Contents : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuß Älterer Linie. 1904. (53)

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IV  Die  Ankunftsanstalt  ist  verpflichtet,  sich  der  Post  zu  bedienen:
u)  wenn  dies  ausdrücklich  vom  Absender  (vgl.  unter  II)  oder  vom  Empfänger
I.

)  verlangt  worden  ist

(vgl.  8  1  „Q
.  wenn  dieser  Anstalt  kein  schnelleres  Beförderungsmittel  zu  Gebote  steht.

V  Telegramme  jeder  Art,  welche  durch  die  Post  an  ihre  Bestimmung  gelangen,
  also  auch  solche,  die  postlagernd  niedergelegt  werden  sollen,  werden  von  der
Ankunftsanstalt  ohne  Kosten  für  den  Absender  und  für  den  Eupfänger  als  gewöhnliche
  Briese  zur  Post  gegeben.  Ausgenommen  sind  jedoch  folgende  Fälle:

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Telegramme,  die  als  eingeschriebene  Briefe  zur  Post  gegeben  werden
sollen,  sind  mit  der  vor  der  Adresse  niederzuschreibenden  Angabe
„Post  eingeschrieben“  oder  —  PR  -,  oder,  sofern  es  sich  zugleich
um  postlagernde  Telegramme  handelt,  mit  dem  Vermerk  „postlagernd
eingeschrieben“  oder  GCl'k  zu  versehen;  sie  unterliegen,  wenn  die
Brieje  innerhalb  Deutschlands  auszuhändigen  sind,  einer  vom  Absender
  zu  entrichtenden  Einschreibgebühr  von  20  Pf.  Diese  Einschreibgebühr
  von  20  Pf.  kommt  auch  bei  der  Auflieferung  aller  Telegramme
mit  Empfangsnzeige,  die  mit  der  Post  weiterbefördert  oder  postlagernd
  niedergelegt  werden  sollen,  zur  Erhebung,  da  derartige  Telegramme
  sicts  als  eingeschriebene  Briefe  zur  Post  gegeben  werden.

Telegramme,  die  einer  an  der  Grenze  gelegenen  deutschen  Telegraphenanstalt

  zur  Weiterbeförderung  mit  der  Post  nach  dem  Nachbargebiet
  oder  darüber  hinaus  übermittelt  werden  sollen,  ohne  daß
dic  über  die  Grenze  führenden  Telegraphenverbindungen  unterbrochen
sind,  werden  als  gewöhnliche  oderals  eingeschriebene  frankierte  Briese  zur
Post  gegeben,  je  nachdem  der  Absender  dies  durch  den  gebührenpflichtigen
  Vermerk  „Post“  bez.  „Post  eingeschrieben“  o#der  —PR  #  verlangt
  hat.  Die  vom  Absender  vorauszubezahlende  Gebühr  beträgt  im
ersten  Falle  20  Pf.,  im  zweiten  Falle  40  Pf.  Hat  der  Absender
keine  Postgebühren  im  voraus  entrichtet,  so  werden  die  Telegramme
der  Post  als  gewöhnliche,  nicht  frankierte  Briefe  übergeben.  Das
Porto  wird  dann  vom  Empfänger  eingezogen.

B.  Weiterbeförderung  durch  Eilboten.

VI.  Die  Kosten  für  die  Zustellung  von  Telegrammen  mittels  Eilboten  an
Empfänger  außerhalb  des  Ortsbestellbezirks  der  Bestimnmungs-Telegraphenanstalt
können  vom  Absender  durch  Entrichtung  einer  festen  Gebühr  von  40  Pf.  für  jedes  Telegramm
  vorausbezahlt  werden.  Der  Absender  hat  in  diesem  Falle  den  Vermerk.,  Eilbote  bezahlt,

  oder  —

vor  die  Telegrammadresse  zu  sehen.  Ferner  steht  es  dem  Absender

eines  Telegramms  mit  bezahlter  Ankwort  frei,  die  ctwa  entstehende  Eilbestellgebühr

für  das  Antwortstelegramm  nach  dem  Satze  von  40  Pf.  im  voraus  bei  der  Aufhabe

  des  Ursprungstelegraums  zu  entrichten.  Das  Ursprungstelegramm  ist  in  diesem
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