Full text : Central-Blatt für das Deutsche Reich. Einundzwanzigster Jahrgang. 1893. (21)

Kummer  244

Ausenl##n  Mnei#en

 

Pian  des  Vierverbandes  anzunehmen.  der  zur
Abwehr  des  Vormarsches  der  Zentralmächte
auf  dem  Ballan  angeordnet  worden  war.  Das
Organ  des  früheren  Minislerpräsidenten  Gunaris
  sagl,  daß  der  König  schon  wegen  des
Telegrammdiebslahle  durch  die  Agenten  der
Entente  ungehallen  war,  zumal  Venizelos  sich
bemühte,  die  Sache  zu  vertuschen.  Venizelos
hade  der  Entente  übereille  Versprechungen  gemacht.
  (3.)
Tumult  in  der  griechischen  Kaminer.
Rotterdam,  7.  Olt.  Die  Londoner  „Morning
  Post“  meldet  aus  Athen,  daß  nach  der
Kammerrede  des  Ministerpräsidenten  mehrere
Abgeordnete,  darunter  Theotolis,  gegen  die
Landung  fremder  Truppen  Verwahrung  einlegten.
  Sie  verurteilten  den  Ministerpräsidenlen
  wegen  seiner  vierverbandofreundlichen  Politik.
  Theotolis  erilärte,  daß  nach  seiner  Meinung
  der  Vertrag  mit  Serbien  seil  dem  Augenllick
  als  gelöst  zu  betrachten  sei,  wo  Serbien
in  Gebietsabtrelungen  an  Bulgarien  eingewilligt
  habe,  die  dem  Bukaresler  Krieden  widersprachen.
  Hirrauf  versuchte  Venizelos  seine  Politik
  in  einer  längeren  Nede  zu  rechlfertigen.
Nach  der  Rede  Venizelos  herrschte  großer  Tumult.
  Theviolis  nahm  aufs  neue  das  Wort
und  warf  dem  Ministerpräsidenten  vor,  daß
er  gemeinsame  Sache  mit  Rußland  mache,  denn
Ilalien  und  England  wollten  für  sich  griechischen
  Besitz  herausschlagen.  Nur  Tranlreich  habe
leinen  Wunsch  nach  griechischem  Terrikorium  geäußert.
  Aber  freilich  wäre  Frankreich  das  Pilsloseste
  Land  unter  den  Bundesgenossen.  Griechenlands
  Pflicht  sei  zum  mindesten,  strenge
Neutralität  zu  bewahren.  (Z.

n  4  ?„?  —  .
ELIIIII
Vor  den  Dardanellen.

Konstantinopel,  7.  Okt.  Milteilung  des
Hauptquartiere.  An  der  Dardanetklenfront
nichts  von  Bedeutung,  außer  gelegentlichem
Feuer  von  beiden  Seiten  an  einzelnen  Stellen.
Drei  seindliche  Tocreboboole.  näherlen  sich  der
Mündung  des  Kerewisdere  und  beschossen  unseren
  linken  Klügel.  Durch  Gegenseuer  unierer
Batterien  am  asialischen  User  entstand  an  Bord
eines  Torpedobootes  ein  Brand,  w#rrauf  sich
die  Booke  enlfernien.

Einsiellung  des  Dardanellenuniernuchmens.



Bularestl,  7.  Olt.  Die  VBlatter  veröffentlichen
  Telegramme  aus  Athen,  denen  zufolge
der  Vierberdand  mit  Rücksicht  auf  die  infolge
der  Haltung  Bulgariens  notmendig  gewordenen
Tiuppenlandungen  in  Salonili  die  Einstellung
der  Dardanellenbeturmung  beabsichtige.  Hierzu
  hat  auch  die  Ungunst  der  Witterung  beigetragen.
  Man  siehl,  daß  die  Dardanellenoperationen
  nicht  weitergehen.

Konnantinopel,  7.  Oki.  Es  wird  mitgeteilt.
  daß  von  der  Halbinsel  Gallipoli  bereits
ein  ganzes  seindliches  Lager  verschwunden  sei.
Schon  seit  einiger  Zeit  habe  man  wahrgenommen,
  daß  englische  Schiffe  herankamen,  die
Truxpen  und  Kriegsmaterial  an  Bord  nahmen.

Verschledene  Nachrichte  #.

