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worum placken, sich vergebens und umsonst placken
Stieler; da musz ich mich, dich heim zu tragen,
placken Wieland Perv. 1, 204; in der stadt sich zu
placken und zu quälen Schiller Parasit 3, 4. 2) f.
plackern. — Plackerei, f. fortgesetztes Placken, im 15. Ih.
plackarie in Verbindung mit röberie von Wegelagerern
(Germ. 28, 395), später häufiges Wort in täglicher Rede:
die plackerey, ** Steinbach; das sich plagen:
plackerei bei tag und nacht Goethe Faust 1; die
blackerei gehöre dem bürgerlichen, die chre des amts
dem adeligen Freytag Erinn. 332; im Plur., vom
Plagen und Schinden Anderer: wenn alle plackereien
und hudelcien ein ende haben Hebel 3, 118; nach
endlosen plackereien Moltke 1, 130. — plackern, einzelne
unordentliche Schüsse thun, namentlich beim Exerzieren
und im Rottenfeuer, auch placken Adelung;
aus der ferne puffte eine salve. die himmelhunde
plackern, brummte verächtlich der hauptmann Freytag
Ahnen 6, 186; dazu placker, m. einzelner zu un-—
Zeit abgegebener Schuß Frisch
Plackerei — Plageteufel.
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Plage, k. Not, Qual in Krankheit oder harter Arbeit;
Lehnwort aus lat. plaga, Schlag, Hieb, als Wort der
Bibel die Schläge des göttlichen Strafgerichts bezeichnend,
ahd. als pläga (zuerst bei Notker), mhd. als
bläge herübergenommen, zunächst in der scharfen Bed.
eines von Gott gesendeten Unglücks, Krankheit, Strafe:
dar umme man vastet . dag ist umme di gr0zen
plägen di da geschahen zu dirre zit Myst. 1, 102; ich
wil. . alle meine plage uber dich selbs senden 2. Mos.
9, 11; plage des aussatzs 5. Mos. 24, 8; so wird der
herr mit dir umbgehen mit groszen und langwerigen
plagen 28, 59; gemildert zu der Bed. der harten Beschwerde
schlechthin: es ist gnug, das ein jglicher tag
sein eigen plage habe Matth. 6, 34; (der Eremit) machte
Ssich rechtschaffne plage, in himmel muhsam einzugehn
Lessing Fab. 4, 13; Gegenstand, Grund der Plage:
ein trunken weib ist eine grosze plage Sir. 26, 11;
armuth ist die gröszte plage Goethe Schatzgräber; im
Ausrufe: hat man nicht seine plagel; plage im amt,
mit den kindern; einem zur plage da sein, u. a. —
plagen, Plage bereiten, erst mhd. als plägen aus dem
Subst. gebildet; plagare plagen Dief.; trans., von
Gott und seinen Strafen: ouch plagete got die late
dorch sunde willen mit grozim sterben Ködiz 45; ich
plagt euch mit dürre, brandkorn und hagel Haggai
2, 18; dann auch vom Teufel, Geistern: meine tochter
wird vom teufel ubel geplaget Matth. 15, 22; so plagen.
mich die geister meines weibes und meiner kinder
ruhelos Schiller Macb. 5, 10; von Unterdrückern (vgl.
dazu placken): hat er (Pharao) das volk noch herter
geplagt 2. Mos. 5, 23; alle heiden umbher fiengen an
das volk zu pochen und zu plagen 1. Macc. 12, 53;
unterdrückte, geplagte heulen zu ihm (Gott) auf
Schiller Räub. 5, 1; milder im Sinne des mehr oder
weniger harten Belästigens: was plaget jr doch meine
seele Hiob 19, 2; dann plagt ein murrischer pedant
dein köpfchen mit latein Hölty 122; einen um geld
plagen, von seinen gläubigern geplagt werden, hunger,
durst, geiz, neugier plaget ihn Adelung; ein vielgeplagter
mann, der viel lästige Arbeit hat; erweitert
cinen halb tot, bis aufs blut plagen; — refl.: mach
dich selbs nicht trawrig, und plage dich nicht selbs
Sir. 30, 22; wer wollte sich mit grillen plagen Hölty
203; sich mit einer beschwerlichen arbeit plagen Adelungz
hier auch einfach sich plagen; meister musz sich
immer plagen Schiller Glocke 275. — In Zusammensetzungen:
Plagegeist, m. böser, plagender Geist; auf
Menschen übertragen: unter den generälen wird Murat
als erpresser und plagegeist uberall genannt Seume
Spaz. 2, 123; scherzhaft auch von eifrig bittenden Kindern:
ihr seid rechte plagegeister. — Plageteufel, m. plagender
Teufel.
