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nicht noch sieben Jahre nach ihrem Sturz Minister geblieben
seyn.
Indeß erschien kurz nach jenen Ereignissen in Rom die
Bulle, die gewiß der Geist Gottes dem heiligen Vater eingegeben
hat; denn sie enthielt die größten Lobsprüche auf den
Jesuiten-Orden, daß man sieht, wie der Vater seinen Söhnen
recht ausführlich sagen wollte, was der Orden für große
Verdienste um die Kirche und den Staat habe. Es wird
darin der Orden auf's Neue bestätigt. Sie schienen vollkommen
darüber beruhigt zu seyn, daß sie zu Rom des Pabstes
und scines Staatssekretärs sich versichert hätten. Mit einem
Male aber brach das Gewitter an einem Ort aus, wo sie sich
nichts weniger vermuthet hatten, als Nachahmung des Auftritts
in Lissabon, als Nachahmung der Scene in Paris.
In Spanien, wo sie bis jetzt Beichtvaͤter bei Hofe
gewesen waren, noch kurz vorher in einem Traktate mit Portugal
den größten Einfluß gehabt hatten, bricht mit einem
Male der Sturm über sie aus. Der König Karl III., gezwungen
durch das Mißvergnügen seiner Nation, hatte den
Marquis von Squillens wogschicken müssen, und den
Marquis von Aranda zu seinem ersten Minister gemacht;
einen Soldaten, so daß alle Civil= und Milirärgewalt in ihm
sich vereinigte, überdieß einen Mann von festen, aber grausamen
Gesinnungen, der auch in gewissen Verbindungen sich
befand, die, so still sie damals waren, dem Jesuiten-Orden
außerordentlich entgegen arbeiteten. Ehe er noch ein Jahr
Minister ist, schickt er in alle Städte des Königreichs, wo
sich Collegien der Jesuiten befanden, geheime, versiegelte
Ordres aus, mit dem ausdrücklichen Befehle, bei hoher Strafe
Niemand von ihrem Daseyn zu sagen; diese sollten in Gegenwart
gewisser Personen an einem gewissen Tage entsiegelt
werden, mit solcher Vorsicht, daß man deutlich sah, wie er