Nummer u3
gerrerbände haben jede Minute des klaren Winterwetters
für Aufklärung, Artillerie-Einschieben
und Kampf ausgenutzt.
Trobdem Besatzung und Flugzeug unter
Hrengster Kalle zu leiden halien, ist wic bieher
Hervorragendes von uneeren erprobten Fliegern
geleistet worden!
Der Gegner hat im verflossenen Monat fast
riermal so viele Flugzeuge verloren wie wir.
Unsere Erkundungs-, Artillerie und Infanterieflieger
haben besonders schwierige Aufgaben
zu lösen gehabt. Wir werden in der nächsten (zeit
ersahren, daß sie’ in engster Zusammenarbeit
mit unseren Fromtruppen und unterstützt von
unseren rorzüglichen Flugabwehrkanonen diese
ihre wichtige Aufgaben glänzend gelöst haben.
Die näheren Angaben über die feindlichen u.
deutschen Flugzeugverluste im Februar gibt folgende
Liste: I
1. Feindliche Flugzeugverluste:
Im Westen: Dieeseits der deutschen Linien 30
53
jenseits
Zusammen 83
Im Osten: Dieeseile der deulschen Linien 7
jenseits 1
Zusammen 8
2. Deutsche Flugzeugverluste.
Im Weslten: Diesseite der deutschen Linien 3
jenseits 12
Zusammen 20
Im Osten: Diesseits der deutschen Linien 2
jenseits 2
Zusammen 4
Außerdem wurde im Westen ein Fesselballon
durch einen deutschen Flieger brennend zum Absturz
gebracht. 91 abgeschossenen feindl. Flugzeugen
steht der Verlust von 24 deutschen gegenüber.
.
« der senpr zu See.
Amerilkanischer Dampfer versenkt?
Amsterdam, 15. März. Das Büro Vas
Diaz meldet: Der amerikanische Dampfer „Algankin“
ist durch ein deutsches Unterseeboot versenkt
worden. Am 10. März meldete der
„Newyork Herald“, daß drei weitere Versuchs-Vcchiffe
nach Häfen der Berdandsstaaten unterwegs
seien, darunter der „Algankin“. Das
Schiff soll ebenso wic die beiden anderen Schiffe
nicht bewaffnet gewesen sein. Nach einer Reutermeldung
glaubt man, daß die Versenkung
an der gegenwärtigen Lage zwischen den Vereinigten
Staaten und Deutschland nichls ändern
werde. Erst wenn ein bewaffneles amerikanisches
Handelsschiff einem deutschen U-Boot
begegne, werde der Kampf entbrennen.
Bor der Enisqeldung.
Die schwüle Stimmung, die der Entladung cines
Gewitters vorausgeht, beherrscht jetzt alle
Welt. Der Untersee Boot-Krieg wird, unbeirrt
ron Drohungen und Widerftänden, mit aller
Scchärfe fortgesetzt. Unsere Feinde wissen heute
schon, daß sie diese Abschnürung von allem Nöligsten
nicht lange aushalten konnen. Wenn sie
aber wähnen, wir säßen mit verschränkten Armen
da und warteten das Ende ourch den ll.
Woot Krieg ab, dann dürflen sie sich im Irrtum
lefinden. Unser Hindenburg schlast nichl, und
die Entscheidung auf dem Kontinent wird lang.
