Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1916 (3)

Nr.  5.  1916.  25

·  "  -  dürfen  die
Die  Hafen-,  Strom=  und  Schleusenbehörden  und  Beamten  v
Ab=  und  Durchfuhr  von  Stroh  auf  den  Wasserstraßen  nur  dulden,  wenn  die
obigen  Voraussetzungen  für  die  Versendung  auf  der  Eisenbahn  erfüllt  sind.

Schwerin,  den  10.  Januar  1916.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.

(2)  Bekanntmachung  vom  30.  Dezember  1915,  betresffend  Behandlung  der
während  des  Herrschens  der  Maul=  und  Klauenseuche  auf  dem  Seuchengehöft
gefallenen  Klauentiere  &  162  i  der  Ausführungsanweisung  zum  Viehseuchengesetz
  vom  15.  April  1912,  Rbl.  Nr.  21).

I.  Dem  §  162  i  der  Ausführungsanweisung  zum  Reichsviehseuchengesetz
(Bekanntmachung  vom  15.  April  1912,  Rbl.  1912  Nr.  21)  wird  folgender
zweiter  und  dritter  Absatz  hinzugefügt:  «

Die  unschädliche  Beseitigung  hat  ohne  vorherige  Zerlegung  der
Kadaver  zu  erfolgen;  jedoch  kann  das  Abhäuten  der  Kadaver  auf
dem  Seuchengehöft  mit  Zustimmung  des  Kreistierarztes  gestattet
werden.  Die  Vorschrift  in  §  160  Abs.  4  und  5  findet  auch  hierauf
Anwendung.  Die  Häute  dürfen  aus  dem  Seuchengehöft  erst  nach
Aufhebung  der  verhängten  Sperre  und  nach  beendeter  Desinfektion
entfernt  werden.  Die  Desinfektion  erfolgt  durch  vollkommene  Trocknung
  oder  durch  24stündiges  Einlegen  in  dünne  Kalkmilch.  Die
Polizeibehörde  kann  unter  der  vom  Kreistierarzt  anzugebenden  Sicherungsmaßnahmen
  das  Abholen  der  Kadaver  durch  einen  Froner,
dessen  Betriebsstätte  als  Kad#werverwertungsanstalt  vom  unterzeichneten
  Ministerium  anerkannt  ist,  zur  unschädlichen  Beseitigung  in
dieser  Anstalt  zulassen,  wenn  der  betreffende  Froner  nach  Erachten
des  für  die  Anstalt  zuständigen  Kreistierarztes  auch  in  seiner  Betriebsführung
  die  volle  Gewähr  für  vorschriftsmäßigen  Transport  und
Beseitigung  der  Kadaver  bietet.  Der  für  die  Anstalt  zuständigen
Polizeibehörde  ist  in  diesen  Fällen  zur  Überwachung  der  Beseitigung
und  der  Desinfektion  der  Anstalt,  der  Transportmittel  und  der  Personen
  Mitteilung  zu  machen.