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siüd, erferderlichen Falles, unter dem Rechtsnachrheile
vorzuladen, daß ihre Forderungen
dergestalt, wie sie angezeigt sind, auf das
Erbgut eingetragen werden sollen.
Artikel 5.
Der jeweilige Besiber eines Erbgutes
ist Eigenthümer desselben, und hat dle Rechte
und Pflichten eines solchen, insoweit niche
durch das gegenwärtige Gesehz etwas Anderes
verordner ist.
Artitel 6.
Verpfändung des Erbgutes kann von
dem Eigenthümer ohne Zustimmung der
Anerben vorgenommen werden:
1) bis zu dem Betrage, welchen er zur
Tilgung auf dem Erbgute haftender
und von ihm mie dem Erbgute übernommener
Hypotheken und zur Tlgung
der von ihm ju leistenden Abfindungs-Summe
(Art. 14, 15 und 17)
verwendet har,
2) in dem weitern Betrage eines Dritétheils
des Erbgutwerthes, welchen der
Eigenthümer nach Abzug der bei der
Errichtung oder Uebernahme des Erbgutes
vorhandenen Hypotheken, der
von ihm zu leistenden Abfindungs-Summe
(Siff. 1) und des dem Uebernehmer
zum Voraus zugewendeten
Dritttheils (Art. 14 Abs. 1) noch frei
besitzt.
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Weitere Verpfändung oder theilweise
Weräußerung der Substanz des Erbgures,
Beschwerung desselben mit ständigen Lasten,
Austausch von Grundstücken und Hingabe
im Vergleichswege oder an Zahlungsstan
können nur mit Zastimmung sämmtlicher
voxhandener Anerben vorgenommen
werden.
Wenn einer oder mehrere Anerben die
Zustimmung verwelgern oder innerhalb elner
angesezten Frist keine Erklárung abgeben,
so kann die Zustimmung von dem nach
Art. 3 zuständigen Gerichte ergänzt werden,
wenn das in Frage stehende Rechtsgeschäft
zur Erhaltung des Erbgutes nothwendig
oder mit überwiegenden Gründen nählich
und im Interesse der Anerben liegend, befunden
wird.
Der Austausch von Grundstücken kann
von dem Gutseigenthümer auch ohne Zustimmung
der Anerben vorgenommen werden,
wenn dieses Rechtsgeschäft zum Zwecke
der Arrondlrung geschieht und dadurch der
Grundbesiz nicht in dem Maaße verringere
wird, daß derselbe nicht mehr mlt einem
Simplum der Grundsteuer von wenigstens
sechs Gulden belegt ist (Art. 28 Ziff. 2).
Die auf diesem Wege erworbenen Grundstücke
gehsren zur Substanz des Erbgutes.
Zur Gültigkeie solcher Rechtsgeschäfte ist die
Verlantbarung derselben vor dem zuständigen
Gerichte (Arr. 3) erforderlich.
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