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2. Der eigentlich geschicht liche, der die volitische, kirchliche
und Schulgeschichte enthält.
3. Der kultur= und sittengeschichtliche. Der erste
kann natürlich nicht zu umfangreich, der letztere aber follte ja nicht
zu stiefmütterlich behandelt werden. Er ift ein Hauptteil.
Eine ähnliche ausführliche Stosfeinteilung:
a) Geschichte der Dorfflur: Größe, Topographie der
Gemarkung,: Siedelungsform: Allmende; Holz, Wasser,
Weide, Arten und Entwicklung der Ackernutzung, alte Wege;
Verkoppelung:; Naturschönheiten; Bemerkenswerte Bäume
und Steine (z3. B. erratische Blöcke, Verkehrtlinden, Zwieselbäume):
Aussterbende Bäume (Eibe, Elsbeere); Meliorationen;
b) Geschichte der politischen Entwicklung: Sou.
veränität; Kriege; Aufstände: Denkmäler; Wappen;
c) Geschichte der rechtlichen und wirtschaftlichen
Entwicklung: Lehns- und Hörigkeitsverhältnisse;
Rechtsprechung; alte Gerichts. und Richtstätten; Abgaben
und Steuern; Gemeinde- und Privateinkünfte; wirtschaftliche
Lage und Verkehrsverhältnisse; Wirtschaftserträge;
Hausmarken;
d) Geschichte der sozialen Entwicklung: Besitverhältnisse:
Gerechtsame: Gemeindeordnung: Dienstboten:
Erfolge; Nahrungsstand: Wirtshaus:; Körperbau; Zuzug:
Familiengeschichte: Kindererziehung;
e) Geschichte der geistigen Entwicklung: Kirche:
Schule: Sekten; berühmte Leute: Anteilnahme an geistigen
Bewegungen; Lehrbefriedigung:
) Geschichte der kulturellen Entwicklung: Vorceschichtliche
Grab- und Kultusstätten, daraus bezügliche
Sagen und Gebräuche; Trachten: Bauten; zu beachten find
Rund- und Schleifrillen an den Kirchen; Architektonik:
Gesundheitspflege; Bildschmuck in Haus und Kirche; Kunstund
Hausfleiß; Werkzeuge: Geräte: Schmuck; Waffen:
Möbel; Schnitzerei; Essen und Trinken:
6o) Geschichte der ethisch= in dividuellen Entwicklung:
Sitte und Unfitte: Inschriften; Lied, Gesang
und Spiel: Aberglaube; Fefte: Sprache: Dorf- und Volkscharakter;
Neckereien; Spottnamen: Dorffriedhof.
Wie kann die Ortsgeschichte ihren Zweck ausführen? Selbstverständlich
nur, wenn sie zur Kenntnis der Gemeinde kommt. Dies
geschieht am besten anchtt in Familienabenden durch Vorträge.
Es gibt keinen besseren, interessanteren und dankbareren Stoff für
diese, als den ortsgeschichtlichen. Aber das gesprochene Wort verfliegt,
littera scripia manetl; deshalb suche man sie gedruckt in die