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beitung eines Wiesenbaumeisters; wo es indeß zweckmäßig ist, kann der Vor-*
ie Arbeiten auch an den Mindestfordernden verdingen. Im Falle der
aturalleistung ist der Wiesenvorsteher befugt, die nicht rechtzeitig oder nicht gehörig
ausgeführten Arbeiten nach einmaliger vergeblicher Erinnerung auf Kosten
der Säumigen machen und die Kosten von denselben durch Exekution beitreiben
zu lassen. Eben dazu ist der Wiesenvorsteher befugt bei Arbeiten, welche den einzelnen
Genossen für ihre Grundstücke obliegen 8 im Interesse der ganzen Anlage
nicht unterbleiben dürfen. Alle baaren Auslagen, welche die neuen Anlagen
resp. die Baukosten derselben erfordern, werden aus dem dazu bereits disponibel
gestellten Gemeinde-Meliorationsfonds vorab bestritten. Es wird hierbei auf den
Gemeinderathsbeschluß vom l--i- hinsichtlich des zu Meliorationszwecken
der Gemeindeverwaltung zur Dieposition gestellten Ueberschusses Bezug
genommen.
F. 4.
Die Anlegung der nöthigen Gräben, Wehre 2c. muß jeder Wiesengenosse
ohne Weiteres F#ath und den datu erforderlichen Grund und Boden hergeben.
Soweit ihm der Werth nicht durch das an den Dammböschungen und Uferrändern
wachsende Gras oder andere zufällige Vortheile ersetzt werden sollte, ist Entschädigung
zu gewähren. Streitigkeiten hierüber werden, mit Ausschluß des Rechtsweges,
schiedsrichterlich entschieden (F. 9.).
Die Erwerbung von Grund und Boden, welcher nicht Mitgliedern des
Wiesenverbandes gehört, erfolgt nach den Vorschriften des Gesetzes vom 28. Feruar
.
§.5.
Die Angelegenheiten des Wiesenverbandes werden geleitet von einem
Wiesenvorsteher und zwei Wiesenschöffen, welche zusammen den Vorstand bilden.
Dieselben bekleiden ein Ehrenamt. Als Ersatz für baare Auslagen und
Versäumnist= erhält jedoch der Wiesenvorsteher jährlich für den Morgen Einer
Silbergroschen.
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Die Mitglieder des Vorstandes werden von den Wiesengenossen aus ürer
Mitte auf drei #nhr- ewählt, nebst zwei Stellvertretern für die Wiesenschöfen.
Bei der Wahl * jeder Wiesengenosse Eine Stimme; wer mehr als zwei
Morgen im Verbande besitzt, hat zwei Stimmen, wer vier Morgen besitzt drei
Stimmen, und so fort für je zwei Morgen mehr Eine Stimme mehr.
Der Bürgermeister beruft die Wahlversammlung und führt den Vorsitz
in derselben. Er verpflichtet die Gewählten durch Handschlag an Eidessütt.
Minderjährige und moralische Personen können durch ihre gesetzlicen Vertreter,
Ehefrauen durch ihre Ehemänner mitstimmen.
Wählbar ist derjenige, welcher mindestens Einen Morzen Wiese im Verbande
besitzt und den Vollbesitz der bürgerlichen Rechte nicht durch rechskräftiges
Erkenntniß verloren hat. 3
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