Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

ummer  81

Ein,  12jähriger  Junge  als  Messerste
  In  der  Kieselbergstraße  in  Nürnberg
ent  vor-  wischen  zwei  12  jährigen  Jungenr  eine
Raüserei  in  deren  Verlauf  der  eine  dem  anderen
einen  lebenegesährlicken  Stich  mit  einem  Taschen
  messer  in  *r  linle  Brustseite  beibrachte.

ine  Tra  In  Oberamstadt  bei
Alesshhenn  uprde  der  Gastwirt  Wiener  mit
seiner  ganzen  Familie,  einem  erwachsenen  Sohn
und  drei  lleinen  Kindern,  tot.  halb  verbrannt
im  brennenden  Zimmer  aufgesunden.  Durch
NRauch,  der  aus  dem  Fenster  drang,.  wurde  die
Nachbarschaft  aufmerlsum.  Zimmer  wurde
gewaltsam  geöffnet  und  der  Vam  gelöscht.  Ob
Unfall,  Verbrechen  oder  Sektbsmord  vorliegt,
ist  noch  nicht  sesigeslelll.  Die  Frau  des  Wiener
war  vor  einigen  Wochen  im  Kindbett  gesiorben.

Grenzlande.

Von  der  Grenze,  4.  1.  Oie  Firma
Krupp  hat  in  letzter  Zeit  am  Auogang  des
Markles  Schwarzach  in  der  Nichtung  gegen
Lend  einige  Häuser  und  größere  Bangründe  angekauft.
  Es  soll  dort  cin  großes  Eleltrizitäls
merk  mit  Ausnügung  der  aus  der  Salzach  zu  gewinnenden
  Wasserkräfte  und  anschließend  eine
Fabrilanlage  gebant  werden.

Sgerliches  Oberland.

Stefanskirchen,  5.  4.  Unlicbsame
Gäste.  Mit  den  Frühiingeboten,  den  Staren,
kommen  alliährlich  auch  andere,  meniger  ermünschte
  Wandervögel  zu  uns,  näm!  ich  die  sogenannten
  Zigenner,  die  zur  wahren  Landpiage
werden.  Nichts  ist  vor  ihnen  sicher,  der  böhmische
Zirkelgriff  wird  ständig  geüb:.  Trotz  eifriger
  Verfolgung  duurch  einen  heimischen  Watdmann
  ziehen  die  a  warzen  Zir  geuner  von  Docf
zu  Dors,  überall  ihre  unhe  imlichen  Spuren  hinterlassend,
  richtier:  überall  mi  nehmend.  Dem
Gemein  deren  dem  segenonmen  Hausl,  haben
sic  sogat  sein  ganzes  Vermöhen  mit  1.10  Mark

1

 

 

  
 

zesta:?  i  brli  ½„  weindejagd  Weidenbach
rechte  ei  chui;  ain  e  Tage  am  Gründonnerstag
  ein  6r  nit

Getting,  v..  Anchendiebläbte.  un

Göt:  ing  Irschenberg,  nicht

 

 
 
 
  
 
 
 
 

elche  ez  an  einem  Baume
wat  es  für  immer  ahin.
9  n  *“  ag  und  Vagen
tnen  Wiartersäulchen  die  bildlinglüdsfalles
  herausgektemmt.
  Abrr  man  ge  ht  noch  viel  we  iter.  Man
schreckt  au  r  -  ·m  Nsnt-k-!l-11chtxnkuck
Vor  lurze  ein  der  Piarriirchz  ön  Gbiling
von  den  P  —  die  Kerden  wegge'itohlen.

Schaftlach,  5.  .  Tinbruch.  Ende  März
wurde  b.  im  Brand  z02  uerlb  "ur  r  in  Verg  eingebrochen,
  sämttiche  Käsie:  salschen  Schlüsseln

ösfnet,  iann  r.  eine  silberne
zwei  urh  ne  64  üre  mit  Anhäng-2
  Marl

L
war  aus  rem  i
liche  Darsiellung  eine:

   
 

     

   

 

seln,  Talern  und  dal.  Bargeld
enlwendet.