Berlin,  7.  Okt.  In  der  beutigen  Generalversammlung
  der  Versuchs=  und  Lehranstalt  für
Brauerei  machte  Geheimer  Regierungsrat  Prolessor
  r1  Delbrück  die  Mitteilung,  daß  es  gelungen
sei,  Hee  auch  zur  Fettgewinnung  heranzuziehen.
Prosessor  Lindner  züchtete  Hese,  die  18  Prozent
  Fettgehalt  in  der  Trodensubstanz  ausweist.
Die  Erfindung  soll  so  ausgearbeitet  werden,  daß
sie  industriell  zu  verwerten  ist.

Fürstenberga.  O,  7.  Olt.  Abends  gegen
6  Uhr  stürzte  die  im  Bau  besindliche  neue  Oder-Frücke
  ein.  Etwa  200  Meter  der  serligen  Eisenlonstruktion
  liegen  im  Flußbett.  Gegen  6  Uhr
fuhr  ein  Oderlahn,  über  den  die  Bedienungsmannschaft
  infolge  des  Hochwassers  die  Gewalt
verloren  hatte,  gegen  das  Gerüst  des  mittleren
Pfeilers  der  im  Bau  besindlichen  Oderbrücke,
so  daß  diese  mit  einem  großen  Teil  der  Eisenlonstruttion
  einstürzte.  Von  den  auf  dem  Kahn
bejindlichen  Personen  wurde  der  Schiffseigner
gerettet,  während  seine  Frau,  seine  Tochler  und
sein  Sohn  von  den  einstürzenden  Eisenmassen
getölet  wurden;  auch  ein  beim  Brückenbau  beschäftigter
  Arbeiter  wurde  schwer  verletzt.

Reiegslagung  des  bayer.  Laudiags
München,  7.  Oktober.

Der  Finanzausschuß  der  Kammer  der  Abgeordneten
  hielt  am  5.  Oktober  seine  erste  Sitzung
ab.  Zur  Beratung  stand  die  geschäftliche  Behandlung
  des  Budgets.  Es  wurde  beschlossen,
jede  Woche  regelnulheig  sünf  Sitzungen  zu  halten,
  den  Montag  sitzungsfrei  zu  lassen.  Bei  der
Generaldebatte  zum  Etat  des  Aeußern  lamen
am  Mittwoch  die  e  zur  Zeit  wichtigeren  allgemeinen
  politischen  Fragen  zur  Erörterung.  Die
gleiche  Besprechung  nahm  auch  die  Donnerstag-Sitzung
  noch  in  Anspruch.

Von  allen  Seiten  wurde  der  Tapferkeit  und
der  Leistungen  des  bayerischen  Heeres  wie  auch

 

 

 

les  danlbar  und  anerkennend  gedacht.  Von
mehreren  Rednern  wurde  betont,  daß  der  Friede
nur  abgeschlossen  werden  lönne  unter  dauernder
Sicherung  der  Grenzen  des  Reiches,  bei  welcher
Frage  dir  militärischen  Autoritäten  das  entscheidende
  Wort  zu  sprechen  hätten.  Der  Herr  Minister
  des  Aeußzern  be  stäligte  diese  Auffassung
durchaus,  es  müsse  eine  dauernde  Gewähr  des
Friedens  geschaffen  nerden.

Auf  eine  Anregung  hin  erllärte  der  Minister
des  Aeußern,  die  Regierung  treie  für  die  Entschädigung
  der  Auslanddentschen  ein,  die  durch
den  Krieg  schwere  Verluste  erlitten  hätten.

Bezüglich  der  rõmischen  Frage,  die  von  allen
Seiten  in  sreundlichem  Sinne  besprochen  wurde,
wies  der  Minister  des  Aeußern  auf  die  Tatsache
hin,  daß  für  die  Diplomaten  Deutschlande  und
Oesterreich-Ungarns  die  größten  Schuierigleiten
  entstanden  seien  und  daß  Schriftstück,  die
an  den  hiesigen  Nuntius  gerichtet  gewesen  seien,
demselben  nicht  ausgcliesert  worden  leien;  daraus
  ergebe  sich  die  Notwendigkeit,  daß  die  jetzigen
  anormalen  Zufstände  beseitigt  würden.