sam vorbereitet. Immerhin ist es llar, daß die
buldige Herbeiführung einer Entscheidung im
Westen im ureigensten Interesse unserer Gegner
liegt. Daß sie die notwendigen Verslärkungen
an Menschen und Munition auf dem Kontinent
nicht mehr erhallen, dafür sorgen unsere
U. TaAte. Die farbigen Hilfslruppen aus den
Kolonien, die sie sonst immer zum Frühjahr
herangebracht haben, können die smal zu Hause
bleiben. Unsere Feinde werden sich mit dem
Material, das sie gegenwärtig noch besitzen,
einrichten müssen. In der Opferung von Mannschaften
und in der unfinnigen Verschwendung
von Munition werden sie vorsichtiger sein müssen,
als bisher. In dieser Situation bewaffnet
Wilson seine Handelsschiffe gegen uns, weil
wir nicht mehr dulden wollen, daß sie in ungezählten
Massen Mordmittel gegen uns nach den
seindlichen Ländern trausporlieren. Als die Engländer
den sehr bedeutenden amerikanischen Haudelsverkehr
mit uns abgeschnitten haben, hat
Wilson seine Handelsschiffe nicht bewaffnet. Wir
alle wissen, daß zur Herbeiführung der Entscheidung
noch ein letztes gewaltiges Zusammenrafsen
aller unserer Kräfte nötig ist. Auf unsere
Soldaten, auf diese Heldensöhne unseres Volkes,
können wir uns verlassen. Und sie sind sich
dessen bewußt, daß der Erfolg nur dann gesichert
ist, wenn sie pflichtgetreu das Uebermenschliche
vollbringen, das Hindenburg von ihnen erwartet.
Wir aber, die Daheimgebliebenen, haben
mit W#uhe und Geduld das Resultat zu erwarten.
Es gibt Leute unter uns, die nicht zufrieden sind,
wenn sie nicht jeden Morgen so und so viele
Tausende vernichteter ——— zum Frühstück
verzehren können. Sie machen nur die anderen
nervöser, die durch die ständig steigende
Knappheit der Lebensmittel — wir brauchen da
gar nichts zu vertuschen oder zu beschönigen —
A#### 1n.—
schon nervös genug sind. Nach alk den Opfern u.
Mühen, denen wir uns in biesem Kriege schon
unterworfen haben, wäre es lächerkich, jetzt, wo
alles auf die Stärke durch geschlossene Einigkeit
ankommt, ungeduldig zu werden. Es wäre der
schlechteste Dank, den wir unseren Feldgrauen u.
Blaujacken erweisen könnten. Halten wir uns
lieber an den Grasen Hertling, der uns in goldenen
Worten zur Einigkeit und Geschlossenheit
aufrief. Was dieser Mann jüngst uns ans Herz
gelegt hat, war im wahrsten Sinne ein rechtes
Wort zur rechten Zeit.
Eine bedealsane Kede des Neicskauzlets.
Verlin, 14.März.
Zwischen den beiden Häusern des preußischen
Landtages ist ein schwerer Konflikt entstanden,
der in den letzten Tagen sich namentlich im
Abgeordnetenhaus entladen hat. Im Herrenhaus
will man von einer Neuorientierung der
inneren Politik nach dem Kriege offenbar nichts
wissen. Dies kam in den Reden, die in den letzten
Sitzungen im Herrenhaus gehalten wurden, in
einer Weise zum Ausdruck, die nicht mißverstanden
werden konn. Und die Verwerfung des
Diätengesetzes, über welches zuischen dem Abgeordnetenhaus
und der Regierung bereits ein
Einrernehmen bestand, zeigte, daß man den Reden
auch die Tat folgen lassen will. All das
rief im Acgeordnetenhause eine politische
Schwüle hervor, bei der das Herrenhaus recht
schlecht weggekommen ist. Am Mittwoch griff
auch der Reichskanzler in diese Debatte ein.
Er hielt dabei eine bedeutsame Rede über den
neuen Geist in Preußen und erteilte in dem einen
oder anderen Punkte dem Herrenhaus eine
Absage.