Gmuno,  5.  3.  Schleichbaudel.  Ertappt
wurden  b.im  Schleichhandel  der  a##s  Schleich- 



händler  bronmie  Wetzger  Joln  Gneinl,  der
Meer  rern  Nainenhammer  von  Gmund  am
Tegernusee.  eine  Lehrerstochter  our  Schwaben.
die  sei:  längere  Feit  den  erishondee.  nach
Norddemschland  brien  und  der  Pferdewärter
Andreue  Langsel  er  ans  Elglichalkeung,  dessen
Abiahzgelitt  ebensa'lo  rdeul'chland  liegt.

Vad  Tölz,  5.  J.  Einen
Aprilscher;  mien#ge  Leule  zuim
Opfer  sielen,  1  sich  hier  a  ein  Witzbold.  Er
ließ  im  „Lör  Kuriert  ein  Iirerat  ercheinen,
daß  sich  uer  die  Osierie  ierlage  eine  gröhere
Filmgesellschaft  hier  einfinden  werde,  um  einen
Jilm  auszunehmen,  der  i#  besondere  Tälier
Eigenart  norführen  solle.  Hierzu  murde  die  hiesige
  Bevöllerung  süur  Oilern.  onlag  eingelaren

   
 

 

  

 

*-*'

     
 

 
 

 

 

köstlichen

mit  dem  Wunsch.  es  sol  illen  recht  viele  in  der  allen

dermontag  die  Zeit
d#  konnie  man  eine  wahre
Bölkerwanderung  vorwiegend  das  weibliche
Geschlecht  nach  der  Blockhülle  beobachten.  Es
wurde  eine  Slunde,  zmei  Zlunden  aber  der
Filmoperaleur  lam  nicht.  #am  plötzlich  der
Gedanlke,  dan  ja  der  1.  Nr:

anlinante

Ale  O

Tracht  erscheinen.
immer  näher  rückte,

 

4
Ehrender  Nachruf.  Dem  in  einem
Kriegelazarett  verschie  edenen  Herrn  Lin.  Alexander
  Ostermann,  Sohn  dis  Herrn  Studienrats
Osiermann  hier,  widmet  der  Kommandeur  seines

Regimente  in  einem  Münch  ener  Blalt  folgenden

ehrenden  Nachrus'  „Das  Regiment  betrauert
den  Tod  eines  außterordentlich  tüchtigen,  schneidigen
  Ofsiziers.  Das  Ossftzierskerps  verliert
einen  lieben  treuen  Kameraden.  Auch  er  hat  sein
Leben  für  unsere  grostee  Sache  dahingegeben;
er  wird  im  Reniment  nicht  vergessen  werden.“
Wie  der  Staatsanzeiger  von  gestern  mitteilt,
wurde  Leuinant  Ostermann  zum  Oberleutnant
befördert.  Der  tragische  Trd  des  tapferen  Krie-8
  läßt  über  diese  Beförderung,  die  er  nach
ghuren  Naischt  u#  nicht  mehr  erleben  sollte,  bei
rlrofenen

—  aufieralsene
Beförderung.  Der  Vizefeldwebal  und
Off.  Apira.  Wothar  Friedrich,  Sohn  des  Privatie:
  L.  drich  hier,  wurde  zum  Off.-Stell-Vestreter
  88  E  *“  #

l

Familie  aufs  neue  tiefe

Rosenheim,  6.  April.

 

Rosenheimer  Anzelger

    

   
 
 
 
 
 
 
 
 
  

—

l

 

