Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1879. (13)

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§.  10.

Die  eintemäig  angestellten  Reichsbeamten  erhalten  bei  Versetzungen  Vergütung
  für  Umzugskosten  nach  folgenden  Sätzen:

auf  allgemeine  auf  Transportkosten

Kosten:  für  je  10  Kilometer:
I.  die  Direktoren  der  obersten  Reichsbehörden
  1  800  Mark  24  Mark,
II.  die  vortragenden  Räthe  der  obersten
Reichsbehörden  .....  ......  .  .  .  .  .  .  ...  1  000  20
III.  die  Mitglieder  der  höheren  Reichsbehörden
  .  .  .  ..  500  10
IV.  die  Mitglieder  der  übrigen  Reichsbehördien
  300  8  „
V.  die  Sekretäre  der  höheren  Reichsbehörden
  ...  240  7.
VI.  die  Subalternen  der  übrigen  Reichsbehörden
  180  -  6
VII.  die  Unterbeamten  100  4

Außerdem  ist  der  Miethszins  zu  vergüten,  welchen  der  versetzte  Beamte
für  die  Wohnung  an  seinem  bisherigen  Aufenthaltsorte  auf  die  Zeit  von  dem
Verlassen  des  letzteren  bis  zu  dem  Zeitpunkt  hat  aufwenden  müssen,  mit  welchem
die  Auflösung  des  Miethsverhältnisses  möglich  wurde.

Diese  Vergütung  darf  jedoch  längstens  für  einen  neunmonatlichen  Zeitraum
gewährt  werden.  Hat  der  Beamte  im  eigenen  Hause  gewohnt,  so  kann  demselben
eine  Entschädigung  höchstens  bis  zum  halbjährigen  Betrage  des  ortsüblichen
Miethswerthes  der  von  ihm  benutzten  Wohnung  gewährt  werden.

§.  18.

Personen,  welche,  ohne  vorher  im  Reichsdienst  gestanden  zu  haben,  in  denselben
  übernommen  werden,  kann  eine  durch  die  oberste  Reichsbehörde  festzusetzende
Vergütung  für  die  Dienstantrittsreise  und  im  Fall  der  dauernden  Uebernahme
eine  in  gleicher  Weise  festzusetzende  Vergütung  für  Umzugskosten  gewährt  werden.
Diese  Vergütungen  sollen  nur  ausnahmsweise  bewilligt  werden  und  dürfen  die
Sätze  nicht  übersteigen,  welche  die  Stellung  bedingt,  in  welche  der  Beamte
berufen  wird.

Artikel  2.

Hinter  §.  5  und  §.  17  der  Verordnung  vom  21.  Juni  1875  sind  folgende
Bestimmungen  einzuschalten:  
§.  5a.

Für  Wegestrecken  oder  Umwege,  welche  lediglich  zum  Zwecke  der  Uebernachtung
  nach  anderen  Orten  als  dem  Orte  des  Dienstgeschäfts  gemacht  werden