Metadaten : Spittler’s sämmtliche Werke. Elfter Band. (11)

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dabei  gewesen  seyen.  Sein  Instrument,  das  er  vor  sich  hatte,
enthielt  die  Zeugen  nach  Vor-  und  Zunamen.  Er  versichert,
daß  Alles  mit  Vettern  und  Ständen  vorher  reiflich  erwogen
worden  sey  —  mit  den  Ständen  in  der  Pfalz!  Er
ruft  feierlich  zum  Widerrufe  einen  damaligen  Gelehrten  auf,
der  Frehers  Autorität  gefolgt  war,  an  Friedrichs  Ehe  gezweifelt
  hatte,  und  höchsteus  vielleicht  noch  eine  morganatische
Ehe  zugeben  wollte.  Nichts  schien  dem  Reinhardischen  Beweise
  zu  fehlen,  daß  Graf  Ludwig  von  Löwenstein  in  rechtmäßigster
  Ehe  rechtmäßig  gezeugt  worden  sey.  7)  Nichts,
als  daß  der  Mann  nicht  einmal  wie  eine  Frau  zu  rechnen
wußte!

Er  ließ  die  Trauung  den  19.  Oktober  1462  geschehen,
und  ließ  doch  seinen  Grasen  Ludwig  von  Ldwenstein,  für
dessen  unbefleckte  Empfängniß  er  bekümmert  war,  noch  in
eben  demselben  Jahre  geboren  werden.

Ihm  war  bange  für  die  jungfräuliche  Ehre  der  Stammmutter
  des  Liwensteinischen  Hauses.  Er  ließ  deßhalb  den
19.  Oktober  1462  eine  Trauung  vorgehen,  und  doch  noch  in
eben  demselben  Jahre  schon  den  zweiten  Sohn  an'és  Licht
kommen.

*)  Duxit  ergo,  heißt  es  in  der  Genealogia  Comitum  a  Löwenstein,
  re  prius  cum  Philippo  arrogato  certisque  gentilibus
Ordinibusque  mature  deliberata,  nobilissimam  feminam  Claram
  a  Tettingen,  camque  accepit  uxorem,  praesentibus  Philippo
  Palatino  Wormatiensi  et  Georgio  Spirensi,  Nobilibus
vero  Theoderico  Sickingensi,  Jacobo  Helmstadio,  lleorico
Cancellario  allisque  compluribas,  ducmadmodum  ipsius  Friderici
  matrimoniales  litterae  scriptae  Heidelbergae  die  Martis
post  lestum  Calli  anno  MCDLXll  attestantur.  Ut  proinde
falsi  et  in  gentem  Leostenianam  illustrissimam  injuriosi  sunt,
qui  etc.