Geheimnisvoll-oullbsmmdlscheKwItwotes.dieatcudekkngnchcnslom
«nachlagkk.aitbefleqbuholl!enschmeund  Poles-unges-  ItlantdtklekaAItndwerk
  hatte  uuser  Ermjelnd  alle  Welt  in  seimen  Bannkreis  gewungen.  So  traten  wir  in  den
Seekrieg  ein.  —  Am  Skagerraktage  verriß  der  Schleier.  Die  Käuschung  wurde  olfenbar.
Schadenfrende  selbst  bei  seinen  Bundesgenossen  befelchnet  Englonds  Abstur).  Sorgfällig  mird
der  Brite  den  #weiten  Wassengang;  er  soh  es  mlt  on,  wle  seinem  sthöndlichen  Ausbungerungs-=versuch
  das  deutsche  UI-  Boot  enigegentrat.  Die  Slotte  wurde  zm  Handgriff,  das  1.  Bootjur
  Klinge  des  Schwertes,  das  auf  die  brilische  Brust  zeigt.  Cag  für  Cag  brechen  aus  dem
künstlichen  Banwerk  öritscher  Vormacht  die  Vlöcke.  —  Noch  wollen  englische  Staalsmänner
unser  Weich  schmäsern,  unser  Bolk  des  täglichen  Brotes  berauben.  Wir  S#cleute  wissen  es,
der  Cag  ist  nicht  mehr  sern.  w.  Eagland  sein  spätes  Zugeständnis  bereut.  Vis  dahin  heißtt  es,
alle  Hände  gerührt,  alle  Kräjte  gejammelt,  alles  dem  Kaiser,  alles  dem  Baterlandl

 

 

 

 

 

Worte  des  Admirals
Schee  r.  In  der  Seeschlacht  am  Slagerral  hat
sich  in  diesem  Kriege  der  Geist  unserer  Flotte
den  Engländern  weit  überlegen  geze  igt;  die  Erinnerung
  an  diese  Großtat  zur  See  darf  und
oird  nie  im  deulsch  en  Volle  erloschen.  Die  Worte
Admural-  Sch:e  er,  des  Ticgers  vom  Sla-Nan
  erklären  kurz  die  Bedentang  dieser  größlten
  Seeschlacht:  „Wir  Seelente  wi  sen  es,  der
Tag  ist  nicht  mehr  fern,  Wo  Cugland  sein  späle#
  Zugesländnis  bereu:.“  Der  ll.  Bootkrieg
sorgt  d  dafür,  daß  wie  Admiral  Sch:er  sagt,  „Tag
für  Tag  die  Biöcke  ahUs  dem  lünntlichen  Bau
britischer  Vormacht  brechen.“  Tagäglich  erfah-—



Leutsche

ren  wir  durch  die  amtliche  Tauchbdtmeldung

unsere  Skagerraklämpfer  beseelt,

von  der  beispiellosen,  ersolgreichen  Tätigleit  unserer
  A-Boote,  die  von  demselben  Geist  wie
uns  den  Ersolg
  des  U-Vookltrieges  sichern.  Aber  der  U-Voollrieg
  wäre  nicht  möglich,  Wenn  uniere  Ho#chseefiotte
  die  Zugänge  zu  unseren  II.Bootstützpunlien
  nicht  freih  alien  mürde.  Der  G  ciit  unserer
Flotte  mus,  sich  auch  in  der  Heima:  zeigen.  Auch
hier  Beinet  es:  Alle  Hände  gerühr",  alle  Kräf.

  

te  gesammelt  und  Kriegsanie  ihe  gee  eihnet,  damit

  die  achte  Geldschlacht  gleich  de

sich  mwegen  Enn#ann  ibrer

Skagerrak-1

  sechlachl  mit  einem  orlien  deuischen  Siege  endet.
weit  voe  m  nert  ih  .ii-i  Winde  war  viele

Zur  Versorgung  derminderbemittelten
  Bevöllkerung  mit  Kleidug  wurde
  deim  Kommun  alverbapd:  Rosenheim-Land
von  der  Reichsbelleidungostelle  neuerdinge  eine
beschräntie  Anzahm  ron  Belleidungsftücken  zugeteilt.
  Es  ehen  nunmch=  zur  Verf  ügung:  Werk- 



 

tagoanzüne.  Son  ntansanzuge.  #  Laush:  *s  Laufjoppen,
  #en.  Jeppen,  Frauenbeusen  und
Frauenröcke.  In  melchen  Geschäften  und  zu

1
wWeichen  Presen  hir  Waren  erbälttich  sind.  om
bei  den  Genrindetbehörden  erfragt  werden.  Die
V  unteriiegen  der  Bezugsichtinpflicht.

s  steht  Die  iicie  Handels-5
  Fitiale  Rosenheim  teilt  und  mit,  kaß  die
vom  Beginn  der  Jeichnungefrit  bis  heuie  eingegangenen
  Zeichnungen  auf  die
Kriegsanleilte  bereils  die  doppelte
—  mme  der  im  gleichen  Jeilraum  bei  der  7.

