Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Sechster Band. (6)

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bei  voͤllig  geänderten  äußeren  Formen  doch  kennbare  Züge
von  Verfassung  und  Sitten  erhalten  konnen,  wie  ungefähr
auf  dem  Gesichte  des  ausgebildeten  Mannes  noch  manche
Züge  seiner  Jugendphysiognomie  zu  finden  sind.  Wenn
man  mit  einem  Blicke  den  ganzen  Zeitraum  überschaut,
der  seit  deu  Missionen  des  Engländers  Winfricd  5)  und
seit  den  soldatischen  Sachsenbekehrungen  Karls  des  Großen
bis  auf  die  Regierung  Georgs  des  Dritten  verfloß,  so  eröffnet
  sich  dem  Auge  eine  Reihe  von  Begebenheiten,  welche
auch  ohne  das  Gefühl,  daß  wir  selbst  den  letzten  Ring
dieser  Kerte  halten,  und  daß  sich  in  unserer  Hand  ein  neuer
Ring  derselben  für  unsere  Nachwelr  bilder,  durch  ihre  Mannichfalrigkeit
  höchst  merkwürdig  ist,  und  durch  ihren  schdnen
  Zusammenhang  ein  Gegenstand  angenehmer  Forschungen
  bleibt.

Wir  wollen  nicht  zurückgehen  bis  auf  die  Zeiten  75),
da  vielleicht  etwa  auch  einmal  eine  streisende  Römische  Cohorte
  bis  an  die  Leine  kam,  Knochen  und  Hirnschädel  ge-*)

  In  der  Göttingischen  Zeit.  und  Geschichtbeschreibung  II.  Theil.
S.  27  —  31  sind  Leibnitzens  Zweisel  gründlich  widerlegt,  ob
wohl  auch  jemals  der  heilige  Bonifacius  oder  Winfried  in  unsere
  Gegenden  gekommen  sev.

**)  Die  Geschichte  dieser  Zeiten  hat  am  besten  auseinander  gesetzt
Grupen  Orizines  Germeniee  ober  das  älkteste  Deutschland
unter  den  Römern,  Franken  und  Sachsen.  III.  Theile.  Lemgo
1701  —  1768.  4.,  womit  fsogleich  verbunden  werden  kann:
Eben  desselben  bistorische  Nachricht  von  der  Stadt
Hannover  und  ihrem  Anbau  und  von  den  Alterthumern
  der  Calenbergischen  Lande  zwischen
Deister  und  Leine.  Göttingen  1748.  1.  Auch  Origines
  et  ontiquitates  Hannoverenses  oder  umständliche
  Abhandlung  von  dem  Ursprung  und
den  Alterthümern  der  Stadt  Hannover.  Göttingen
1740.  4.