Volltext : Reichs-Gesetzblatt. 1909. (43)

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gefährlicher  erweisen  als  staubfein  gemahlenes  Jagdpulver  von  folgender
Zusammensetzung:  75  Prozent  Kalisalpeter,  10  Prozent  Schwefel  und
15  Prozent  Faulbaumkohle.

In  f  lautet  der  Eingang:
Proben  anderer,  neuer  Sprengstoffe  bis  usw.  wie  bisher.

II.  Eingangsbestimmungen.  B.  Schießmittel.
In  der  1.  Gruppe  wird:  
1.  im  Abs.  (1)  der  Unterabsatz  a  gefaßt:
a)  Die  Abspaltung  von  Stickoxyd  während  einer  zweistündigen  Erhitzung
  auf  132  °  darf  für  1  g  Nitrozellulose  nicht  mehr  als
3  ccm  betragen;
und
2.  im  Abs.  (3)  a,  statt  der  Worte  „mindestens  3  Stunden“  gesetzt:
mindestens  1  Stunde

III.  Beförderungsvorschriften.
1.   Im  ersten  Absatze  der  Eingangsbestimmungen  wird  vor  dem  letzten
Satze  eingeschaltet:
Die  Überkiste  muß  die  deutliche  haltbare  Aufschrift  „Sprengstoffproben.
  1.  Gruppe.“  tragen.
2.   Im  Abschnitt  A.  Verpackung.  „2.  Gruppe  der  Sprengmittel.“
wird  folgende  neue  Ziffer  4  eingeschaltet:

4.  Triplastit  d  muß  in  starke,  dichte,  sicher  verschlossene  Holzbehälter
fest  verpackt  sein.  Statt  der  Holzbehälter  können  auch  sogenannte
amerikanische  Pappefässer  verwendet  werden.  Der  Inhalt  des  Behälters
  darf  höchstens  25  kg  betragen.  Die  Behälter  müssen  die  deutliche,
  haltbare  Aufschrift  tragen:  „Sprengstoff  Triplastit.  2.  Gruppe.“

3.   Im  Abschnitt  A.  Verpackung.  „Schießmittel.“  hat  die  Überschrift
bei  d  zu  lauten:

d)  Ausnahmen  von  den  Vorschriften  unter  a  und  c  für  Schießmittel

  der  2.  Gruppe  und  für  gut  durchgelatinierte  Pulverfäden,
  sowie  für  daraus  hergestellte  Fabrikate  in  Frachtstücken
  von  höchstens  200  kg  Gewicht.

4.   Im  Abschnitt  A.  Verpackung.  „Andere  explosionsfähige  Stoffe.“
wird  als  Abs.  (2)  hinzugefügt:  
(2) Die Behälter müssen die deutliche, haltbare Aufschtift tragen:
„Explosionsfähige, nicht selbstentzündliche chemische Produkte.“
5.   Abschnitt C. ,,Bescheinigungen. Frachtbriefe.“ Abs. (1) wird am
Schlusse  durch  folgenden  Zusatz  ergänzt:
Bei  nitrierten  Chlorhydrinen  ist  nur  die  letztere  Bescheinigung  erforderlich.