Kriegsanleillte  eingegangenen  Feeich  nungen  erreicht
  ten  und  daß  dar  zu  erwartende  Gesamtergebnis,
  er  B.  Kriegsanleill:  das  gennige  Resultat
  bei  den  sämtlichen  früheren  Krieganleihen
voraussichtlich  !*  über  Fen  wird.

Weiter  reilt  und  die  Hendeiat  T  dalß
die  Stücke  zu  M.  100.  *l.,  uUnd
Mk.  55  .der  7.  Krigeanlei  mnun  um
sen  sjnd;  di:  mit  der  8.  Kriegeanleihe  Lährend
der  Nrichmagestitr  verbundine  Arbeiteleistung
macht  c  dber  reril  umnogich-  sich  kit  der
Zuteilung  d#  trei  chen  Stũcle  der  7.  Kriegsanleihe
  zu  „asien-  An  die  so  ainezeliigen  Zeichner
  der  uiß  d8  Ersuchen  gesellt  werden,
An  neih-stücke  ur  ch  kurze
Zeit  zu  gedulden.  Der  Aurgobe-Tekrinin  wird
sJpäter  belannt  gegeben.

Die  Disre?  Harlassc:  enhe  im
huite  im  I.  Luarlul  1913  an  Spareinlagen
51000  Metl.  (Vorjahr  160  000),  an  Auszahlungen
  83000  Mk.  (Vorjahr  92  000)  zu  verzeichnen.


die  Kriegswallfahrt  deo  christl.
Müutternereins,  die  auf  Montag  angesetzt
war,  mußh  kirch!  icher  Verhällnisse  wegen  auf  den
nack  solgenden  Tag,  den  Dienstag,  verschoben
werden.

Kath.  Franenbund.  Morgen,  Sonntag,
abends  *  3  Uhr  findet  im  Fiötzingersaal  eine
Versammlung  mit  Lichtb#ldermel-dram  slalt,
worauf  die  Milglieder  nochmals  bingewiesen  werden.
  Auch  Gäfle  sind  fre#z:.  dlichst  eingeladen.

der  Kaninchen-zuchtverein  Rosenheim
  hält  morgen,  Somtag,  7.  April  seine
Moꝛ  natsbetfanimlung  ab.  Unter  anderem  sindet
die  Auszahlung  der  Preise  und  der  zu  Verlosung
angelauften  Jungtiere  statl.  Zahlreiches  Erscheinen
  at  ermünscht.

astspiele  im  Deutschen  Kaiser.
*  screibe  uns:  Am  Donnerst  ag.  den  11.  dagastiert
  hier  das  belannte  Munchener  Ensemble
unter  Leilung.  von  Adalbert  v.  Cortens  mit
Thomas  bekanntem  Meisterwerk  „Magdalena“.
Der  Gesellschaft  geht  ein  guter  Ruf  voraus  und
stcht  also  ein  wirklich  kunstreicher  Abend  in  Aussicht.
  In  den  beiden  Hauplrollen  geben  Miny
v.  Corlens-Hfmann  (Mandalena)  und  A.  v.
Cortens  (Pauliman)  eine  ihrer  besien  Rollen.
Dir.  v.  Cortens  pbaltierte  mit  seiner  Gesellschaft
Mit  großem  Frfolg  in  Aegensburge  Ulm  a.  Da

Zu  !  Vayektische

  

 

    

4

  
 

Nos

 

 

Passau  und  Müncken,  (Uniontheater).  Es  wäre
ein  guter  Besuch  zu  mäünichen,  umsomehr  als
das  Gaßispi  el  mil  grosten  Kosten  verbunden  ill.

