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ftabe eigen. Ein Naturforfcher (5. U. Göbe) jagt darüber: „An
biefem Wurme Habe ich Wunder gejehen, wobei ich anfänglich meinen
Augen nieht traute! Wenn ich ihn in Stüde zerfäänitt, jo mus auf
jedem Stüde wieder ein ganzer Wurm mit Kopf und Schwanz, und
wenn ih den Wurm in 26 Stüde theilte, {fo wurde aus einem Seh8-undswanzigtheile
binnen einigen Monaten wieder ein ganz vollitändiger
Wurm von vollfommener Länge” — ber wie merfwürdig! Der
Kegenwurm hat auch eine Menge Würmer in ftch jelbft. So gut wie
der Menfch und alle größeren Thiere von Würmern geplagt werben,
die in ihren Gebärmen und Eingeweiden fih aufhalten, jo follte aud)
der Negenwurm noch jolhem Schmarogermwejen in feinem “Darnı:
fanale ein Pläbchen übrig Iaffen. Allerdings fteht fie Da bloße Auge
nieht, wenn man einen Regenwurm geöffnet hat; aber bringt man aus
der Flüffigkeit, Die in feinem Innern enthalten ift, ein Tröpfehen, mit
etwas Waffer verbünnt, unter Das Vergrößerungsglas, fo ift aud
Iogleich der Beweis gegeben. Selbit zwifchen der Haut und feinem Fleifihe
muß der Negenwurm jolche uns unfichtbare Säfte nähren! Und wahr:
fcheinlich werden auch dDiefe Xhierlein wieder von folhen verborgenen
Feinden heimgejucht; denn das Leben in der Natur geht ins Unendliche,
und in den allerwenigften Fällen ift Die ihm gefteefte Grenze von Mentchen
zu ermitteln.
Karn man wohl denfen, daß fih von einem Scheinbar allgemein
befannten, aber verachteten, verfolgten Wurme fo viel Wunderbares
berichten Ieße? a, man jteht Daraus, wie die Natur auch in ihren
niebrigften Gefchöpfen darthut, daß eine MWeishett ohne Gleichen ihren
Bau orbnete und mütterlich für ihre Erhaltung forgte, und daß jedes
Iolches Gejchöpf eine Nolle fpielt, welche, wenn auch noch jo Hein, ım
großen Schaufpiele der Thier: und Pflanzenwelt nicht fehlen darf, ohne
den ganzen Gang der Dinge zu ändern! Streicht den Negenwurm aus
dem DVerzeichniffe der Natur und Die ganze Kette ift zerriffen, die fi
von ihm nach unten und oben hin fortzieht. Hunderte von Pflanzen:
und Thiergejchlechtern müßten vielleicht verfümmern und andere, unter
ihm ftehende, würden übermäcdhttg werben.
33. Die Schnede und die Fröfche.
Ein großer Haufen Fröfche faß Doch ih, ich unglüdfeltg Thter,
An einem Zeich Im grünen Graß; Sch Frieche ftet8 im Staube hier
Sie machten fi mit Hüpfen, Springen, Und fohleppe noch von Ort zu Dit
ME Schwimmen, Duafen, Schreien, Mein Haus tie einen Budel fort. "
Singen Indem Ileß fi der Storch hernieber:
Sehr Iuftta. Eine Schnede jah Den Fröfehen bebten alle Oflteber;
Dies voller Neid und Iprah: „Sa, jal Er ftah und fraß in fle Hineln
Da glaub’ ih wohl, ihr Habt gut Umd fhludt Hinunter Groß und Kletn.
i Lachen „Ei,“ Ipradh die Schnee nun voll Muth,
Und könnt eud) hier wohl Iuftig madhen. „Sch eh’, mein Buckel iR ganz gut;
Ihr Habt vier fchöne Lange DBetne, Den will ich Eünftig beber tragen,
Damit fpringt ihr von Rain zu Raine; AS fo mein Leben ftet3 zu wagen.”
(Bahartd.)