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auf's Waschen legen wuͤrde; man solle ihm eine andere zuweisen.
Der Pabst setzt eine Praͤmie von 1000 Dukaten aus,
die selbst der Thäter, wenn er sich selbst angeben würde,
haben solle, mit der Zusage, daß ihm nichts am Leben geschehe.
Der Tropf gibt sich selbst an. Sirtus thut ihm
nun zwar nichts am Leben, läßt ihm aber erst die Augen
ausstechen, und dann die 1000 Dukaten ausgzahlen.
Als Herr des Kirchenstaats und italienischer Fürst sollte
er das Gleichgewicht in Italien zwischen Spanien und Frankreich
halten, und war als solcher äußerst schätzbar. Er war
kein alter kränklicher Mann, sondern frisch und gesund, hätte
seiner natürlichen Bestimmung nach noch länger als fünf
Jahre regieren können, wenn ihm das Leben nicht so abgekürzt
worden wäre, als dem andern großen Franziskaner in unserm
Jahrhundert, Ganganelli. Eine der ersten Regierungsanstalten,
die er machte, betraf die Banditen. Es war ein
großer Mißbrauch der rdmischen Regierung, daß, sobald der
neue Pabst publicirt wurde, man die Gefängnisse dffnete und
die Missethäter losließ. Das war so gangbar geworden, daß,
wenn in Rom bekannt war: morgen werde die geschehene
Wahl des Pabstes allgemein durch die Kanonen der Engelsburg
publicirt werden, sich oft zweihundert Missethäter einsiecken
ließen. Auch wie man hörte, Cardinal Felir Peretti
solle Pabst werden, lief eine Menge Missethäter, gab
sich an, sich einen Tag einsperren zu lassen und dann die
Freiheit von aller Strafe zu erlangen. Der Gouverneur selbst
rieth manchem Banditen, sich einsetzen zu lassen. Wie der
Gouverneur aber zum Pabst kommt, den Befehl zur Eroͤffnung
der Gefänguisse abfordert, erwiedert dieser: die Gerechtigkeit
und nicht die Gnade solle die Gefängnisse leer machen.
Statt daß sonst am Krdnungstage Alles pardonnirt
wurde, ließ er in verschiedenen Gegenden der Stadt Misse-