Wintereindedung  mit  Eiern.  Die
Abgabe  der  Eier  an  diejenigen  Familien,  welche
sich  zur  Wintereinrecung  angemelder  haben,  ersolgt
  am  Diens  etag,  den  9.  April  im  Keller  des
Hauptzollamtes  in  der  Münchneritr.  Denijenigen
  Familien.  relche  den  Einschreibtermin  übersehen
  habe  Mit  noch  Gelegenheit  gegeben,  die  ?
um  Moniag  vor  mitlag  im  großen  Nathanssaal
nachzuhtolen.  Auch  an  diese  merden  die  Cier  am
Dienstag  abgegeben.

SIsrechsaul.

(Ohne  Verantwortung  der  Aedaktion.)
Die  Fleischverteilung.

Ein  heilles  Thema  wurde  in  letzter  Jeit  wieder
angeschniten:  „Die  Fleichversorgun  a“.  Nicht,
dah  ich  mit  allen  Unannehnnlschleiten  in  dieser

*iktid  :  Beraueräden  möchte,  nur  eine
sein  i#  erfüllende  Bitte  sei  an  die  mabgebende
Slelle  gerichtet:  Wenn  nun  die  Fleischverteilung
in  der  Stadt  Prregeit  mird,  sollle  man  das
Gleiche  auch  im  Landlezeri  tun.  Die  Aisingerlandsirahenbeweohnet
  z.  B.  zählen  einen  Rind?-od.
  Kalbshraten  schon  längst  zu  den  en  tichwunde
nen  Freuden  Cedinl.  an  Ostera  leunten  wir  Fleisch
erhalten).  Früher  ließ  es,  sein  „Nindernes“
drülen  am  Schlolberg  holen.  Diese  Quelle  ist
aber  seit  beraumer  2eit  wegen  Abgabeverweigerung
  des  Met  baers  versiegt.  In  der
Stadt  haben  Landmarken  keine  Gültigkeit  und
der  nächiste  in  Beiracht  kemmend:  Meönger  erlält
  für  die  in  dir  Ni#ngerlandstraße  Wohnemen
  kein  Fleisch  zucwiesen,  sodaß  man  immer
  im  Ulnklaren  ist,  m  oher  sein  Fleisch  zu  erhalten.
  Neuerlich  sollten  wir  nach  edenselden
  verwiesen  werden.  Es  mutet  einem  sonderbar
  an,  nach  einer  112  Stunden  entfernten
Verkaufsstelle  vermwiesen  zu  werden,  mo  doch  der
nächstgelegene  Metzger  nur  drei  Minuten  entfernt
  ist.  Man  dewahre  uns  vor  dem  „Nedenfelden-Rindern“,
  denn  manche  H#uuefrau  könnte  ein
Lied  davon  singen,  wie  sie  von  morgens  6  Uhr
bio  zur  Miltagsslunde  warten  mußte  und,  nachdem
  der  Metzger  ert  seine  Ku  ndschaft  bediente,
  leer  abziehen  musttte.  Die  V  erteilungestelle
  möge  es  so  belassen.  au  Okern

 

##

wie  sie  25
gemacht  der  Dank  aller  Hmesrauen  in  ihr  sichetr.
  L

—  1

VI.  Großes  Hauptquartier,  den
6.  4.  (Amtlich.)  Drahtb.

Westlicher  Kriegsschauplatz.
Oertliche  Unternebmungen  lbei  Bucquoy  und
sädlich  von  Hebulerne  brachten  Gefangene  mit
zahlreichen  Maschinengewehren  ein.  Ein  englischer
  Vorstoß  auf  Puisienz  schetterte.

Auf  dem  vestlichen  Ancre-Ufer  erweiterten
mir  im  Angriff  unsere  Brückenkopfstellung  beiderseits
  von  Albert.

Südlich  der  Somme  lebhafter  Feuerkampf  u.
kleinere  ersolgreiche  Insanteriegefechte.

