Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1909. (43)

3.  Gruppe  der
Sprengmittel.



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(2)  Der  Inhalt  eines  Behälters  darf  höchstens  25  kg  betragen.
(3)  Die  Behälter  müssen  die  deutliche,  gedruckte  oder  schablonierte  Aufschrift
„Nasse  Nitrokörper.  2.  Gruppe."  tragen.

2.  Chlorat-  und  Perchloratsprengstoffe  (b).

(1)  Die  Stoffe  müssen  patroniert  sein.  Die  Patronen  müssen  mit  Paraffin  oder
Zeresin  überzogen  oder  in  paraffiniertes  oder  zeresiniertes  Papier  eingeschlagen  und
durch  eine  feste  Umhüllung  von  Papier  zu  Paketen  bis  2½  kg  Gewicht  vereinigt  sein.
Die  Pakete  müssen  in  starke,  dichte,  sicher  verschlossene  Holzbehälter  fest  verpackt  sein.
In  dem  Behälter  etwa  leer  bleibende  Räume  müssen  mit  geeigneten  Verpackungsstoffen
derart  ausgefüllt  sein,  daß  sich  die  Pakete  nicht  bewegen  können.  Zum  Zusammenfügen
der  Wände  der  Behälter  verwendete  eiserne  Nägel  müssen  verzinkt  sein.

(2)  Der  Inhalt  eines  Behälters  darf  höchstens  25  kg  betragen.

(3)  Die  Behälter  müssen  eine  den  Inhalt  deutlich  kennzeichnende  Aufschrift
„Chloratsprengstoff  (Name)."  oder  „Perchloratsprengstoff  (Name)."  „2.  Gruppe."  tragen.

3.  Nitrierte  Chlorhydrine  (c).  sind  in  starke,  dicht  verschlossene  Metallgefäße  zu  verpacken,

  die  nur  bis  zu  9/10  ihres  Fassungsraums  gefüllt  sein  und  nicht  mehr  als  25  kg
nitrierte  Chlorhydrine  enthalten  dürfen.  Jedes  Gefäß  ist  einzeln  in  einen  starken  Holzbehälter
  mit  Sägemehl  so  einzusetzen,  daß  es  überall  von  einer  mindestens  10  cm  starken
Schicht  des  Verpackungsstoffs  umgeben  ist.  Die  Aufschrift  des  Holzbehälters  hat  zu
lauten:  „Nitriertes  Chlorhydrin.  2.  Gruppe."

1.  Organische  Nitrokörper  und  Gemenge  von  solchen  (a).

Verpackung  wie  bei  den  organischen  Nitrokörpern  der  1.  Gruppe  (b).  Die  Aufschrift
  auf  den  Gefäßen  hat  zu  lauten:  „Nitrokörper.  3.  Gruppe."  

Schießbaumwolle  und  Kollodiumwolle  (b).

(1)  Die  Stoffe  müssen  wasserdicht  in  haltbare  Holzbehälter,  die  keine  eisernen
Reifen  oder  Bänder  haben,  so  fest  verpackt  sein,  daß  der  Inhalt  sich  nicht  reiben  kann.
Außer  den  Holzbehältern  sind  auch  sogenannte  amerikanische  Pappefässer  zulässig.  Die
Behälter  dürfen  nicht  mit  eisernen  Nägeln  verschlossen  sein.

(2)  Mit  Paraffin  überzogene  Patronen  mit  oder  ohne  Zusatz  von  30  bis
50  Prozent  Kali-  oder  Barytsalpeter  sind  vor  dem  Einlegen  in  die  Behälter  durch  festes
Umschlagpapier  zu  Paketen  zu  vereinigen.

(3)  Die  Behälter  müssen  die  deutliche,  gedruckte  oder  schablonierte  Aufschrift:
  „Schießbaumwolle.  (oder  „Kollodiumwolle.  oder    „Schießbaumwollpatronen.)  3.  Gruppe."
tragen.

3.  Chlorat-  und  Perchloratsprengstoffe  (c).

(1)  Die  Stoffe  müssen  patroniert  sein.  Die  Patronen  müssen  mit  Paraffin
oder  Zeresin  überzogen  oder  in  paraffiniertes  oder  zeresiniertes  Papier  eingeschlagen  und
durch  eine  feste  Umhüllung  von  Papier  zu  Paketen  bis  2½  kg  Gewicht  vereinigt  sein.
Die  Pakete  müssen  in  starke,  dichte,  sicher  verschlossene  Holzbehälter  fest  verpackt  sein.
In  dem  Behälter  etwa  leer  bleibende  Räume  müssen  mit  geeigneten  Verpackungsstoffen