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ausreichenden Veranstaltungen für die pädagogische Ausbildung
der Lehrer an höheren Schulen eingehender zu besprechen.
Er gab zu, daß Elementarlehrer in manchen Fächern besser zu
unterrichten verständen als wissenschaftlich gebildete Lehrer, fand
aber die Ursache für diese Thatsache allein in der besseren pädagogischen
Schulung der ersteren. Er wolle, wenn er eine gründlichere
pädagogische Ausbildung der wissenschaftlich gebildeten Lehrer fordere,
nicht derjenigen pädagogischen bildung, das Wort reden, welche in
einer Aneignung von didaktischen Manieren bestehe, die man
unrichtig als Methoden bezeichnet habe; aber das müsse gefordert
werden, daß jeder junge Lehrer in sein Amt mitbringe eine Bekanntschaft
mit den pädagogischen Grundbegriffen und die Fähigkeit,
sein Thun in der Schule denkend in Beziehung zu setzen zu dem
letzten Zwecke aller Exziehung, daß er mit dem Wesen der Unterrichtsmethoden
und der verschiedenen Lehrformen sowie mit ihrer
gegenseitigen Beziehung vertraut sei. Auch die tüchtigste Kenntniß
des Unterrichtsstoffes befähige nicht dazu, ihn in einer den pädagogischen
Zwecken entsprechenden Weise zum Eigenthume des jugendlichen
Geistes zu machen. Wohl könne die bewährte Tradition der
Schulen den Mangel pädagogischer Bildung theilweis ausgleichen;
aber gerade die Realschulen entbehrten einer solchen Tradition
noch, und die aus den Gymnasien kommenden Realschullehrer hätten,
vielfach nicht zum Heile der Realschule, die Gymnafialtradition in
die Realschule verpflanzt. Auf den meisten preußischen Universitäten
werde kein pädagogisches Collegium gelesen oder es werde von
Männern gelesen, welche der pädagohischen Praris allzu fern ständen.
Dem entspreche denn auch in der Regel das pädagogische Wissen,
welches die Candidaten zur Prüfung Dro facultate dorendi mitbrächten.
Zu den pädagogischen Vorlesungen müßte aber auch
eine genügende Gelegenheit zur Einführung in die pädagogische
Praxis kommen. Von der letzteren wolle er hier dahingestellt sein
lassen, ob die Universitäten der rechte Ort für sie seien. Ohne die
Wirksamkeit der bestehenden pädagogischen Seminare zu verkennen,
müsse doch nach dieser Richtung weit mehr gefordert werden; es
seien in größerer Zahl pädagogische Seminare mit Uebungsschulen
zu gründen, wie sie in Jena und Leipzig seit langer Zeit mit großem
Segen wirkten, und wie sie außer Deutschland theils beständen,
theils gegründet werden sollten. Zum Schlusse verwies er auf
dahin gehörige Verhandlungen der unlängst zu Gera abgehaltenen
Realschullehrer-Versammlung. -
Die zu. Nr. 4 der Vorlage, den Lehrplan der Gymnasien betreffend,
von dem Referenten (Bonitz) aufgestellten allgemeinen
Grundsätze fanden vielfach Billigung. Nur wurde von Dir. Östen-