46U  „Bahnanlagen  bei  Amiens  wurden  behosen

  i  e  Angriffe  in  breiten  Abschnitten
zwischen  Morcuil  und  Montdidier  ver  uchten
uns  den  (Gewinn  des  J.  April  t  entreißen.  Sie
brachen  unter  den  schwersten  Verlusten  zusammen.
  Monididier  lag  unter  franz.  Feuer.
Vor  Verdun  nahm  die  Kampftäligkelt  der
Artillerie  an  Stärle  3
Ludendorff.

22  000  Tonnen  versenkt.

5  Berlin,  6.  4.  (Amtlich.)  Eines  unserer
Unterseeboote  hat  unter  der  bewährten  Fuhrung
  des  Oberleutnants  zur  See  Lohs  den  feindlichen
  Transportverkehr  zwischen  Frankreich  und
England  durch  Vernichtung  von  sechs  Dampfern
und  zwei  Seglern  mit  zusammen  22  000  BRiT.
beschädigt.

Die  diplomatische  Vorgeschichte  der
Offensive.

Bern,  6.  4.  (Drahtb.)  Einem  interessanten
Londoner  Berichte  ist  zu  entnehmen,  daß  die
Friedensanbahnung  vor  der  Westoffensive  über
einen  Holren  Animierungschargher  brzöglih  eie

 

 

 

Sonntag,  7.  April  1918

nes  Sonderfriedens  hinausging.  Es  scheint  sich  zu

lestätigen,  daß  in  englisch-amerkkanischen  Kreisen

  Genelgtheit  zur  Herbeiführung  einer  Aussprache
  vorhanden  war,  daß  jedoch  eine  Annäherung

  der  Kriegführenden  an  der  Harlnädigkeit
  Clemenceaus,  der  sich  darauf  versteiste,
  Oesterreich  und  Deutschkand  zu  trennen,
scheiterle.

Clemenceau  Czernin.

*  Berlin,  6.  4.  Clemenceau  will  angeblich
auf  die  Nede  des  Grasen  Czernin  ansangs  kommender
  Wcche  in  der  sfranzösischen  Kammer  antworten.


*  Rotterdam.  6.  4.  Einem  hlesigen  Blatie
zusolge  erfahren  die  Times  aus  Neuyork,  daß

isson  am  Samstag  in  Baltimore  eine  Rede
halten  wird.  Man  erwartet,  daß  er  dem  Grasen
  Czernin  antwortet.  "

5  Lugano,  6.  4.  Der  ilalienische  Minislerrat
  beschäftigte  sich  eingebend  mit  der  Enthüllung
  Czernins.  Es  nmurde  hervorgehoben,  daß
dadurch  die  polit  sche  Lage  cine  wesen'che  Aeukerimn
  erfahren  tönnte.  Auch  sei  di:  Möglichteit

  nicht  ausgeschlossen,  dad  die  deutschen  Test
fronterfolge  eine  bedentend:  Rückuirlung  auf
Ilalien  hervorrufen  lönnten.  Wie  nerlautet,
berreqhnt  unter  den  italienischen  Ministern  das
Gefühl  vor,  daß  die  Alliierten  Jalien  gegenüb
nicht  mehr  die  genügend:  Solidarilät  Gheigten-Die
  ganze  Silualion  fange  an.  für  Italien  unhaltbar
  zu  werden.  Der  Ernährungsminister
erliärte,  daß  die  definitioe  Sicherung  genügender
  Zufuhren  von  den  Alll##erten  verlangt  werden
  müsse.

Sungertrawalle  in  Holland.

S  Amsterdam,  6.  4.  Aus  allen  Teilen  Hollands
  kommen  in  den  letzten  Tagen  Verichle
über  Lebenemittelmangel  und  Hungerkrawalse.
Die  Presse  Lält  die  Lag=  der  großen  Masse  für
unhalltbar.  Le  Verlängerung  der  Brottarte  von
11  auf  14  Tage,  wodurch  die  Brotration  auf
200  Gramm  läglich  herabgefetzt  wurec,  hatte
zur  Folge.  daß  in  den  letzten  Tagen  Bäckerläden
  in  Amsterdam  geplündert  wurde.  Dab.i
ilt  es  zu  erusten  Zusammenlößen  mit  der  Polizei
  gelommen.

