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Hilfsverein“, der sich die Bekämpfung der religiös-sittlichen Notstände zur
Aufgabe stellte. Zur Erbauung der Gnadenkirche, die dem Andenken der
Kaiserin Augusta geweiht ist, schenkte der Kaiser 400000 Mark. Mehrere
Kirchen, wie die prächtige Kaiser -Wilhelm-Gedächtniskirche, hat der Hilfsverein
selbständig erbaut, den Bau vieler anderen hat er durch Beiträge
erleichtert. In Berlin entstanden in den ersten sechzehn Jahren der Thätigkeit
des Vereins 58 neue Kirchen, und 16 waren noch im Bau begriffen:
ein Beispiel ohnegleichen! Unserm Kaiser war es vergönnt, einen Lieblingsgedanken
seines kaiserlichen Vaters und Großvaters, die Errichtung einer protestantischen
Kirche in Jernsalem, zu verwirklichen. Am 31. Oktober 1893
ließ er den Grundstein legen. Als der Bau vollendet war, unternahm er
in Begleitung seiner hohen Gemahlin und eines großen Gefolges im Herbst
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Kronprinz Wilhelm. Kronprinzessin Cecilie.
1898 eine Reise nach Palästina. Am 31. Oktober fand die erhebende Einweihung
der „Erlöserkirche“ statt. Auch die Absicht seines Vaters, in Berlin
eine neue Dom= und Schloßkirche zu errichten, konnte Kaiser Wilhelm verwirklichen.
In elf Jahren wurde der gewaltige Bau an der Stelle des
früheren, von Friedrich dem Großen aufgeführten Domes vollendet. Den
Hauptteil des prächtigen Gotteshauses bildet die Predigtkirche, die 3500 Personen
zu fassen vermag. Hieran schließt sich südlich eine kleine Tauf= und
Tranuungskirche, nördlich eine Denkmalskirche, wo die Grabdenkmäler berühmter
Herrscher und sonstiger verdienter Männer Platz finden werden. Unter
der Denkmals= und der Predigtkirche dehnt sich ein Gruftgewölbe aus, das
die im früheren Dome ausbewahrten Särge der Mitglieder des Hohenzollernschen
Herrscherhauses aufgenommen hat.
Das echt christliche Familienleben des Kaisers ist ein Muster für alle
Stände. Aber nur sehr wenige Ehepaare können sich auch solches Familienglückes
freuen; alle Kinder, die Gott ihm geschenkt hat, haben sich aufs