Full text : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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motoren  von  ungleicher  Größe  wandern  von  Hof  zu  Hof  zum  Antrieb
von  Dreschmaschinen,  Schrotmühlen,  Schneidemaschinen  uswm.  Die
Leitung  ist  überall  zum  beliebigen  Anschluß  vorhanden.  Ein“  großer
Dreschsatz  mit  Strohprefse  drischt  auch  monatelang  für  5  M.  pro  Stunde
das  Getreide  der  nichtangeschlossenen  Kleinbesitzer  des  Dorfes  und  der
Nachbardörfer.  Elektrisch  erleuchtet  werden  die  Gehöfte,  Wohnräume
und  Ställe  der  Genossenschafter.  Der  Betrieb  hat  sich  als  durchaus  einträglich
  bewährt,  obwohl  keine  Wasserkraft  da  ist,  sondern  die
elektrische  Energie  durch  Dampfmaschinen  mit  Steinkohlenfeucrung  erzeugt
  wird.  Eine  Anlage  für  Beleuchtungszwecke  allein  dürfte  sich
imrentabel  gestalten.  Ein  tüchtiger  Maschinist  ist  auch  ausreichend  für
die  Licht.  und  die  Krafterzeugung.  —  Im  Bezirk  von  Ochsenfurt
in  Bayern  haben  Gutsbesitzer  in  der  Nähe  des  Ortes  Bütthard  in  Unterfranken
  ein  kößeres  Elektrizitätzwert  errichten  lassen,  das  ausschließ-|#
  landwirtscha

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100  —  Dampf  zum  Betrieb  der  elektrischen
Maschinen  erhalten  werden.  Der  Strom  wird  als  Drehstrom  mit  65000
Volt  Spannung  nach  den  Marktflecken  Bütthard  und  Laudenbach,  sowie
nach  den  Dörfern  Gützingen,  Simmringen,  Bernsfelden  und  Nassau  geleitet,
  wo  er  die  verschicdenartigste  Verwendung  findct.  Elektromotoren
dienen  zum  Betriebe  von  Dreschmaschinen,  Juteerschneidemaschinen
Schrotmühlen  usw.  Die  Elektromotoren  sind  fahrbar  eingerichtet  und
können  von  jedermann  durch  bewegliche  Zuleitungsdrähte  mit  einer  der
Anschlußstellen  verbunden  und  in  Betrieb  gesetzt  werden.  Auch  das
clektrische  Licht  wird  wegen  seiner  größeren  Feuersicherheit  für  ländliche
Gebäude  immer  mehr  benurtzt.

Die  Beispiele  zeigen,  daß  sich  die  Anlage  elektrischer  Kraftzentralen
  auf  dem  Lande  auch  da  lohnt.  wo  keine  Wasserkraft  zur
Verfügung  steht!

Im  Rheingaukreise  ist  durch  Vermittlung  des  Landrats  nach
einem  Vertrage  mit  der  Allgem.  Elektrizitätsgesellschaft  in  Eltville  eine
Hauptzentrale  geschaffen,  der  sich  von  den  25  Gemeinden  des  Kreises  15  mit
*½2000  Einwohnern  angeschlossen  haben,  so  daß  nur  noch  10  kleine  Gemeinden
  mit  ctwa  6200  Einwohnern  der  Möglichkeit  entbehren,  sich  die
Annehmlichkeit  elcktrischer  Belcuchtung  und  Kraft  zu  verschaffen.  Auch
der  Kreis  Hoerde  hat  die  Versorgung  seiner  Insassen  mit  elektrischer
Energie  in  Angriff  genommen,  während  der  Kreis  Krefeld  die
Versorgung  der  Gemeinden  mit  elektrischem  Strom  zu  Licht-  und  Kraftzwecken
  bis  auf  die  entferntesten  Höfe  zu  Preisen,  wic  sie  keine  Großstadt
  billiger  hat.  vertraglich  gesichrrt  hat.  („Aus  der  soz.  Tätigkeit  der
preus  Kreisverwaltungen“,  S.  90.)

urchweg  gute  Erfabrungen  hat  man  auch  mit  der  Anwendung
der  mim  in  manchen  Zweigen  der  ländlichen  Hausludustric  gemacht,
  besonders  in  der  schwer  bedrängten  Hausweberei.  So  beitd¾-
  in  i*  Basel-Land,  im  Loire-Gebiet,  in  den  Landaller

  eite  und  e,  dei  sich  eren  aus  der  i  aller
Arbeiter  an  einem  On  ergaben.  Wie  Pfarrvikar  Schuster  Säckingen
im  Land  (XVI,  131)  rsbell,  hat  die  Sache  freilich  da  und  dort  einen