Suspenfiön der Bewelsfrist durch Berufung. 319
Kläger- hatte daß Urtheil der unteren, Instanz.
vom 9. Nov. 1858 durch das Rechtsmittel der.
Berufung angeforhten und zwar in doppelter Richtung,
indem er bat, zu erkennen, es sei die Streiteinlassung
der sämmtlichen Beklagten als pure
geschehen zu crachten und es habe zu dem dem
Kläger unter Ziff. 2 des Interlokutes bereits freigelassenen
Beweise den drei Beklagten gegennber noch
eine weitere Beweisauflage für ihn und zwar in
alternativer Stellung zu dem anderen Glicde des
Beweissatzes hinzuzutreten. Folgerichtig reihte er
an diese Bitte noch den weiteren Antrag, die unter.
Ziff. 3 den beiden milbeklagten Stiefgeschwistern
gemachte eventuelle Beweisauflage dahin? zu fassen,
daß für den Fall des alternativen klägerischen Beweises
die Beklagten (die Wittwe K. B. mit inbegriffen)
die daselbst artikulirte Thatsache“ zu erproben
haben. .«
Auv diesen Allgemeinen Umrissen der Berif.
ungbbeschwerden des Klägers ergibt sich, daß derselbe
in der That das ganze Urtheil erster Instanz.
angefochten und theils die Anerkennung der Begründung
der Klage in, der Richtung auch gegen
die Wittwe K. B. mit allen sich daraus ergebendenprozessnalen
Folgen, theils die Erweiterung der Beweisauflage
in sachlicher und Perfönlicher Beziehung
angestrebt hat.
Es läßt sich mit Grund nicht sagen, K ckläger
habe sich bei der Beweisauflage unter Ziff. 2 beruhigt;
dieser Theil des Erkenntnisses sei durch die
von ihm eingewendeten Bernfungsbeschwerden in
keiner Weise berührt worden oder stehe mit dem
Gegenstande jener Beschwerden in gar keinem Zusammenhange.
Denn Kläger hat zwar die Erheblichkeit
der zum Beweise- ausgesetzten Thatsache an
sich nicht bestritten und im Allgemeinen auch die
Fassung des Beweissatzes nicht beanstandet; allein