das er in dem Augenblick sprach, wo er seine Wahl zum Präsidenten der
Republik erfuhr, war das Versprechen, über die Erhaltung aller Mittel
der nationalen Verteidigung wachen zu wollen.“
Baron Guillaume. Paris, 14. Februar 1913 (Fehlspruch, S. 171)
„Die Zeitungen — und vor allem der ‚Temps‘ — haben übrigens unrecht,
wenn sie bei Besprechung der Pläne der französischen Regierung
diese als Antwort auf die deutscherseits ergriffenen Maßnahmen darstellen;
viele sind nur das Ergebnis seit langer Zeit unternommener
Studien.‘ Baron Guillaume. Paris, 19. Februar 1913 (Fehlspruch, S. 172)
„Indessen hat es zweifellos Herrn Poincare, dem Lothringer, nicht
mißfallen, vom ersten Tage seines hohen Amtes an sein Bestreben zu
bekunden, sich fest zu zeigen und die Fahne des Vaterlandes hoch zu halten.
In den bewegten Zeiten, in denen sich Europa befindet, liegt hier die
Hauptgefahr der Anwesenheit des Herrn Poincare im Elysee.‘
Baron Guillaums. Paris, 21. Februar 1913 (Fehlspruch, S. 172/173)
„Man erblickt in der Verstärkung der deutschen Armee weniger eine
Herausforderung als das Eingeständnis einer durch die Ereignisse verschlechterten
militärischen Lage, die man verbessern müsse.”
Graf Lalaing. London, 24. Februar 1913 (Fehlspruch, S. 173)
„Ich stelle alle Tage fest, wie die öffentliche Meinung in Frankreich
alle Tage mißtrauischer und chauvinistischer wird. Man begegnet nur
Leuten, die versichern, daß ein baldiger Krieg mit Deutschland gewiß,
ja unvermeidlich ist. Man bedauert es, aber man schickt sich darein.
Man verlangt die sofortige und fast einhellige Annahme jeder Maßnahme,
die geeignet ist, die Verteidigungskraft Frankreichs zu steigern. Die
vernünftigsten Leute behaupten, man müsse sich bis an die Zähne bewaffnen,
um den Gegner zu schrecken und den Krieg zu verhindern...
Gestern abend begegnete ich Herrn Pichon, der mir dieselben Worte
wiederholte: man müsse die Rüstungen immer mehr steigern, um den
Krieg zu verhindern.“
Baron Guillaume. Paris, 3. März 1913 (Fehlspruch, S. 174)
„Was die kriegerischen Pläne betrifft, die man Deutschland zuschreibt,
so genügt es, jeden Morgen eine Pariser Zeitung zu Öffnen, um
sich darüber klar zu werden. Derartige Pläne stimmen schlecht zu dem
im tiefsten Sinne religiösen und friedliebenden Charakter des Kaisers.“
Baron Beyens. Berlin, 8. März 1913 (Fehlspruch, S. 175/176)
„In einem mitteilsamen Moment hat mir der französische Botschafter
in Berlin nicht verhehlt, wie schwer es sei, auf die hochbegabten, aber
wankelmütigen Politiker, die das mit Frankreich verbündete Kaiserreich
leiten, zu zählen. Denn sie spielen auch mit ihm ein doppeltes Spiel.“
Baron Beyens. Berlin, 18. März 1913 (Fehlspruch, S. 178)
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