Eine  Brandkatastrophe
in  City  Cansas
5  City  Cansas,  6.  4.  (Dralttb.)  Hier  sind
26  Gebäude,  die  drei  Häuserblocks  des  Geschäfteviertels
  ausfülllen,  abgebramn.  Der  Schaden
wird  auf  3  7  Millionen  Dollar  geschät.

Kleine  Tageschrontk.

Prof.  Dr.  Friy  Nausenberge:  soll  der  Er-Lauer
  des  Gerngeschühe,  das  auf  rund  120  m.
Entfernung  di:  Festung  Paris  unter  Feuer  genommen
  hat,  sein.

Aus  London  wird  den  „Vaseler  Nachrichten“
Qdemeldet,  daß  man  in  gewissen  Kreisen  damir
rechne,  daß  Czernin  alesort  s0,  der  den
mung  des  F  se  ##—
rücktreten  werde.

Der  „Erchange  Telegraph“  will  aus  Petersburg
  erfahren  haben,  dar  Odessa  durch  bi:
Bolsckeu##i  wieder  genommen  sei.  Oe  Slads  sei
von  allen  Teutschen  frei.

Das  russische  Rete  Kreuz  b###t  den  Rat  dir
Souzjets,  die  kaiserliche  Familie.  ven  der  viele
Mitglieder  erkrankt  seien,  stalt  der  Soldatenlofst
  andere  Nahrungemittel  zur  Verfügung  z#b
stellen.

 

Ein  Telegramm  aus  Manag:  6  „(Micaraaua)
besagt:  In  Coktarica  brach  eine  Nivolunion

aus.

 

Rosenheimer  Lichtfspiele.

Stadtlinematograph.  Die  bent  nhmt
Kinolünstlerhn  Lotte  Neumann  ist  vom  Sau##n
bie  Dienstag  in  dem  Drama  „Ingend“  zu  seh  9(  P
Sie  wird  auch  diesmal  in  ihrer  Nolle  durch  ihr
fesselndes  Spiel  alle  Kinobesucher  zu  fesseln  wissen.
  Nelen  den  neuesten  Aufnahmen  von  den
Kriegsschauplätzen  wird  noch  ein  herrliches  *
sriel  „Blos  kein  Skandal“,  vorgeführt.  Nam
Cem  Programmwech  sel  gelangt  am  Mittwoch  u.
Donnerstag  ein  interesi#rnlr#  Drama  „Schmied
seines  Glückes“  nebst  einem  heiteren“  Lustspiel
„Husarenwette“  mit  Waldemar  Psilander  zur
Vorführung.

Lichtspiele  Helios.  Im  Hotel  „Deutscher
  Kaiser“  gelangt  heute,  Samotag,  und  morgen,
  Sonntag,  cin  hervorragendes  Kunstfillnwerk
  zur  Vor  ührung:  „Joham  Stranß“,  „An
der  schönen  blauen  Donau“,  aus  dem  Leben
des  groben  Komponisten  in  5  Alten.  Dieser  Film
ist  ein  würdiges  Seitenstück  zu  dem  im  vorigen
Jahr  gezeigten  Kunstfilm  „Richard  Wagner“
von  der  Wiege  lis  zm  Grab.  Interessanle
Hindlung,  berrlich:  Szenerien  an  der  Mauen
Donau,  großartige  Ausstatum  wechse'n  darin
ab.  Außerdem  it  die  Vorführung  mit  anpassender
  Musik  ausgestattet.  Ferners  i#ll  der  neueste

wochenbericht  und  ein  reizendes  Lustspiel

 

#e
.  Mark  Geldfttafcwr37a0051fl"dein

togriiiniiic  beigegeben.

Wetterbericht  für  Sonntag,  den  7.  pril.
Veränderliche  Bemwöllung,  Strichregen.

 

 

Verantworn#ch:  Für  den  redatt.  Teil  Hans  Mittl,
fur  ben  Aiueigenileil  Ernst  Grosse.  Motationsbruc
—  —i————