1830 Sept. 9 — 1331 Jan. 26. 57
Vesper und den andern Offizien beiwohnen oder den Leib des Herrn
oder das heilige Öl zu den Kranken begleiten oder beim Abendläuten
nach römischer Sitte drei Ave Maria oder auf dem Kirchhof
beten, endlich. allen, die für die Fabrik der Kirche, Lichter, Orna-5
mente und für andere Bedürfnisse beisteuern, im Testament oder sonst
Schenkungen und Vermächtnisse machen, 40 Taye Ablass, wenn die
Zustimmung des Diözesanen hinzukommt. — Avignon 1330 Sept. 9.
Johannis XXII anno 14. (statt 15.)
Heilbronn Gymn. Bibl. Or., It. Pg. An gedrehten Seidenschnüren teil-10
weise noch rute Siegelreste. Die Initialen der Bischofssitze rot und grün, die
erste Zeile Universis sancte matris schön versiert. Vorn ein Christuskopf in
Farben, mit langem Gesicht, sehr regelmässig geordnetem Haar und Bart.
125. Heinrich Wicmar, Bürger zu Heilbronn, bekommt von Gerlach,
Dekan, und Kapitel des Stifts zu Wimpfen 5’la Morgen Wein-15
yärten zu Heilbronn, früher dem Dekan Burchard zu Wimpfen und dem
Heilbronner Bürger Heinrich Reminge gehörig (am Stiftberg, am Nordberg,
zu Breitenloch, am Rudenberg neben Gütern Ratzemans, Syfrids
von Lauffen, Heinrich Zodes, Heinrich Dorwarts, Albrechts des Hunrers,
Konrad Kubels und Heinrichs des Leders) und 2 Morgen Äcker und
20 1!/a Morgen Wiesen zu Horkheim, zur Wiidem des Gotteshauses zu
Horkheim gehörig und früher im Besitz. Walther Eppelins, Bürgers
zu Heilbronn, als Erblehen um einen Zins von 30 Eimer Wein, auch
bei Misswachs zu entrichten, hat die Lese mit den Furchgenossen zu
beginnen, drei Tage darnach den Wein nach Wimpfen zu führen,
25 bei Versäumnis für Schaden zu haften und darf die Güter nicht
teilen. — Siegler Comtur und Schultheiss zu Heilbronn. — 1330 (sant
'Tbomas des zwelfboten tage vor wihennabten) Dez. 21.
Gedr.: Oberrhein 11,169 nach jüng. Necrolog von Wimpfen fol. 64
126. Junte genannt die Fiezsin, Bürgerin zu Weinsberg, giebt
90 ihrer Tochter Anna, Nonne im St. Klarakloster zu. Heilbronn, ihr
Sechstel vom Zehnten zu Weinsberg und bestimmt, dass dasselbe nach
ihr beider Tod an das Kloster fallen solle. Zeugen: ihr Oheim Heinrich
Swarzenberg und Wernher Erenberg, Richter zu Weinsberg. —
Siegler Benz, Schultheiss daselbst. — 1331 (an sante Pauls bekertem
35 tage) Jan. 25.
St A. Heilbronn IV, Klarahkloster. Or., Pg., Siegel abhangend, serbrochen,
Siegelstreifen mit dem Bild herausgerissen. Ebd. Copie aus der 2. Hälfte
des 15. Jh.