Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1832. (23)

er  auf  einen  zweiten  Versteigerungstermin  antragen,  welcher  jedoch  entscheidend
ist.  —  Den  Gemeinden,  in  denen  kein  Etappen-Ort  ist,  die  aber  zu  den  Etappen-Bezirken
  gehören,  wird  auf  beu  Fall,  wenn  die  Fourage  von  ihnen  geliefert
werden  muß,  solche  im  Preise  der  letzten  Bersteigerung  vergütet.

§S.  19.

Die  Fourage-Rationen  werden  auf  Anweisung  der  Großherzoglichen
Etappenbehörden  und  gegen  Quittung  des  Empfängers  von  den  Lleferanten  an
die  Könlglichen  Truppen  verabreicht,  und  die  dabei  entstehenden  Streirigkeiten
von  der  Etappenbehbrde  sofort  entschidden.  In  Fällen,  in  denen  die  Zeit  nicht
erlaubt,  die  Fourage  aus  dem  Etappen-Magazine  beizuschaffen,  diese  alsd  von
den  Gemeinden  geliefert  werden  muß,  empfängt  solche  ein  Kommandirter  des
Detaschements  von  der  Orts-Obrigkeit,  und  besorgt  die  weitere  Vertheilung.

g.  20.

Die  Koͤniglich-Preußische  Regierung  bezahlt  an  die  Großherzoglich-Hessische
und  diese  an  die  Lieferanten  den  Werth  der  abgelieferten  Fourage,  worüber  sich
letztere  mit  ordnungsmäßigen  Quittungen  ausweisen,  nach  dem  Versteigerungs-Preise.


K.  21.

Für  kranke  zurückgelassene  Pferde  werden  die  Kurkosten  auf,  durch  die
Großherzoglichen  Etappenbehörden  attestrte,  Rechnungen  von  dem  Königlich-Preußischen
  Gouvernement  vergütet.

Alle  Bedürfnisse  an  Wagenreparaturen,  Beschlägen  der  Perde,  Schuhen
und  anderen  Dingen  mehr,  werden  von  den  Truppen  baar  bezahlt.

Artibel  IV.
Verabreichung  des  Vorspanns  und  Stellung  der  Fußboten.
g.  22.

Die  Transportmittel  werden  den  durchmarschirenden  Truppen  auf  Anweisung
  der  Großherzoglichen  Etappenbehoͤrden  und  gegen  Quittung  nur  in  so  fern
verabreicht,  als  deshalb  in  den  im  KF.  7.  naͤher  bezeichneten  Marschrouten  das
Noͤthige  bemerkt.  worden;  und  werden  in  den  Marschrouten  nur  Fuhren  und
Vorspann  zum  Tran  Woe  von  Arkillerie,  schwerer  Bagage  und  Kranken,  nicht
aber  für  nicht  erkrankte  Personen,  für  Tornister  und  Gewehre  gefordert  werden.

Nur  diejenigen  Militairpersonen,  welche  unterweges  erkrankt  sind,  können
außerdem,  und  zwar  gegen  Quittung,  und  nachdem  die  Unfähigkeit  zu  marschiren
  durch  das  Jeugniß  eines  approbirten  Arztes  oder  Wundarztes  nachgewiesen
  worden,  auf  Transportmittel  zur  Fortschaffung  in  das  nächste  Königlich-Preußische!
  Hospital  Anspruch  machen.

Die