Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1907. (41)

--  556  --Aucun

  témoin,  duelle  due  scit  sa
nationalité,  qui,  citéc  dans  l’un  des
deux  pays,  Comparaitra  volontairement
  derant  les  juges  de  l’autre
pays,  ne  pourra  y  Eire  poursuiti
ni  detenn  pour  des  faits  ou  condamnations
  anterieus,  civilg  ou
criminels,  ni  sous  pretexte  de  com-Pliciteé
  dans  les  faits,  objets  du  proccs
Oun  il  figurera  comme  témoin.

Article  18.

Lorsdue,  dans  une  cause  Pénale
non  politidue,  instruite  dans  l’un  des
deux  Pays,  la  communication  de
Dieces  de  conviction  ou  de  documents,
  se  trounvant  entre  les  mains
des  autorités  de  Tautre  pays,  sera
Zugée  nécessaire  ou  utile,  la  demande

  en  sera  faite  par  la  voie
diplomatique,  et  on  y  donnera  suite,
à  moins  qdue  des  considerations  Particuliècres
  ne  8y  opposent  et  sous
Tobligation  de  renvoyer,  dans  le
plus  brel  delai  possible,  les  pièces
et  documents.

I.es  Gouvernements  contractants
renoncent  au  remboursement  dies
frais  oecasionnés,  dans  les  limites  de
leurs  territoires  respectils,  par  Tenvoi
et  la  restitution  des  Dieces  de  conriction
  ct  documents.

Article  19.

Les  deux  Gouvernements  s'engagent
à  se  communiquer  réciproquement.
sans  restitution  de  frais,  les  condamnations
  Dour  crimes  ou  ddlits  de
toute  espece,  qui  auront  été  prononcées
  par  les  tribunang  de  T’un
des  deux  Etats  contre  les  sujcts  de
Tautre.

Ein  Zeuge,  der  auf  Ladung  in  einem
der  beiden  Länder  freiwillig  vor  den
Richtern  des  anderen  Landes  erscheint,
darf  daselbst  —  ohne  daß  es  hierbei
auf  seine  Staatsangehörigkeit  ankäme  —
weder  wegen  früherer  zivil-  oder  strafrechtlicher
  Vorkommnisse  oder  Verurteilungen
  noch  unter  dem  Vorwande
der  Mitschuld  an  den  Handlungen,  die
Gegenstand  des  Verfahrens  sind,  worin
er  als  Zeuge  erscheinen  soll,  verfolgt
oder  in  Haft  genommen  werden.

Artikel  18.

Wenn  in  einer  nicht  politischen,  in
einem  der  beiden  Länder  anhängigen
Strafsache  die  Mitteilung  von  Überführungsstücken
  oder  Urkunden,  die  sich
in  den  Händen  der  Behörden  des  anderen
Landes  befinden,  für  notwendig  oder
nützlich  erachtet  wird,  so  soll  das  Ersuchen
dieserhalb  auf  diplomatischem  Wege
gestellt  werden  und  es  soll  ihm,  sofern
nicht  besondere  Bedenken  entgegenstehen,
stattgegeben  werden  gegen  die  Verpflichtung
  zur  möglichst  baldigen  Rücksendung
  der  Beweisstücke  und  Urkunden.

Die  vertragschließenden  Regierungen
verzichten  auf  den  Ersatz  der  Kosten,
die  ihnen,  je  innerhalb  der  Grenzen  des
eigenen  Gebiets,  durch  die  Hin-  und
Rücksendung  der  Beweisstücke  und  Urkunden
  verursacht  worden  sind.

Artikel  19.

Die  beiden  Regierungen  verpflichten
sich  zur  gegenseitigen  und  kostenlosen
Mitteilung  der  Verurteilungen  wegen
Verbrechen  oder  Vergehen  jeder  Art,
die  von  den  Gerichten  des  einen  der
beiden  Staaten  gegen  Angehörige  des
anderen  Staates  ausgesprochen  werden.