Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen auf das Jahr 1905. (89)

405

Pffarreien  und  Beneficien
Erledigungen.

Im  Mainkreise:
1)  Die  Pfarrei  Volsbach.

Durch  die  Versezung  des  Dechants  und
Pfarrers  zu  Bolsbach,  Johann  Beockelt,
auf  die  Pfarrei  Staffelstein"),  ist  die  Pfarrei
  Volsbach  erledizet  worden.  6

Diese  Pfarrei  liegt  in  der  Diöcese  a
berg,  dem  Dekanate  Gösweinstein,  und  um
Bezirke  des  Landgerichts  Hollfeld.  Die
Seelenzahl  dieser  Pfarrei  beläuft  sich  auf
757,  in  einem  Umkreise  von  14  Stunden;
dem  Pfarrer  ist  kein  Hilfrriester  beigegeben,
  auch  sind  keine  Filial  Kirchen  mit  der
Parrei  verbunden.  Der  Ertrag  derselben
berechnet  sich  an  Geld  und  Naturalien  auf
530  fl.

Im  Regenkreise:
)  Die  Pfarrei  Oberweiling.

Die  Pfarrei  Oberweiling,  im  Landgerichte
  Parsberg,  ist  durch  das  Hinscheiden
des  Pfarrers  Georg  Wölfl  zur  Erledigung
gekommen.

Sie  zählt  in  ihrem  Umfange  640  Seelen,
  welchen  der  Pfarrer  allein  vorsieht.
Die  jährlichen  Renten  fließen  aus  dem  Ertrage
  der  Widdumgründe  zu  620  fl.,  der
Jehenten  zu  100  fl.  32  kr.,  der  Laudemien
zu  21  fl.  àI  kr.,  und  der  Stolgefälle  einschlüßig
  der  Jahrtäge  zu  01  fl.  47  kr.  Die
beständigen  jährlichen  Lasten  belaufen  sich
auf  60  fl.  2  pf.

)  (ESE.  307.)

406

Die  Pfarrgebände  befinden  sich  in  gutem
baulichen  Zustande.

Im  IFsarkreise:
#8s)  Das  Kurat  Benefirium  Brunen.

Das  Kurat  Benesicium  zu  Brunen,
bandgerichto  Schrobenh#usen,  un  Bisthume
Augsburg,  ist  erlediget.

Die  bei  demselbem  zu  pastorirenden  Gemeinden,
  drei  Dörfer,  betragen  312  Seelen.

Im  Orte  Brunen  ist  auch  eine  Schule.

Die  Nenten  belaufen  sich  auf  368  fl.
Die  Lasten  auf  51  fl.  384kt.

Beiträge.
(Zu  dem  Militär  Invaliden  Fonde.)

Von  dem  Posthalter  Keller  in  Schweinfurih
  wurden  zum  Militär  Jnvaliden  Fonde
45  fl.  55  kr.  als  eine  Schuldforderung  cedirt,
  welche  nunmehr  eingegangen,  und  zu
gedachten  Fond  vereinnahmt  worden  sind.

Welches  hiedurch  nebst  öffentlicher  Danksagung
  zur  allgemeinen  Kenntniß  gebracht
wird.

Munchen  den  r8.  Juni  1815.

Der  Vater  des  vermißten  Gemeinen  des
vierten  Chevaurlegers  Regiments  (König),
Jakob  Resch  aus  Hôfel,  hat  als  nächsier
Erbe  auf  das  Löhnungs  Guthaben  seines
Sohnes  zu  Gunsten  des  Militär  Juvaliden-Fonds
  Verzicht  geleistet.  «

Nachdem  dasselbe  mit  eilf  Gulden  zehn
sechs  Kreuzer  vier  Heller  zum  Militaͤr  Invaliden
  Fond,  jedoch  vorbehaltlich  der  durch