Metadata : Das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich.

394  Xa.  Jagdgesetz  88  18  —184.

10.  Enten  in  der  Zeit  vom  1.  April  bis  einschließlig,
30.  Juni,

11.  Schnepfen  und  das  andere  Sumpf=  und  Wassergeflügel
ausgenommen  die  Fischreiher,  in  der  Zeit  vom  1.  Mar
bis  einschließlich  30.  Juni.

Alle  vorstehend  nicht  genannten  Wildarten  dürfen  das  ganze

Jahr  hindurch  gejagt  werden.  ·

§  18.  Diejenigen  Wildarten,  hinsichtlich  deren  im  §  17
eine  Schonzeit  festgesetzt  ist,  dürfen  in  Schlingen  oder  ahnlichen
Vorrichtungen  nicht  gefangen  werden.

Durch  Verordnung  kann  eine  Ausdehnung  dieses  Verbots
auf  andere  Wildarten  verfügt  werden.  .

8  18a.  Es  ist  untersagt,  die  Jagd  mit  Laufhunden  (usbesondere
  Braken)  auszuüben.

8  18b.  Katzen,  welche  über  500  Meter  vom  nächsten  bewohnten
  Hause  entfernt  betroffen  werden,  darf  der  Jagdberechtigte
  tödten  oder  tödten  lassen.

§  18.  Das  Ausnehmen  der  Eier  und  Jungen  von  jagdbarem
  Federwild  ist  untersagt;  doch  sind  die  Jagdberechtigten
befugt,  ausnahmsweise  Eier  auszunehmen,  welche  in  Brutstätten
ausgebrütet  oder  zu  wissenschaftlichen  oder  Lehrzwecken  benutzt
werden  sollen.  «  «"

Kibitz=  und  Möveneier  dürfen  bis  einschließlich  30.  April
eingesammelt  werden.

§  184.  Vom  fünfzehnten  Tage  der  für  eine  Wildart
geltenden  Schonzeit  ab  bis  zu  deren  Ablauf  darf  Wild  der  zu
schonenden  Art  nicht  versendet,  ausgestellt,  feilgeboten,  verkauft
oder  zum  Zwecke  der  Wiederveräußerung  angekauft  werden.  Als
Verkauf  gilt  auch  die  Verabreichung  in  Wirthschaften.

Dieses  Verbot  findet  auf  das  in  §  17  bezeichnete  Wild,
wenn  es  in  Schlingen  und  ähnlichen  Vorrichtungen  gefangen
worden,  während  des  ganzen  Jahres  Anwendung.

Die  zur  Durchführung  dieses  Verbots  erforderlichen  Be-8

  18.  Dahin  gehört  der  Entenfang  in  Fallen:  O.  L.  G.  10.  Juni  95
A.  61,  227.