So sprach er sein Bedauern darüber aus,
dab das Herrenhaus das Diüätengesetz abgelehnt
hat; er bedauerte auch die Form, in der dies
geschah. Ein besonderes Vertrauensvotum sprach
der Reichskanzler dem Reid-tag aus und damit
wandte er sich wieder gegen die Kritik,
welche der Reichstag im Herrenhaus erfahren
hat. Deutlich sagte der Kanzler: „Ich bin nicht
immer der Ansicht des Reich#lags gewesen. Aber
will irgend ein Mensch es in Zueifel ziehen,
daß der Deutsche Reichstag in den jetzt balod
drei Jahren dieses Krieges seinem Volke
Dienste geleistet hat wie lein anderes Parlament
der Welt?“ Lebhafter Befall und Bewegung
folgte diesen Worien. Der Reichskanzler
sprach dann namentlich auch von der preußischen
Wahlrechtreform. Er erklarle, daß die Reform
kommen werde, daß aber diese Reform, die un.
zweifelhaft zu schweren inneren Kämpfen führen
wird, nicht zu einer Zeit in die Hand genommen
werden kann, wo wir noch von außen vom
Feinde berannt werden, weil wir während dieser
Zeit innere Kämpfe nicht vertragen können.
(Sehr richtig! und Zurufe linle.)
Der Reichskanger fuhr dann fort: „Wir wer
den nach dem Kricg vor die gewaltigsten Aufga
ben gesiellt werden, une sie je einem Wolle be ·;
schieden gewesen sind (Sehr richtig), vor Auf
gaben, die so gewaltig sind, daß das ganze
Volkl in allen seinen Schichten, jedermann im
Volk mit Hand anlegen muß, wenn wir uno
überhaupt herausarbeiten wollen. (Sehr rich.
ig!) Und einc slarle auswärtige Politik werden
wir auch nach dem Krieg notnendig brauchen,
(Sehr richtig!) Wir werden von Feinden umgeben
sein, denen wir nicht gegenübertreten wollen
mit großen Worten, mit Renommistereien,
mit Sich in die-Brust wersen, sondern mit der
inneren Stärle des Volles. (Beifall.) Eine solche
Politik können wir nur treiben, wem das
kaatliche und das Vaterlandsbewußtsein, das in
diesem Kriege doch in ganz neuen und uns bisher
unbekannten Formen zur wunderbaren
Wirtklichleit geworden il, rein erhalten und gestärtt
wird. (Belfall.) Eine solche Politik der
Slärle, eine solche innere und eine solche äuße#re
Vol.ik lôönnen wir nur führen, wenn die
politischen Rechte der Gesamtheit des Volkles
in allen seinen Schichten freudige Mitwirkung
an der slaatlichen Arbeit ermöglichen. (Beifall.)
Vor dem Krieg sind die Interessen der Arbeiterschaft
häuf.g in einen angeblich unversöhnlichen
Gegensatz zu den slaatlichen Interessen u. zu den
Interessen der Arbeiterschaft gestellt worden. Ich
hefse, die#er Krieg kuriert uns endgültig von diesem
Jrrwahn.“ (Bravo.)
„Wären wir nicht entschlossen alle Folgerungen
aus dem Erleben dieses Krieges zu ziehen,
dam gingen wir inneren Erschütterungen ein
gegen, deren Tragweite kein Mensch übersehen
kann. (Sehr richtig! Links.) Ich werde diese
Schuld nicht auf mich laden. (Beisall links.) Wehe
dem Stantsmann, der die Zeichen der Zeit
nicht erkennt. (Beifall links), wehe dem Staatsmann,
der glaubt, daß wir nach einer Katastrophe,
wie sie die Welt überhaupt noch nicht
esehen, deren Umfang wir Mitlebenden und
ithandelnden überhaupt noch gar nicht verstekömen
(Sehr richtig! rechts), der nach einer
olchen Katastrophe glaubt, er könne einfach wieder
ankuipfen an das, was vorher war (Beidaß
er neuen und jungen Wein in die
äuche füllen könnte, ohne dah sie zer-
1
sprängen? Wehe dem Staatsmann!" (Beifall.)
babe
missioniert.