Von  mehreren  Rednern  wurde  der  Anschauung
  Ausdruck  gegeben,  daß  d  das  Jesuitengesetz
jcht  ausgehoren  werden  müsse;  von  einer  Scile
wurde  der  Wunsch  ebenfalls  in  seiner  Berechtigung
  anerkannt,  wurde  aber  doch  auch  auf  die
Bedeulen  des  evangelischen  Vollsleils  hingewiesen.


Mehrere  Redner  sprachen  sich  übereinstimmend
dahin  aus,  daß  die  zurzeit  beslehende  Schutzzollpolitik
  sich  durchaus  bemährt  habe  und  beibehalten
  u#erden  müsse.  Dabei  müsse  aber  die  bisherige
  allgemeine  Meinlegünstigungsklausel  in
lünstigen  Handelsverträgen  emfallen.  Mit  Ocsierreich-Ungarn
  solle  ein  engeres  wirtschafllihes
Verhältnis  angestrebt  werden.

Gegenüber  der  allgemeinen  Klage,  daß  §  4
Jiss.  2  des  Kriege  Zzuftandsgesetzes  nur  Cesängnieitrafe
  vorsehe,  und  den  dazu  geäußerten  Wunschen
  auf  Abhilfe  im  Wege  der  Begnadigung
vder  allenfails  auch  der  #C;  eletze  sänderung  wie
der  Justizminister  auf  die  seinerzeit  nolmendige
Angleichung  an  das  Belagerungszuslandsgesetz,
serner  darauf  hin,  daß  die  Zahl  der  Fälle  durch
den  nicht  voraussehbaren  wirtschaftlichen  Charakter
  des  Krieges  mit  veranlaßt  sei;  die  Zahl  der
Lisherigen  Begnadigungen  sei  außerordentlich
groß.  Ein  selbständiges  Borgehen  Bayerns  sei
der  Rechteeinheit  halber  nicht  möglich,  doch
schuebten  unler  den  verbündeten  Regierungen
Verhandlungen.

Auch  die  #  des  Eisenbahnerreverses  wurde
besprochen.  Dabei  uurde  von  einer  Seite  mit
aller  Enisctt  edenbeit  hervorgehoben,  daß  ein

Streilrecht  jür  das  Personal  der  Verkehrsanstalten

  nicht  zugelassen  werden  lönne  und  daß  also
den  Vorbereitungen  zu  einem  Streil  entgegengewirlt
  werden  müsse.  Von  mehreren  Nednern
murde  ebenfalls  ein  Streik  als  unmöglich  bezeichnet.
  Von  anderer  Seite  wurde  die  Staatsregierung
  uegen  der  Aufrechterhaltung  des  Reverses
  als  eines  Ausnahmegesetzes  scharf  angegrissen.
  Der  Minister  des  Aeußern  gab  dazu
solgende  Erkllärung  ab:

„Die  Staatsregierung  muß  mit  aller  Entschicdenheit
  daran  sesthalten,  daß  der  Streik  vom
Eisenbahndienst  serngehalten  werden  muh.  Daß
es  lein  Streikrecht  für  die  Eisenbahnbeamten  geben
  kann,  ist  selbstverständlich,  aber  auch  die
Eisenbahnarbeiter  haben  leinen  Anspruch  darauf,
  #  stehen  nicht  unter  der  Gewerbeordnung
und  §  152  derselben  findet  daher  auf  sie  keine
a#io  Der  Streikrevers  ist  nur  eine  Form

*  Vollzugs.  Die  Staateregierung  ist  nicht  ge-Hn
  unler  allen  Umständen  an  dem  Nevers
jestzuhalten.  wenn  sich  die  Sicherung  gegen
Streilgesahr  auf  andere  Weise  herstellen  läßt.
Die  Frage  berührt  aber  nicht  Bayern  allein,
sondern  die  sämtlichen  deutschen  Eisenbahnverwaltungen.
  Bayern  kann  daher  nicht  isoliert
vorgehen,  sondern  nur  im  Einverständnis  mit
den  anderen  Verwaltungen.  Zu  diesem  Zwecke
ist  bayerischerseits  die  Abhaltung  einer  Konferenz
  angeregt  worden.  Die  Konferenz  wird  in
den  nächsten  Wochen  stattfinden.  Sobald  eine
Uebereinkunft  erzielt  ist,  wird  die  Regierung
davon  Mitteilung  machen.  Die  dadurch  herbeigeführte
  Verzögerung  ist  unbedenklich,  da  der
Revers  seit  Ausbruch  des  Krieges  nicht  zur  Anwendung
  kommt.  Mehr  kann  ich  zur  Zeit  nicht
sagen;  mehr  würde  ich  aber  auch  im  Plenum
nicht  sagen  können  und  ich  möchte  daher  den
Herren  Interpellanten  anheimgeben,  ihre  Interpellation
  bis  zu  einem  späteren  Termin  zurückzustellen.“


Meriiche  Nosuchlen.

