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Guinea-Gesellschaft in Herbertshöhe eine Pflanzung hat, fleißig angebaut.
Die Arbeiter werden von den Salomon-Inseln eingeführt. Diese sind mit
Neu-Guinea, den Karolinen und den Marianen zu einem Verwaltungsgebiet
vereinigt worden, während die Marschall-Inseln und Samoa je
eine besondere Verwaltung besitzen. Die Zahl der Weißen im sog.
„alten Schutzgebiet“, Deutsch-Neuguinea und „die mit diesen gleichzuachtenden
Personen“, wie der Ausdruck lautet, belief sich am 1. Januar
1906 auf 532, das sind 66 mehr als im Vorjahr. Davon kommen
383 auf den Bismarck-Archipel und 149 auf Kaiser-Wilhelmsland.
Unter ihnen befinden sich 120 Frauen und 51 Unerwachsene. Die Deutschen
zählten 397 (I 49), dazu 58 Engländer, 15 Osterreicher und 2 Holländer.
Dem Beruf nach waren 39 Beamte, 137 Missionare, mit 15 Frauen,
49 Missionsschwestern, 56 Pflanzer, 68 Kaufleute und Gastwirte, 51 Seeleute,
17 Techniker und 4 Handwerker.
Die Gesamtausfuhr von 1905 betrug 1 178644 Mark, der eine
Einfuhr von 2271 300 Mark gegenüberstand. Und zwar hat sich der
Gesamtaußenhandel um eine halbe Million gegen 1904 gehoben, die
Kopraausfuhr allein um 395.000 Mark. Sie wird fast ganz von Marseille
aufgenommen.
Die Schiffe der Austral-Japanlinie (Sydney, Hongkong, Yokohama,
Manila) laufen den Simson= und den Friedrich-Wilhelmshafen regelmäßig
an. Dieselbe Gesellschaft — der Norddeutsche Lloyd — unterhält
auch drei große Küstendampfer. Die Postverbindung erfolgt aller
drei Wochen.
Eine Straferpedition auf Neu-Guinea.
Im Jahre 1884 hatte England den südöstlichen Teil von Neu-Guinea
mit Beschlag belegt, und kurze Zeit darauf heißte, wie bereits
erwähnt, auf dem nordöstlichen Teile Deutschland seine Flagge. Der
ganze Westen der riesigen Insel war schon seit 1828 von den Holländern
in Besitz genommen worden. Leider hatten die Holländer wenig oder nichts
getan, um die wilden Papuas der Westhälfte Neu-Guineas im Zaum
zu halten. Die Raublust der westlichen Stämme, insbesondere des
Tugeristammes, sollten die Engländer bald kennen lernen. Aller zwei