Bekaunutmachung.
In Gemäßheit des von Sr. Königlichen Hoheit, dem Großberzoge,
gnaddigst genehmigten Antrags des getreuen Landtags in der unterthänigsten
Erklärungsschrift vom 18. April v. J. wird die aus der Landes-Brandversicherungs-Kasse
zu leistende Vergütung der Transport-Kosten bei dem Ausfahren
der Wasserzubringer an die Gemeinde des Stations-Ortes ohne Ausnahme hierdurch
auf den Fall beschränkt, wo diese Gemeinde noch eine oder mehre
Spritzen der von einem Feuerunglücke betroffenen Gemeinde zusendet.
Die betheiligten Stadtradthe und Gemeindevorstände haben daher in die
am Schlusse jeden Jahres unmittelbar, bezüglich bei den zuständigen Bezirksä4mtern,
einzureichenden Berechnungen der aus der Landes-Brandversicherungs-Kasse
zu vergütenden Verwendungen auf Instandhaltung der Wasserzubringer
und Löhnung der Rohrführer nur dann die bemerkten Transport-Kosten mit
aufzunehmen, wenn neben dem Wasserzubringer aus dem Stations-Orte auf Gemeindekosten
auch noch die Absendung einer oder mehrer Spritzen an den
Brandort, laut deshalb beizufügender Bescheinigung, wirklich erfolgt ist.
Weimar den 27. Februar 1840.
Großherzoglich Sächsische Landes-Direktion.
F. von Schwendler.