Hypothelenrechtliche Fragen. 243
betrifft, und dem rechtskräftigen Urtheile auch Veränderung
der Umstände und neue Thatsachen, durch welche
die Einschreibung aufgehoben wird, aufgeführt werden.
Daß es sich aber im gegenwärtigen Falle um keinen dieser
beiden letzteren Löschungsgrlinde handelt, lassen die von
Gönner bei Erörterung derselben angeführten Beispiele
ersehen.
Von den Beschwerdeführern ist übrigens auch gar
nicht angegeben worden, wie die von ihnen begehrte
Löschung in das Hypothekenbuch eingetragen werden sollte.
Die Löschung besteht in der Eintragung einer Thatsache
in das Hypothekenbuch, durch welche eine vorhergehende
Einschreibung gänzlich aufgehoben wird; jene
Thatsache ist der Erlöschungsgrund, dessen Eintragung
in das Hypothekenbuch ist die Löschung (Gönners
Komm. Bd. 1 S. 582).
Die Ausführungen der Beschwerdeführer aber und
die von diesen vorgelegte Erklärung des früheren Vormunds
enthalten keinerlei Thatsache, welche gegenüber
dem primären Beschwerdeantrage als Erlöschungsgrund in
das Hypothekenbuch eingeschrieben werden könnte.
Wegen einer etwaigen Unvollständigkeit dieses Eintrages
könnte nicht die Löschung, sondern nur entsprechende
Ergänzung desselben beantragt werden. Es ist aber auch
das in dieser Richtung gestellte eventnelle Begehren der
weiteren Beschwerde unbegründet.
Nach dem eventuellen Beschwerdeantrage soll Ergänzung
des Hypotl heintrages dahin angeordnet werden,
daß der 9, jetzt verehelichten C., die Befugniß
zustehe, ohne Einvernahme der Fideikommißerben auch
über das fideikommissarisch gebundene Vermögen frei zu
verfügen. — — —
Das der . zustehende „Verwaltungsrecht“, auf
welches sich diese Verwahrung gründet, ist in das Hypothekenbuch
eingetragen worden. Das Recht der Verwaltung
eines Anwesens begreift das, die Befugniß zur
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