Metadata : Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation. Band 36. Sechste Abtheilung: Die kleinen deutschen Höfe. Zweiter Theil. (36_6_2)

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Douaniers  besetzt  gehalten  und  in  Rostock  ein  Vataillon
französtscher  Truppen  eingelegt,  um  die  strengste  Aufrechterhaltung
  des  Continentalsystems  zu  überwachen.

Damals  gab  Preußen  das  erspiegelnde  Eremxel
einer  Reform  aus  dem  Großen  und  Ganzen,  damals
gaben  sich  auch  die  meisten  neuen  Königreiche  und  Fürstenthümer
  des  Rheinbunds  neue  zeitgemäße  Verfassungen.
  In  Mecklenburg  blieb  es  aber,  wie  in  Sachsen,
  beim  guten  Alten.  Beim  Convocationstage  1808
beantragte  zwar  die  schwerinische  Regierung  einen  Antrag
  auf  Aenderung  der  Verfassung,  namentlich  eine
durchgreifende  Form  der  ständischen  Vertretung  7),  die
Stände  nannten  aber  in  ihrem  Antwortschreiben  auf
diesen  landesherrlichen  Antrag  ihre  alte  Verfassung  „die
glücklichste",  Ritter=  und  Lanoschaft  thaten  damals  sehr
ängstlich,  bewilligten  damals  Steuern  über  Steuern),
der  Herzog  war  mit  diesen  gutwilligen  Gaben  beglückt,
Nitter=  und  Landschaft.  bewahrten  sich  so  den  Fort-*)

  Dieser  Resormantrag  ward  noch  einmal  und  zuletzt
1813  gestellt:  Dr.  Schnelle  auf  Buchholz  theilte  aus  seinem
reichen  landtagsgeschichtlichen  Schatze  die  Motive  zu  den  Provositienen,
  die  die  Regier#ung  1b08  und  1813  gemacht  hatte.
den  Liberalen  mit,  sobald  die  Kunde  ven  den  Februarereignissen
  1845  nach  Mecklenburg  gelemmen  war.

“)  „Als  im  Jahre  1908  auf  dem  Ceincratienstage  zu
Rostock  zur  Abhülfe  der  gedrückten  Finanzrerhältnisse  landesherrlicherseits
  auch  eine  Hülfe  aus  den  Klestern  in  Anspruch
genommen  wurre,  erllärten  sich  Ritter:  und  Landschaft  dazu
bereit,  sofort  die  Summe  ven  80.000  Thalern  aus  dem  Kloster
  Dobbertin  als  eine  Finanzhülfe  darzubringen.“  Lisch,
Darslellung  der  Rechte  des  eingebornen  Adels  S.  321  f.