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(Nr. 6814.) Verordnung, betreffend die Guͤterkonsolidation im Regierungsbezirk Wiesbaden
mit Ausnahme des Hinterlandkreises. Vom 2. September 1867.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen uc
verordnen, was folgt:
K. 1.
Die auf die Güterkonsolidation bezüglichen Bestimmungen der mit landesherrlicher
Genehmigung erlassenen Verordnung des Herzoglich Nassauischen Staatsministeriums
vom 12. September 1829. (Nassauisches Verordnungsblatt von 1829.
S. 65.) und die dazu ergangenen ergänzenden und abändernden Vorschriften werden
hiermit auch in allen nicht zum Herzogthum Nassau gehörig gewesenen Theilen
des Regierungsbezirkes Wiesbaden mit Ausnahme des Hinterlandkreises eingeführt
und in folgenden Punkten abgeändert.
g. 2.
Die Konsolidation einer Gemarkung oder Gemarkungs-Abtheilung findet
statt, wenn dieselbe von den Besitzern von mehr als der Hälfte der nach dem
Stockbuche berechneten Fläche der betheiligten Grundstücke beantragt wird.
8. 3.
Neue Anträge auf bloße Güterregulirungen sind unstatthaft.
K. 4.
Die Obliegenheiten der Herzoglichen Landesregierung sind von der Regierung
zu Wiesbaden und diejenigen des Hechoglichen Beamten vom Landrathe des Kreises
wahrzunehmen. Die Regierung hat den Konsolidations-Geometer und die Gebühren
deselen nach Anhörung der Konsolidations= Gesellschaft zu bestimmen.
. 5.
In den früher Großherzoglich und Landgräflich Hessischen Landestheilen,
auf welche diese Verordnung Anwendung findet, treten alle derselben entgegenstehenden
Vorschriften, insbesondere das Großherzoglich Hessische Gesetz vom
24. Dezember 1857. und das Landgräflich Hessische Gesetz vom 8. Juli 1862.,
Zusammenlegung der Grundstücke, Theilbarkeit der Parzellen und Feldwege-Anlagen
betreffend, außer Kraft. Die auf Grund dieser Gesetze auf rechtsbeständige
Weise erfolgten Festsetzungen über die Art und Höhe der Entschädigung und über
das Kostenbeitrag-Verhältniß bleiben in Gültigkeit. Die schwebenden Dusammenlegungssachen
gehen in derjenigen Lage) in welcher sie sich befinden, in das neue
Verfahren über.
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