Die Rede der Reichslanzlers war, wie die
Berliner Presse anerlennt, einer der besten, die
er je gehalten. Sie wirkie namentlich wegen ihres
impror#sierten Eindruckes. Der Sozialdemo
krat Leinert, der nach dem Kanzler sprach, sagie,
daß die Rede des Kanzlers eine Stärkung des
Vertrauens im Wolle zu seinem leitenden
Staatsmanne bewirken w#ll. Dieses Urteil ist
von hohem Wert. Der Reichskanzler war sich
aber auch klar, daß er sich im Gegensatz zum
Herrenscht setzt, und damit sind die kommenden
Kämpfe bereits angedeutet. Sich und seinen
etwaigen Nachfolgern hat der Neichskanzler
aber mit der Bestimmtheit seiner Rede den Weg
der ferneren Politik vorgeschrieben. 1
——
Vereinfachung der Rechtspflege.
Dem Reich-tag ist der Entwurf eines Geset
zes zur Vereinfachung der Rechtspflege zugegangen.
Dieses Gesetz soll, soweit es ohne Schsdigung
der Interessen ber Recktspflege und der
Allgemeinheit erfolgen kann, in noch weiterem
Umfange als bisher Kräfte der Justizverwaltung
für Heereszwecke freimachen. Der Verordnungsweg
und Verwalltungemahnahmen allein
reichen dafür nicht aus. Vielmehr können wie
in der Begründung hervorgehoben wird, weitere
Kräfte nur durch gesetzliche Maßnahmen gewonnen
werden. Solche Mahnahmen schlagt der
Emwurf vor. Sie beziehen sich auf die Gerichtsverfassung
und auf das Verfahren in
bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten sowie in St##
sachen. Der allgemeinen Reform soll damit nicht
vorgegriffen sondern nur einc vorläufige Regelung
für die Kriegszeit und für die Zeit der
Ueberleitung in die Friedensverhälinilse getrofsen
werden. Der Vorschlag siehn vor. daß die
Amtsgerichte bei Uebertretungen und Verge-Ven
leichtester Art ohne Schöffen entscheiden und
Strafkammersachen noch mehr als bioher vom
Staatsanwalt an die Schöffengerichte gebracht
werden können. Einige Schwurgerichtssachen fallen
der Strffammer zur Aburieilung zu. Die
übrigen Bestimmungen bringen in der Hauptsache
eine Herabsetzung der Zahl der Richter,
dei der Strafkammer in der Bernfungeinsianz.
bei der Zivillammer in eriter Inilanz und bei
den Senaten der Oberlandesgerichte eine Verringerung
der Zahl der Geschworenen, eine
Milderung des Verfolgungezwanges der
Staatsanwaltichaft, eine Ausdehmung des
Strafbefehles, eine Einschränlung der Privatklagen
und einige Erleichlerungen im Strafverfahren
selbst.
Eine Entente-Rede im urcußischen
Landtuge.
Verlin, 15. Marz. Dic drule Veratung
des preußischen Haushallds-Eiale wurde Tonnerstag
mu einer zweistündigen Rede deo Abgeordneten
Hoffmann (Soztalo#mokrat alter
Richtung) ceroifnet. Diese war außerordentlis
aufreigzend. Außerdem künd'gie er Enthüllungen
über die Gründe zum Frieden an und nannte
den Untersecboolslrieg eine vollerrechtswidrige
Mahnahme. Es lam wiederholt zu Uürmischen
Auftritten. Oossmann erbiel! mehrere Ort.
nungeruse. Nach ihm swoch der preußische Land
mirttschafteminister Frhr#. Schorlemer, der dcl.
sen Rede dahinkenneichnele, daßz man geglaubt
habe, nicht einen preußischen Volksvertreter, son
dern einen Vertreter der Entente zu horn.
