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§. 58.
Alle bisherigen allgemeinen und besonderen Bestimmungen über Gegenstände,
worüber das gegenwärtige Gesetz verfügt, soweit jene Bestimmungen nicht
auf Staatsverträgen und Konventionen mit dem Auslande beruhen, werden
hierdurch aufgehoben.
Das Briefgeheimniß ist unverletzlich. Die bei strafgerichtlichen Untersuchungen
und in Konkurs- und civilprozessualischen Fällen nothwendigen Ausnahmen
sind durch ein Bundesgesetz festzustellen. Bis zu dem Erlaß eines
Bundesgesetzes werden jene Ausnahmen durch die Landesgesetze bestimmt.
§. 59.
Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem 1. Januar 1868. in Kraft.
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem
Bundes-Insiegel.
Gegeben Berlin, den 2. November 1867.
(L. S.) Wilhelm.
Gr. v. Bismarck-Schönhausen.
(Nr. 19.)