392 Anleitung zum Erlaß baurechtlicher Ortsgesetze.
Andere Bedürfnisanstalten müssen ebenfalls
genügend erhellt, sowie mit Lüftungsvorrichtungen
versehen sein, und haben undurchlässigen
Fußboden und bis zur Höhe von
auch undurchlässige Wände zu erhalten. Mit
den Gruben müssen sie durch Metall- oder Tonrohre
verbunden werden.
Der Fußboden in solchen Bedürfnisanstalten
ist mit einem Gefälle gegen eine längs der Umfassungsmauer
in den Boden eingelassene, zum
Zwecke des Ablaufs des Urins geneigte und
gleichfalls undurchlässige Rinne anzulegen. Rinnen
aus Holz oder Blech sind unzulässig.
Vorhandene Abortanlagen und Bedürfnisanstalten,
welche den vorstehenden Bestimmungen
nicht entsprechen, sind binnen
nach Inkrafttreten des Ortsgesetzes entsprechend
herzustellen.
2. Die Grubenräumung und Düngerabfuhr kann
entweder durch Ortsgesetz (wie z. B. in Chemnitz) oder
durch örtliche Polizeiverordnung (wie z. B. in Dresden
und Leipzig) geregelt werden.
XVIII. Stallungen.
( 137 des Ges.)
In größeren Städten und Industrieorten wird es
sich aus Gesundh chten empfehlen, den Einbau
von- Stallungen in Wohngebäude ortsgesetzlich zu untersagen.
Für landwirtschaftliche Gehöfte werden Ausnahmen
zugelassen werden können.
XIX. Bauaufsicht.
Es 148 Abls. 2, 149 Abs. 2, 158 Abs. 2, 161 Abs. 3 des Ges.)
1. Eine dreifache Ausfertigung der Unterlagen
kann namentlich dann vorgeschrieben werden,
wenn die Ortsbehörde, die nicht gleichzeitig Baupolizeibehörde
ist, solche für ihre Akten zu haben wünscht.