Der Abg. Adolf Oofmann, der Vertreler dewüstesten
Berliner Gaisentume, leil. 12 bie dr ##
Lesung des Staatelmurhalter im Alutcordne.
tenhaus durch, einen Erguß ein, der dar lel#
giöse und das vulerlindische Geinbl der Hauies
mit vollberechneter Absick!. auf dar ichwersle
herausforderte. Was soll man von einem deulschen
Bolksverireler sagen. der in diesem Augenblick
der deutschen Regierung mit Enthüllungen
über ihre angebliche Schulo u.n Ausbruch des
Krieges in dunklen Andeulungen droht, die bei
uns zwar überall als das undrrantwortliche Gerede
eines undr ranzwortlichen Menschen gewurdigt,
im Ausland aber sicher als ungeheuer bedeulungorrll
ausgegeben merden. Was soll
man von einem deutschen Abgeordneten sagen
der das Uebergreifen der russischen Revolution
nach Deutsch land anlündigt uno wünscht in dem
Augenblick, wo das deutscke Volk um sein Leben
ringt: Man kann in der Tat laum eiwas
darauf erwidern, als mas Herr v. Schorlemer,
dem Abgecroneien Ho#fmann zu verstehen gab:
er habe geglaubl, einen ertreter der Entente
srrechen zu hören: Die lleine radikale Gruppe
lobte ungeheuerliqk und rerlangte, daß der Mimister
zur Ordnung gerusen wurde.
Unruhen in Südamerila.
Haag. 15. März. Die Nachrichten aus Süd#
amerika tragen den Charakter innerer Unruhen
in den einzelnen Staaten. Nachdem der Rücktritt
der peruanischen Staatsregierung gemeldet
war, trifft eine Nachricht aus Costarica ein, derzufolge
dort ein Staatsstreich erfolgte.
Präsident der Nepublik, Alfredo Gonzalez, sei
gestürzt worden und hube in der amerikanischen
Gesandtschaft Unterkunft gesucht. In Peru sei
es zu blutigen Zusammenstößen zwischen den
einzelnen Parteigruppen gekommen. Ein Abeordneter
sei angeblich getölet, ein anderer
chwer vermundet worden. Der Minister Bedoya
be angeblich wegen der Zwischenfälle de-
J
Samstag, 12. Möärz 1017
Berschiedene Nacuchten.
Spu ndau. 15. Marz. Eine gransige 2#
lal wurde in Spandau in der Moltkestraße v. ##
dem Arbeiter Lno Schulz begangen. Ur###
schlug den auf dem gleichen Flur wolmende
77 jährigen Arbeiter Karl Runge in cinem An
fall von Geistesstöorung mit einem Beil und
Herfetzte den Leichnam bis zur Unkennnlichkeii
Schulz hatte in der rergangenen Nacht einen
befugen Fieberanfall. AIrholck dessen wolile sein
Franu morgens? den Arzi holcn. Während der
Abwesenheit der Frau zerme Schulz den zusällig
an der Flurture vorübergebenden Greis in seine
Wohnung und verübte die Tat. Schulz erlit.
sodann einen Schlaganfall, dem er alsbald er
lag. Al= die Frau mit dem Arzt erschien, san.,
sie die beiden nebeneinanderliegend in der Wot.
nung.
Bem bauet. Candiag.
#4tKünchen. 10. März;
Am Donnerstag wurde in der Kammer der#
Abgeordneten die Beratungen über die Anträge
betreffend die Uebergangswirtschaft fortgesetz.
Abg. Hubsch (lib.) setzte seine tags zuvor unter
brochenen Ausfuhrungen fort. Er besprach di
Berwendung des Rapitals, die Exporlfor
derung, die Erfullung der kulturellen und so
zialen Aufgaben, die Förderung der Industre
und den Ausban der Wasserkräfte, verlange di
Aufstellung eines wirtschaftlichen Generalstab
nach dem Kriege und Beseitigung aller Ausnal
mebestimmungen. Abg. Robhaupter (Sc;z) er
örterte Maßnahmen, die geeiguet erscheinen, d#
Uebergangswirtschaft zu erleichtiern. Die me
tigsie dabei i#t die Beschaffung der Rohnoft
und deren gerechte Verteilung, insbesondere aus
an die Ueinen Betriebe. Dem Handwerf mütsen
Darlehen zur Verfügung genellt werden. T
Landwirtschaft will seine Partei alle Forderung
angedeihen lassen, notwendig sei aber auch ci:
auoreideender Konsumentenschug. Weirer for
derte der Redner den Ausbau der Wasserkräf c.