Plager — Plan. 1164
Plager, m. der da plagt: warf er unter sich den
plager Weisb. Sal. 18, 22; so bleiben uns die plager
. kern Heyse 1, 371. — Plagge, f. flacher Rasen, Erdscholle
im niederd. Moor= und Haidelande zur Düngung;
niederd. Wort (brem. Wb. 3, 325), in den Gebrauch der
Schriftspr. des Nordens übergegangen: haben wir mit
plaggen gedüungt Möser Phant. 1, 221; plaggen mähen,
hauen, stechen, gras-, heideplaggen Adelung. —
Plahe, f. s. dlahe. — plämpern, in verplämpern (s. d.).
Plan, m. Fläche, Aufriß, Entwurf, Vorsatz mhd.
plän, auch als Fem. plän, pläne, aus gleichbed. altfranz.
plan und plane (von lat. planum eben) entlehnt;
Plur. im Mhd. nicht belegt, nhd. ohne und mit Umlaut,
plane mehr in älterer Spr., pläne heute fast allgemein
geworden. 1) weites Feld, ebene Fläche: bi
Assis üf dem pläne Lamprecht Franzisk. 1823; er
schlug sie bis an den plan der weinberge Richt.
11, 33; bis an den plan Mehola 1. Kön. 4, 12; hier
auf dem grünen plan Uhland 226; es schlagen die
nachtigallen in wald und plan Geibel 1, 174; in der
Fachspr. der Landmesser heute auf ein größeres Stück
Feld bezogen, das bei Verkoppelung eines Gemeindelandes
aus kleineren Feldabschnitten für einen Besitzer
zusammengelegt wird; dichterisch auch vom Himmel:
durch des himmels prächtgen plan Schiller an die
Freude; in des äthers plan Zerst. v. Troja 99; eingeengt
auf bestimmte, in Schranken gedachte Plätze im Freien,
zum Tanzen, tanzblan Adelung; mit dir nur tanzt
er auf dem plan Goethe Faust 1; dann auch — Tanzsaal:
während meines ganzen aufenthalts in Leipzig
kam ich nicht wieder auf den plan Du W. 9; — zum
Kampf, Gefecht, Turnier, Rennen u. ä.: die ritter alle
.. ritten nach dem plan Wieland Geron 50; schiesz-,
fecht-, kampfplan Adelung; die streiter alle sind verschwunden,
ein blutmeer überschwemmt den plan
Freiligrath 1, 140; auf der messe, da zieht es
zum circus, zum glatten, geebneten plan 37; im stadium,
wo Cypressen rings wie wächter den plan behuten
Heyse 1, 120; bildlich auf dem plaue sein, erscheinen,
bereit zu kämpfen oder zu schirmen, bei der Hand sein:
er ist bei uns wol auf dem plan mit seinem geist
und gaben Luther 8, 401b; hat er neue hulfsvölker
angeworben, mit denen er . auf dem plane erscheinet
Lessing ant. Briefe 9; — von einem Arbeitsplatz: plan
oder platz, worauf man etwas bequem thun kan, area
Frisch; landschaftlich Kirch= oder Marktplatz, Platz in
einer Stadt, freudenplan im alten Göttingen, Thomasplan
in Leipzig Goethe DuW. 6; im Forstwesen ebner
Waldplatz zum Holzverkauf, auch Fleck Feld mit Bänmen
bewachsen, die man abhauen kann Frisch; bei Jägern
Brunftplatz der Hirsche. Malern ist plan eine abgeschlossene
Fläche innerhalb des Gemäldes (vgl. grund 2
a. E.): gegenstünde, auf verschiedene planc des raums
verstreuet Lessing ant. Briefe 9; der mittelgrund (des
Gemäldes) gemeiniglich zu grun, .. und die vorgrunde
und andere plane zu schwarzgrun Goethe 37, 362.
2) blan, zeichnerisch, erst spät nach dem franz. plan aufgenommen,
von dem Aupfrisse eines Gebäudes; noch
1747 nur als französisches Wort aufgeführt (math. Lex.
1012), bald nachher aber eingebürgert: plan zu einem
hause, schlosse, garten, park, einer festung, wasseranlage,
schleuse u. f. w.; pläne fertigen, zeichnen,
prüfen, abändern; ein geometrischer plan, der plan
eines gebüudes Adelung; von den rissen und planen
Goethe DuW. 255; von da gewendet zu der Bed.
Entwurf zu einer künstlerischen, schriftstellerischen, technischen
Arbeit: den plan zu einem buche, gedichte,
trauerspiele entwerfen; plane zu tragödien Lessing
Brief 1758; scine (Geßners) plane (sind) regelmäszig
Herder z. Litt. 2, 125; plan zu einem feldzuge, plan
einer belagerung; fahrplan einer Eisenbahn, bauplan
für einen neuen straszenzug, u. a.; allgemein: einen