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4. Die Förderung des forstlichen Genossenschaftswesens in
seinen mancherlei Formen; z. B. die Anregung zur Gründung von
Waldbaugenossenschaften, Aufforstungsgenossenschaften, Schutz.
waldgenossenschaften oder Waldbauvereinen, und Gewährung von
materieller Hilfe für diese Zwecke, z. B. Gewährung von niedrig zu
verzinsenden Darlehen, etwa in Gestalt von Aufforstungskredit,
Rat durch die Forstbehörden ufw. Hierher gehört auch der
gemeinsame Bezug von Kulturgeräten, Samen, Pflanzen, der gemeinschaftliche
Holzverkauf (Versteigerungen), endlich die gemeinschaftliche
Aussicht, Verwaltung, der gemeinschaftliche Schutz usw.
Nach der Statistik von 1900 umfaßten im Deutschen Reiche
die Waldgenossenschaften eine Fläche von 300 214 ha, in Preußen
wurden bis 1903 Waldgenossenschaften mit insgesamt 10 600 ha
Fläche errichtet.
Von dem günstigen Einfluß ciuer derartigen Genossenschaft gibt
folgender Auszug ous dem Bericht über die im Jahre 1896 gegrün ete
Forstgenossenschaft Bohmstedt (Schl.-H.) ein hübsches, lebendiges Bisd
„Die Genossenschaft zählt 14 Genossen, die zusammen 67 Gescãftsanteile
erwarben und hierauf 11 400 Mk. einzahlten. Das Werk hat sich
fortwährend entwickelt, wozu v54 wohlwollende Förderung durch den
Heidekultuwerein, die Provin kaloraaltune. Kreis, und Gemeindebehörden
sehr diel beigetragen i—imz’ue n Waldanlagen sind viclversprechend,
weil an dem ornnet 6 sockalten wurde, nur gründiche
Kulturen zu schaffe en. Fast 60 ha sind bereits fertiggestellt. und
edes Jahr kommen einige Hektar hinzu. Den ländlichen Arbeitern
ällt ein schöner Gerkeen zu während der Zeit, in welcher sonst die
ldarbeiten ruhen. Die Aulagen bilden jetzt schon einen Schmuck der
egend. Die wenigen Jahre haben hingereicht, um das sim der
Fläche durchaus zu ändern; statt der ärmlichen Aecker schöne Nadelholzulturen,
statt des wirren Krattbusches jetzt junge Buchenschonungen.
Auf cincr wüsten Heidefläche ist cin Wärterbaus erbaut, dem der Name
.Waldheim“ beigelegt ist. Wo vor einigen Jahren das schwarze Heidcraut
vich breit machte. findet man jetzt eine kleine Parkanlage mit schönen,
Comferen usw., üppigen Blumen= und Gemüsebecten. Die
Trbei der Genossenschaft ist in der Umgegend recht populär, wozu wohl
die Bereitwilligkeit. mit welcher der Vorstand bei allen p#flanzungen.
durch Rat und Tat hilft, etwas beiträgt. Ohne Schaden der Hultuven.
kennten zu Weihnachten 1906 aus dem dichten Bestarde, reichlich 00
lunge Fichten (1898—99 gepflanzt, einige davon bereits 3 m hoch) 7
nommen werden, die nach Berlin gingen. Die rege Teilnahme der
Ju#end an n allen Veranstaltungen der Genossenschaft bietet eine Bürg-E#
trah wird.“
5. Die Ausführung von Forsteinrichtungsarbeiten (Wirtschaftsplänen
usw.) durch die Staatsforstbehörden auf Antrag des
Waldbefitzers gegen Bezahlung. ieser Aufgabe unterzieht sich
zurzeit nur die königl. säch sische Forsteinrichtungsanstalt;
anderen Staaten kann dies nicht genug zur Nachahmung
einpfohlen. werden, wenn nicht, wie in Preußen durch die
Landwirtschaftskammern, durch andere Organisationen