(andshut,  7.  Olt.  Am  Sonntag  fiel  im
inneren  Bayerischen  Wald  Schnee;  dabei  stehen
Hafer  und  Kartoffeln  noch  auf  dem  Felde.

Nabburg,  6.  Okt.  Das  zurückbehaltene
  Gold.  Im  benachbarten  Iffelsdorf
brannte  vor  kurzer  Zeit  das  Anwesen  eines
Landuirtes  nieder.  Dabei  ging  dem  Besitzer  sein
suräcehaltener  Goldbetrag  im  rtte  von

000  Mk.  durch  das  Feuer  verloren.  Das
1%  hätte  von  Kriegsbeginn  an  bis  jetzt  schon
über  500  Mk.  Zinsen  getragen.  Nun  ist  der
ganze  Betrag  verloren.  Eine  neue  Mahnung
zur  Erfüllung  der  vaterländischen  Pflicht:

 

hammerbach,  der

 

—.—

Vad  Aibling,  7.  Okt.  Die  Gemeinden  unseres
  Bezirls  haben  solgende  Einwohmerzissern:
Bad  Aibling  3833  Einwohner,  Au  bei  Aibling
752,  Beyharling  628,  Hrtlendorf  671,  Ellmosen
  377,  Feilnbach  553,  Feldlirchen  1033,
Cötling  1285,  Grohkarolinenfeld  801,  Helsendors
  707,  Höhenrain  733,  Hohenthann  971,
Holzham  343,  Kirchdorf  a.  H.  2540,  Kolbermoor
  4200,  Litldorf  418,  Mietraching  804,
Tatlenhaufen  865,  Tuntenhaufen  977,  Vagen
1324,  Wiechs  381,  Willing  735.  Gesamtzahl
24939  Eimvohner.

Ebersberg,  7.  Olt.  Durch  die  starle  Abnahme
  des  Mitgliederslandes,  die  Abnahme
der  höheren  Beitragsllassen  und  die  gleichen
Ausgakeen  wie  in  Friedenszeiten,  sieht  sich  die
Ortokrankenlasse  Ebersberg  veranlaßt,  um  die

 

bohen  Auegaben  decken,  die  Beiträge  vom
Oltober  ab  von  3  Prozent  auf  4  Prozent  zu
crhöhen.

Traunstein,  7.  Okt.  Das  112  Jahre  alte
Töchterchen  Anna  der  Tandlbauerneheleute  in
Surrberg  siel  in  den  im  Hausgang  eingebauten
Waiserbehälter  und  ertrank.

Eekaladerichten.
Rosenheim,  8.  Oktober.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gesallen:
Jart  Kattalcher,  Bäckerssohn  von  Pehmehrigg,

 

Landwehrmann  im  15.  Res.-Juf.
Auszeichnung  im  Felde.  Mit  dem
Eisernen  Kreuz  2.  Klasse  wurde  der  Leutnant

d.  R.  Kriedrich  Thoma  in  Anerlennung  seines
ganz  hervorragenden  tapferen  und  schneidigen
Ver  halt.  n  als  Patrouillenführer  ausgezeichnet.

Leumant  Thoma  ist  ein  Sohn  des  verstorbenen
Kgl.  Lorflmeisters  Thoma  in  Nosenheim.

Beförderung.  Bezirlegeometer  Eugen
(Gock  vom  Messungsamt  1  in  Rosenheim

wurde  zunm  Leutnant  der  Reserve  befördert.  Er
u  urde  schon  früher  mit  dem  Militärverdienflorden-
  ausgezeichnet.

Todesfall.  Tiefe  Trauer  ist  ganz  unerwariet
  in  die  Kreise  einer  angesehenen  Bürgerssamilie
  von  Nosenheim  eingekehrt.  Herr
Hutsabrilant  Breiter  bellagt.  den  allzu  frühen
Heimgang  seiner  Gemahlin.  Fran  Breiter,  geb.
Rehle,  ul  im  Alter  von  nur  28  Jahren  de:
Folgen  eines  schweren  Nervenleidens  eriegen.

