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sich mit der vielfach gemeldeten Ernennung zum türkischen
Marschall verhalte, antwortete der General:
„Nun, damit man es einmal weiß: zum türkischen Marschall
bin ich schon vor vierzehn Jahren vom Sultan ernannt
worden.“
Tatsächlich begab sich General von der Goltz im nächsten
Monat (Juli 1909) nach Konstantinopel, wo er bis zum Januar
1910 blieb, um allerdings wenige Monate später wieder nach
der Türkei zu reisen. Dort übernahm er die Gesamtleitung
der eben in der Durchführung begriffenen Heeresreform. Als
am 25. Mai 1910 die Jahrhundertfeier der Unabhängigkeit Argentiniens
stattfand, fiel dem General von der Goltz die ehrenvolle
Aufgabe zu, das Deutsche Reich bei den Festlichkeiten in
Buenos Aires zu vertreten. Im Oktober 1910 begab er sich
abermals nach der Türkei, um die weitere Durchführung der
Heeresreform in die Wege zu leiten. Nach seiner Rückkehr
nach Deutschland erfolgte am 1. Januar 1911 seine Beförderung
zum Generalfeldmarschall.
Von den Werken, die der Feder des Generals entstammen,
haben außer den bereits oben genannten noch folgende eine
größere Verbreitung gefunden: „Das Volk in Waffen“, das
wahrend weniger Jahre viele Auflagen erlebte; „Roßbach und
Jena“; „Ein Ausflug nach Makedonien“; „Kriegsführung,
kurze Lehre ihrer wichtigsten Grundsätze“; dieses Werk erregte in
militärischen Kreisen ganz besondere Aufmerksamkeit. Die Neuauflagen
erschienen unter dem Titel „Krieg= und Heerführung“.
Außerdem kennen wir seine „Anatolische Ausflüge“; „Der
thessalische Krieg und die türkische Armee“; „Von Jena bis
Preußisch-Eylau, des alten preußischen Heeres Schmach und
Ehrenrettung“, sowie seine ausgezeichnete „Kriegsgeschichte
Deutschlands im 19. Jahrhundert“. Neben diesen Werken
größeren Umfangs sei auch der vielen politisch bedeutsamen
Artikel gedacht, die aus der Feder des Freiherrn von der Goltz
vor allem in der „Neuen Freien Presse“ und in der „Deutschen
Rundschau“ erschienen.