Regierungs-Blatt
für das
Großherzogthum
Sachsen-Weimar-Eisenach.
Nummer 32. Weimar. 28. November 1895.
Inhalt: Ainisterial Verordnung zur Ausführung des Gesetzes, betrefjend die Erbschaftssteuer, vom 10. April 1895,
e 409. — Ministerial- Belanntmachung, betr. Veränderungen in der Zusammensetzung des künsstlerischen,
Zart Kineerarischen, des musikalischen und des bhotographischen Sachverständigen-Vereins, Seite 415. —
Ministerial--Bekanntmachung, betr. Aufhebung der Forstgelder- Untereinnahme zu Marksuhi, Seite 416. —
Inhalts-Verzeichniß aus dem Central-Blatt kUr das Deutsche Reich, Seite 416.
Ministerial-Verordnung
zur Ausführung des Gesetzes,
betreffend die Erbschaftssteuer, vom 10. April 1895.
[I115) Zur Ausführung des am 1. Januar 1896 in Kraft tretenden Gesetzes,
betreffend die Erbschaftssteuer, vom 10. April 1895 wird auf Grund des § 6
Absatz 2 desselben verordnet, was folgt:
81.
Die Festsetzung der Erbschaftssteuer geschieht durch das nach § 21 des
Gesetzes über die Abgabe von Erbschaften und Vermächtnissen vom 3. September
1844 zuständige Amtsgericht mittelst eines Festsetzungs-Bescheides,
welcher
a) den Namen und Todestag des Erblassers;
b) den Betrag der einzelnen steuerpflichtigen Anfälle unter näherer Bezeichnung
derselben (als Erbtheil, Vermächtniß, Schenkung auf den
Todesfall u. s. w.) und die Namen der Bezugsberechtigten unter Angabe
des für die anzuwendende Steuerstufe nach § 2 des Gesetzes vom
10. April 1895 maßgebenden Verhältnisses derselben zum Erblasser;
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