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selben im väterlich-ernsten Freundschaftsverhältnis. Für den Erfolg
der Arbeit an der heranwachsenden Jugend bürgt allerdings,
mehr denn sonst wo, die Lehrerper sönlichkeit. Der Unterricht
stellt freilich auch besondere Anforderungen an das Wissen
und Können des Lehrers, und so wird es nötig sein, ihn für diese
mühevolle Tätigkeit auszurüsten! und für seine vermehrte Arbeit
entsprechend zu entschädigen. Jenem Zwecke dienen besondere
Jortbildungskurse, die in Preußen der Landwirtschaftsminister
eingerichtet hat.
Den Teilnehmern wird Sieateuschu Hwälrt. Solche Kurse bestehen
an den Landwirtschaftsschulen eilburg, Hildesheim und
Liegnitz. Der Kurfus in Ereben ist auf die Der von je 5 Wochen
in zwei Jahren berechnet. Die Teilnehmer erbaalten eine staatliche
Beihilfe von je 130 Mark. Der „Deutsche Verein für das Fortbil.
dungsschulwesen“ veranftaltet Kurse für Vortbildungsschulletzter in
Leipzig, in denen douh, PVorträge für Lehrer an ländlichen Fortbildungsschulen
gehalten we
Im Kreise ren. ist durch Landrat Büchting eine Vortragsreihe
für Fortbildungsschullehrer geschaffen. Die Vorträge werden
durch Herren aus den verschiedensten Berufen gehalten. Die Vortragen.
den haben sich meist unentgeltlich oder gegen ein sehr geringes Honorar
zur Verfügung * estellt. Die Vorträge werden je einmal in der Woche
an schulfreien Nachmittagen gehalten. Die günstigen Verkehrsverhält.
nisse im Kreise machen es meslich daß die Volksschullehrer gon allen
Seiten aus dem Kreise ohne Aenderung des Schulunterrichts sich an
den Kursen beteiligen und abends rechtseitig. wieder zu e sein
können. An diesen Vorträgen haben etwa 60 Lehrer teilgenommen,
denen die Fahrkarten vom Kreise aus erstattet. wurden. Die gesamten
Losten benggen für Den Kreis etwa 650 Mk. (Kreis-- und Gemeindever-908
Nr. S. 33.) Sehr ersprießlich würde es auch sein,
wenn and 1 die län 58 Fortbildungsschullehrer von Zeit zu Zeit —
viclleicht ““* Kreiskonferensen unter Leitung des Kreisschulinspekiors
abgehalten würden, damit die Lehrer des Heimatbezirks
sich über die den Unterricht betreffenden Fragen aussprechen
und ihre Erfohrungen austauschen könnten. Notwendig wäre vorher
aber, daß in dem Etat Mittel zur Entschädigung für Reisen zu diesen
Konferenzen bereitgestellt würden.
Zu den Einrichtungs- und Unterhaltungskosten tragen Staat,
Kreise und Gemeinden bei. Auch ländliche Genossenschaften haben
die Einrichtung von Fortbildungsschulen gefordert und die Schulen
später unterstützt. In Preußen bestanden im Frühjahr 1907:
2991 ländliche Fortbildungsschulen ohne fachlichen Unterricht. Zu
den Kosten hatte der Staat 262 614 Mk., die Provinzen 6695, die
Kreise 47 543 Mk., die Gemeinden 58 839 Mk. beigesteuert, während
das Schulgeld 22 928 Mk. betrug. Ob überhaupt Schulgeld zu erheben
ist, muß den örtlichen Verhältnissen überlassen bleiben. Die
Unterstützung der Kreise ist entweder eine direkte pekuniäre Beihilfe
zur Unterhaltung der Schulen, oder eine Bewilligung von
Stipendien und Prämien. Im Kreise Jerichow II., neuerdings
auch im Kreise Stendal, Provinz Sachsen, ist zur Förderung des