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am 27. soweit, daß wir guten Mutes wieder ins Feld rücken
konnten. Wir hatten an diesem Tage Kompaniebesichtigung,
die mir von unserm sonst mit seinem Lobe kargen Regimentskommandeur
eine Anerkennung eintrug. An demselben Tage
fingen wir auch an zu exerzieren, ja sogar Schießübungen anzustellen,
nach dem alten guten Sprichwort: „Müßiggang ist
aller Laster Anfang.“ Die Franzosen, die uns dabei eifrig zusahen,
konnten sich das gar nicht erklären, wie wir nach so viel
Schlachten und Strapazen die Zeit der Ruhe benutzen konnten,
um wie mitten im Frieden Griffe und Marschieren zu üben. Das
ging über ihren Horizont, denn von ihren Soldaten waren sie
solch eine Thätigkeit nicht gewöhnt. Ueberhaupt fanden sie
trotz allen Nationalhasses unsere Disziplin, die mit eiserner
Strenge, wie mitten im Frieden, gehandhabt wurde, die Sorgfalt,
mit der an der Reparatur der Ausrüstung gearbeitet und
die Verpflegung und die Ouartierangelegenheiten der Mannschaften
geregelt wurden — kurz, alles das, was uns als vollständig
in Fleisch und Blut übergegangen so natürlich erscheint
— bewunderungswürdig. Die Verpflegung übrigens bereitete
in der vollständig ausgesogenen Gegend die größten Schwierigkeiten.
Täglich gingen starke Requisitionskommandos in die
Umgegend, um Vieh und Hafer zu schaffen, und oft genug kamen
sie ohne Erfolg zurück. Die Not zwang dazu bei diesen Requisitionen
sogar auf das linke Loire-Ufer überzugreifen und,
da die Brücke gesprengt war, trotz des starken Eisganges auf
Pontons überzusetzen. Ein derartiges Kommando von der
7ten Kompanie unter Hauptmann P. brachte auch reichen Erfolg,
nämlich 20 Stück Rindvieh, 150 Hammel, 15 Schweine
und etwa 300 Scheffel Hafer, eine wahre Erquickung für unsere
ausgehungerten Leute und Pferde, deren Fleisch= und Haferportionen
oft empfindlich beschnitten werden mußten, ein Umstand,
der bei dem gänzlichen Fehlen der Zugemüse, von denen
es nichts außer Reis und Bohnen, nicht einmal Kartoffeln
gab, doppelt ins Gewicht fiel. Selbstredend sah es auch mit
der Verpflegung der Offiziere durchaus nicht besser aus, auch
unser Küchenzettel zeigte nur die Abwechselung, daß es heute
Rindfleisch mit Reis und morgen Reis mit Rindfleisch gab, bis
wir endlich ein Hotel entdeckten, dessen Wirtin, eine an einen