Metadata : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. - Zeitraum vom Jahre 1789 bis zum Frieden von Tilsit 1807. (1)

bei  Cüstrin,  das  pommerische  unter  General  Kalkreuth,
als  einsweiliges  Beobachtungs-Corps  gegen  Schweden.

Schon  war  das  schleßische  Corps  (zwischen  den
410ten  und  l##ten  September)  über  die  Elbe  gegangen,
und  mit  Truppen=  Abtheilungen  in  Dresden  eingerückt,
schon  war  die  Besatzung  von  Berlin  bei  Halle  eingetroffen,
  als  die  franzbsischen  Garden  erst  aus  dem  Innern
Frankreichs  zum  Rhein  eilten.  Die  Unthätigkeit  Preussens
  bis  zum  Anfang  Octobers  benutzte  desto  rastloser
Napoleon.  Er  schloß  seine  Heerschaaren  aneinander,
verließ  Paris  am  25sten  September,  und  war  am  öten
Dctober  schon  zu  Bamberg.

 

5.

Eröffnung  des  Feldzuges.  Gefechte  bei
Schleiz  und  Saalfeld.  Schlacht  bei  Jena
und  Auerstädt.

Forderungen,  wie  sie  Preußen  noch  zu  Mainz  durch
seinen  Unterhändler,  General  Knobelsdorf,  dem
Fürsten  Talleyrand  vorlegen  ließ:  Räumung  Deutschlands
  von  den  französischen  Waffen,  Anerkennung  eines
unter  Preußens  Obhut  zu  bildenden  nordischen  Bundes,
Trennung  der  Festung  Wesel  vom  franzdsischen  Reiche,  —
Forderungen,  wie  diese,  konnten  nur  mit  dem  Schwert
in  der  glücklichen  Faust,  nicht  durch  diplomatische  Unterhandlungen
  wirksam  seyn.  Hingegen  alle  Verfügungen,
  welche  der  Herzog  von  Braunschweig  an  der  Spitze
des  preußischen  Heeres  traf,  schienen  gewissermaßen  seinen
  Glauben  zu  bezeugen,  alles  werde  mit  der  Feder
abgethan  werden,  Napoleon  den  Krieg  mit  Preußen