Jungst  erst  trat  das  Leiden  von  neuem
aus,  schlimmer  vielleicht  als  je,  so  daß  eine
Uererführung  nach  München  zu  einem  Spezialarit
  erforderlich  wurde.  Heute  früh  5  Uhr  ist
sie  indessen  dort  gestorben.  Durch  den  Heimgang
  der  Verblichenen,  welche  die  Tochter  eines
Käsesadrikanten  in  Kaufbeuren  war,  ist  im
Hause  Breiter  eine  Hroße,  schmerzliche  Lücke  entstanden.
  Alle,  welche  Frau  Breiler  lannten,
werden  ihr  Able#en  auf  das  innigste  beklagen.
Euensogroß  ist  die  Anteilnahme,  welche  sich
Herru  Breiter,  seiner  Familie  und  seinen  Vermandien
  zuwendet.

Ueber  die  Konferenz,  welche  die  bayer.
Zweigovcreine  des  lath.  Frauenbundes  am  Mitlmoch
  dieser  Woche  in  Rosenheim  abhielten,  liegt
uns  ein  längerer  Bericht  vor.  Wir  werden  ihn
in  der  nächsten  Nummer  des  „Rosenheimer  Anzeiger“
  zum  Abdruck  bringen.

Wildbachverbauungen.  Als  freiwillige
  Zuschüsse  für  Wasserbauten,  deren  Herslellung
  und  Unterhastung  dem  Staatsärar  nicht
obliegen,  sind  u.  a.  in  das  auszerordentliche  Budgel
  für  1916°17  cingesetzi  für:  Verbauung  des
Sießenbaches  bei  Kiejersselden,  des  Auerbaches
in  den  Gemeinden  Oberaudorf,  Niederaudorf
und  Flintsbach,  des  Förchenbaches  bei  Degerndori.
  des  Riesengrabens  bei  Flintsbach,  des

Labachbaches  bri  Nußdorf,  des  Reschmühlbaches
bei  Oberaudorf  und  des  Wanlelbaches  bei  Kraiburg
  85000  Mk.  Verbauung  des  Wessenerbaches
  mit  Kaltenlach  und  Hammergraben  in
der  Gemeinde  Unterwessen,  sodann  der  Weißachen
  bei  Vergen,  der  Oberwessenerbäche,  der
Bernauer  Ache  und  des  Alxpbaches  bei  Schleching
  97000  Mk.  Verbauung  des  Jenbaches
mit  Seitenbächen  i  in  den  Gemeindebächen  Wichs,
Feilenbach,  Litzldorf,  Hundham  und  Brannenburg,
  Verbauung  der  Hainerbäche  bei  Gölling,
des  Aubaches  bei  Au,  sodann  Korrektion  der
Leizach  in  der  Gemeinde  Fischbachau,  Verbauung
  des  Hegelbaches  bei  Josephstal,  der  Rottach
  und  ihrer  Seitenbäche  bei  Egern,  ferner
Verbauung  des  Erlgrabens  bei  Schliersee  und
des  Bergrutsches  am  Westerberg  bei  Schliersee
125.000  Mk.  Verbauung  der  Oberteisendorfer
Ache  mit  Seitenbächen,  der  Stoisserache  mit  Aufiedinger
  Ache,  des  Dobelbaches
  bei  Waging  und  des  Schneidergrabens
bei  Furrberg  75000  Mk.

Pferde-An-  und
handltr  esttatt

Verkäufe.  Frekfinden
  nach  einer  Mit.
teilung  des  stellv.  enerollomnando  des  1.
Armeekorps  am  Freitag,  den  22.  Oktober,  vormittags
  10  Uhr,  auf  bem  h  —  in
Prien  und  am  Samstag,  den  23.  Ttober,
vormittags  10  Uhr,  auf  der  Baierwiese  in  Rosenheim
  statt.  Die  Pferde  werden  für  Heereszwecke
  angekauft.  Andererseits  werden  am  Montag,
  den  11.  Oktober,  vormittags  9  Uhr,  in
München-Laim  etwa  150  Stück  ein=  bis  dreijährige
  nordfranzösische  Pferde  und  etwa  14

Euch  militärdienstunbrauchbare  Militärpferde