— 263 —
(Nr. 2784.) Bekanntmachung, betreffend den Antheil der Reichsbank an dem Gesammtbetrage
des steuerfreien ungedeckten Notenumlaufs. Vom 6. Juli 1901.
Nachdem die Frankfurter Bank in Frankfurt am Main auf das Recht zur Ausgabe
von Banknoten am 26. März d. J. verzichtet hat, ist der dieser Bank nach
Ziffer 12 der Anlage zu §. 9 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 (Reichs-Gesetzbl.
S. 177) zustehende Antheil an dem Gesammtbetrage des steuerfreien
ungedeckten Notenumlaufe von 10 000 000 Mark
nach §. 9 Abs. 2 des Bankgesetzes dem Antheile der Reichsbank
zugewachsen. Dieser Antheil hat sich sonach von
dem im Artikel 5 des Gesetzes, betreffend die Abänderung
des Bankgesetzes vom 14. März 1875, vom 7. Juni 1899
(Reichs-Gesetzbl. S. 311) festgesetzten Betrage von . . . . . . . 450 000 000 —
auf........................................... 460 000 000 Mark
erhöht.
Berlin, den 6. Juli 1901.
Der Reichskanzler.
In Vertretung:
Graf von Posadowsky.
— —
(Nr. 2785.) Bekanntmachung, betreffend die Anlegung von Mündelgeld in verbrieften Forderungen
gegen eine inländische kommunale Körperschaft 2c. Vom 7. Juli 1901.
Auf Grund des §. 1807 Abs. 1 Nr. 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs hat der
Bundesrath beschlossen:
Verbriefte Forderungen gegen eine inländische kommunale Körperschaft
oder die Kreditanstalt einer solchen Körperschaft sind zur Anlegung
von Mündelgeld geeignet, wenn die Forderungen von Seiten
des Gläubigers kündbar sind oder einer regelmäßigen Tilgung unterliegen.
Berlin, den 7. Juli 1901.
Der Reichskanzler.
Graf von Bülow.
Herausgegeben im Reichsamte des Innern.
Berlin, gedruckt in der Reichsdruckerei.