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Die Größenverhältnisse sind: holländisch 397, englisch 229 und
deutsch 181 Tausend, genauer 181 659 qkm, ohne die vorliegenden
Inseln. Durch kaiserlichen Schutzbrief vom 17. Mai 1885 wurde diese
Erwerbung mit allen Rechten der genannten Gesellschaft übertragen, der
sich die Deutsche Handels= und Plantagengesellschaft der Südsee und die
Firma Hernsheim und in einem späteren Stadium die kapitalkräftigere
Astrolabe-Gesellschaft anschlossen. Nur die Regelung der internationalen
Beziehungen verblieb einstweilen dem Reich.
Am 5. November 1885 wurde Finschhafen, später der gesündere
Friedrich-Wilhelmshafen Sitz der Verwaltung unter einem Landeshauptmann.
Weitere Stationen sind Hatzfeldt-Hafen, Stephansort,
Erima, Jomba, Marago. Etwa in der Mitte der Küste liegt
die große Astrolabe-Bai mit mehreren guten Häfen, dem Konstantin-Hafen,
Friedrich-Wilhelmshafen, Prinz-Heinrich-Hafen, und an der
Nordgrenze die Humboldt-Bai. Es fehlte auch hier dem deutschen
Kapital, welches den Geburtsfehler der zu teuren Entstehung nicht verleugnen
kann, die nachhaltige Kraft. Die Ausgaben betrugen 1891
allerdings 8 Millionen Mark, denen nur geringe Einnahmen, etwa
600 000 Mark, gegenüberstanden, so daß sich endlich am 1. April 1899
das Reich ins Mittel legte und die Verwaltung und Landeshoheit wieder
übernahm.
Auch äußere Ursachen wirkten zu diesem Versagen der privaten
Kräfte mit. Die übrigen Kolonien ziehen einen großen Teil ihrer Einnahmen
aus dem Tauschhandel mit den Eingeborenen. Auf Neu-Guinea
versagte diese Einnahmequelle. Die Eingeborenen entzogen sich jedem
Verkehr mit den neuen Gebietern. Dazu kam, daß außer einer geringen
Ernte von Kokosnüssen, Trepang, Perlmutter usw. nennenswerte Tauschartikel
nicht vorhanden sind. An die kostbaren Hölzer in den die Gebirge
bedeckenden Urwäldern konnte man zu jener Zeit noch nicht heran. Der
gangbarste Wertmesser scheint in den Bälgen der Paradiesvögel zu bestehen,
die dieser und den vorliegenden Inseln des Bismarck-Archipels
ausschließlich eigen sind. In solchen entrichtet z. B. der holländische Teil
der Bevölkerung seinen Tribut an den Sultan von Tibora; auch ist das
Bild dieses Vogels den von der Astrolabe-Gesellschaft geschaffenen
Münzen (Neu-Guinea-Mark aufgeprägt. Diese Gesellschaft versuchte sich
im Plantagenbau. Mit Hilfe von chinesischen Kulis, Javauern und
Kanaken von den Salomons-Inseln wird außer etwas Reis und Mais