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pflege, ausgebreitete Fürsorge für skrofulöse und kränkliche
deutsche Kinder in den Kinderheilstätten, Jugendfürsorge= und
Jugenderzzehungspflege, besonders Waisenpflege, Kinderbewahranstalten,
Jungfrauenvereine und Arbeitsschulen für deutsche Mädchen,
Stipendiensonds zu Ausbildungs- und Ecziehungezwecken für
schulentlassene Deutsche, Armenpflege usw. Volksbildungsbestrebungen,
wie Büchereien und Unterhaltungsabende zum Zusammenschluß
der Deutschen in polnischen Bezirken.
Charitas-Verband für das katholische Deutschland. Direktorium
in Freib urg i. Br. Präsident: Geistl. Kat Dr. Werthmann,
Freiburg i. Br. Gegründet in Köln 1897. Vereinigung
von Katholiken aller Stände, sowie aller charitativen Anstalten
und Vereine zur Förderung organisierter Wohlfahrtspflege und
Arbeit in Werken der Nächstenliebe. Der Verband erstrebt Grün.
dung von Lokal- und Diözesan-Charitas-Komitees in Stadt und
Land mit Anlehnung an die kirchlichen Organisationen, Ordensgenossenschaften,
Vincenz- und Elisabethvereine usw., wirkt daneben
aber auch mit allen anderen konfessionellen oder interkonfes.
sionellen Wohlfahrtsbestrebungen an der Förderung der lokalen
Wohlsahrtseinrichtungen. Im einzelnen hat der Verband bis jetzt
befördert: die ländliche Krankenpflege, Ausbildung von freiwil.
ligen ländlichen Krankenpflegerinnen, Gründung von Haushaltungsschulen
für arme Landmädchen (im Westerwald), Fürsorge
für Dienstboten und für die Jugend beiderlei Geschlechts. Mädchenschutz,
Arbeitsnachweis, Auskunftsstellen usw. Er hält jährlich
Charitastage ab, regt Diözesan-Konferenzen an und gibt Schristen
heraus, darunter das Organ „Charitas“.
Volksverein für das katholische Deutschland. Zentralstelle in
München-Gladbach. Vorsitzender: Fabrikbesiter Franz Brandt
(M.--Gladbach), Generaldirektor: Land- und Reichstagsabg. Dr.
Aug. Pieper. Gegründet 1890 zu Köln. — Zweck des Vereins ist
Förderung einer Sozialreform auf christlicher Grundlage durch
Belehrung der weiten Volkskreise über die aus der neuzeitlichen
Entwickelung erwachsenen sozialen Aufgaben und durch Schulung
zur praktischen Mitarbeit an der geistigen und wirtschaftlichen
Hebung aller Berufsstände. Dementsprechend klärt der Volksverein
die ländliche Bevölkerung auf über die wirtschaftliche Entwickelung
und die Stellung der Landwirtschaft innerhalb der Volkswirtschaft,
über die notwendigen Reformmaßnahmen, mögen diese
zufallen der Gesetzgebung, der Vervollkommnung des Betriebs, der
genossenschaftlichen Selbsthilfe, dem Versicherungswesen, der Befähigung
zur persönlichen Tüchtigkeit, der Hebung der Lebenshaltung
usw. Er fördert die ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege
durch Fürsorge für die Jugend, durch Unterstützung der
Bildungsbestrebungen und der Maßnahmen auf dem Gebiete der
Ernährung, der Wohnungs-, Kleidungs-, Gesundheitspflege usw.
In Versammlungen, deren schon ca. 3000 abgehalten wurden,