die Regelung der Arbeitslosenrersicherung, de
Zuruckdämmung der Frauenarbeit und del--Auebau
des Koalitionsrechtes. Die Abga
Beckh (Fr. Vag.) und Eisenberger (Bbd. er
Uarten ihre Zustimmung zu den Ausschußn
trägen, wobei len#erer sich scharf gegen die
deikommisse wandte. ·
snkekAbenoiiIzunggrifizunäXmInmi.
rulis.MeinelindieDebmteenundsmtm«-einekNeibebonI-ragenZtetlunzndirzndi
T-elmt:ennftnnd;ten.Er1-etonleka!c.daj·,o
11e1·:m(17n1·.-mirtickmftdieNegimJisInnfkrsp
Standpunkt finden wird, das, Bayern bri alie
Maßnabmen auf diesem Cobieic seinen volle:
Anteil erhalt. D#e Rohsteffe sollen gleichm.
big und gleichzeitig der Groß'indusiric u. dem
Handwerk zur Vorfügung geitellt werden. Dan
Handel mird die möglickite Mitwerlung dabe
eingeraumt. Die jetzige Frauenarb i: im Kric
miuß mieder eingesc, ränkt werde: Die Kredi fur
sorge fur das Handwert werd eine Hauptsorq-=der
Regierung sein: auch bie Gemeinden werden
Hichei Mu'el zur Noerfqnng fleller hal#en-Mem
zahlte dann icicre Ma#nallnen 371
ederunm der Han###nad. cem Kric
uf und lonte auck den Willen. die Industr.
in Vanern mieileilghend à3u fördern. Beugh“
den Vrpertes nach dem Kr eae brauche man mich
EEIEEIIIIIILIIII re.
EAÆäEöEEIIIIDEEE
nictung nur efordert werden. ionvit 1n,n
jammenick lus. nchl auf Koflen der K#mmumenc
gelle. Von hodter Beden!nung wird sein. da
die aus dem riege zurudflutenden Arl. i erm
sen genmeno Mileden.
Weiter iprna##n noch de Alng. Cor#u#l###n:
un?d W u’iauer (I11.) herer erck vale
Man##nalmen, um das O#nouct nach dem Krien
uleder zu leh# n, lenterer Rcn den. An#n
des gewerbl. Nackichulussen en Iugenoschn
de Säuglingssursorge. den Aushaa der Son
geseygebanu. de Umerinnnn 25llenb:
Mite.elstandsgruppen: weier u rc e
einem ungesunden l#xpilalilifchen G#undertmnach
dem Krieg und ger aner liel n
Auedruck. daß wir auck u lil. f 1.nnic #
sammenbrec en lonnen.
–—.
Die Beralung urrd em ##den:
HRüngesee RNeulgkeilen.
Munchen. 15. März. Der Mord an der W.
we Schuikart in der Zechstraße in noch umme:
nicht gellärt. Die Annahme, daß der Titci
reischeucht worden ist, wird dadurch bekraft: #1.
daß belanntlich nicht feitgestelll werden lonnic.
daß ihm ctwas in die Hände gefallen 111.
Frau Schweickart hatte früher ihr Vermögen lei
einem Banlgeschäft an der Löwengrube ange
legl. Während des Ki# hatte w6 das Ged
mehrmals gekündigt, schließsich aber doch immewieder
stehen lassen. Am 9. November 191,
fuhr sie m Begleitung einer Belannten im An
tomobil bei dem Bankgeschäft vor, wobei sie der
Frau erzählte, sie werde nun ihr Guthaben ab.
heben. Sie nahm aber das Geld auch diesmo!
nicht selbit mit, sondern verrinbarte, daß es ihr
in die Wohmmg geschickt werde. Die Ueber-