Full text : Wegweiser für Ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege.

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jeden,  der  unser  Buch  in  die  Hand  bekommt,  bitten,  an  seinem
Teile  mitzuhelsen,  diese  Sonntagsblätter  mit  Artikeln  über  unsern
Verein  und  das  Glück  auf  dem  Lande,  das  er  gern  bringen  möchte,
zu  versorgen.

Zwar  wird  das  Sonntagsblatt  ja  auch  vorwiegend  von  Landlenten
  gehalten,  näher  aber  steht  uns  doch  seiner  ganzen  Art  nach
das  ländliche  Gemeindeblatt.  Die  Gemeindeblattsache  ist  noch  in
der  ersten  Eutwicklung  begriffen,  aber  sie  hat  doch  in  kurzer  Zeit
einen  solchen  Aufschwung  genommen,  daß  sie  voraussichtlich  einen
sehr  großen  Umsang  annehmen  wird,  und  wir  gerade  von  ihr  eine
große  Förderung  unserer  Sache  erwarten  dürfen.  Hinter  den
Gemeindeblättern  stehen  nämlich  Persönlichkeiten,  die  einerseits
mit  den  Lesern  als  ihre  Pastoren  die  engste  Fühlung  haben,  andrerseits
  aber  in  der  Regel  die  treuesten  Freunde  und  Mitarbeiter
unseres  Vereins  und  seiner  Bestrebungen  sind,  und  so  die  Gewähr
bieten,  daß  sie  die  Landleute  dahin  beeinflussen  werden,  auf  die
Wohlfahrts-  und  Heimatpflegebestrebungen  einzugehen,  denn
darauf  kommt  doch  eben  für  uns  alles  an,  unser  Landvolk  willig
zu  machen,  daß  es  sich  helsen  läßt.  Die  Veranlassung  zur  Heraus.
nabe  dieser  Gemeindeblätter  gab  die  Erkenntnis  der  Begründer,
ansschließlich  Pastoren,  daß  sie  durch  die  Predigt  und  Seelsorge  doch
nur  immer  an  einen  kleinen  Teil  der  Gemeinde  herankommen,  und
man  den  Versuch  unternehmen  müsse,  die  Presse  zu  Hilse  zu
nehmen,  um  alles,  was  man  der  Gemeinde  zu  sagen  hat,  mit
einem  Male  in  sämtliche  Häuser  zu  bringen.  Es  kam  wie  von
selbst,  daß  die  Blätter  nur  in  vereinzelten  Fällen  kirchliche  blieben
und  sosort  auch  das  ganze  soziale  Leben  der  Gemeinde  zum  Gegenstande
  der  Erörterung  machten.  Je  mehr  das  geschieht.  desto
wertvoller  wird  ihr  Einfluß  auf  das  gesamte  Leben  der  Gemeinde
  sein.

Das  erste  ländliche  Gemeindeblatt  gab  vor  16  Jahren  Pastor
Habermann-Zwinge  am  Harz  heraus,  ohne  zunächst  einen  Nachfolger
  an  anderen  Orten  zu  finden.  Aber  seit  etwa  4  Jahren  regt  sich's
auf  einmal  im  Westen  und  Osten,  Norden  und  Süden.  Nach  dem  von
OHabermann  gegebenen  Vorbilde  entstanden  eine  ze  Angahl  von
kirchlichen  Gemeindeblättern.  Als  mustergültig  erwähnen  wir  u.  a.  die
unserer  Mitarbeiter  Dekan  Nuzinger=  Gutach,  Pastor  Hinden
lang-Scxau  (beide  in  Baden),  sowie  Pastor  Busch-Gr.  Schtvirsen
(Pommern),  ferner  die  von  Pastor  Hunzinger-Schaafheim  (Grh.
Hessen),  Pastor  Knopf-Bevern  (Braunschweig),  Superint.  Möller.
Langenweddingen,  (Prov.  Sachsen),  Pastor  Swierczewski-St.
Ulrich  (Bez.  Halle.),  Pastor  Kampffmeier-Geibsdorf  (Schlesien).
Pastor  Schmidt-Kreibau  (Schlesien),  die  Gemeindeblätter  der  Synoden
Kammin  und  Greifenberg  (Pommern),  Herausgeber  Pastor  Knak-Ribbekardt
  und  Strecker,  Fritzow,  und  das  der  Synode  Tennstedt,
(Prov.  Sachsen),  Hevausgeber  Pastor  Walther-Kirchheilingen.  Nach
diesen  muß  sich  ein  jeder  richten,  der  ein  Gemeindeblatt  beginnt,  und
daß  recht  viele  bald  mit  einem  solchen  beginnen  möchten,  ist  unser
Wunsch.  Ic  mehr  sie  eingeführt  werden,  desio  größere  Fortschritie  wird
die  Wohlfahrts=  und  Heimatpflege  machen,  1  schon  dadurch,  daß  das