserer geregelter Zeiten, Handel, Gewerbe und Industrie werden
wieder blühen und gedeihen und jedenfalls wird Deutschland auf viele Jahre hinaus Ruhe und Frieden haben.
Erzherzog Karl Franz Josef
Möge dann aber der Invaliden anders gedacht werden, als es seither der Fall war, wo die meisten keine Rente
bekamen und nur die Ausgesuchten 120.— Mark jährliche Rente erhielten. Lassen wir doch nachher die besiegten
Feinde solche Kriegsentschädigung bezahlen, daß wir wenigstens den Invaliden und den gedienten Kriegern
eine jährliche Rente von mindestens tausend Mark bezahlen können. Haben sie ja ihr Blut und Gut für
das Vaterland bahingegeben. Die Kriegspensionen sollen für Witwen und Waisen so bemessen werden, daß
sie nicht mehr zu darben und zu hungern haben. Nehmen wir den Meuchelmördern so viel Land weg, daß wir
Paris und Petersburg als unsere äußersten Grenzen als deutsche Städte haben. Jagen wir den Coburger
hin, wo der Pfeffer wächst und machen wir Belgien und Nordfrankreich zu deutschen Provinzen. Erweitern
wir Elsaß-Lothringen so weit es uns gefällt. Wir werden nichts mehr darnach fragen, was andere Staaten
sagen, wenn diese und jene Stadt deutsches Gebiet wird. Zuerst fragen wir, was tut uns gut! Der Kanal
muß unser werden, damit die großschnauzigen Engländer und Franzosen mal den Mund gestopft bekommen.
Deutschland muß die Meere beherrschen, damit nicht die schlitzäugigen Katzen von Japan unsern Handel und
unsere Industrie belauern und überfallen können.