5.
des Gesetzes, betreffend die Verpflichtung zum
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zuberufenden Mannschaften wird durch den Reichshaushalts=Etat festgesetzt
Ersatzreservisten, welche geübt haben, verbleiben während der
Gesammtdauer ihrer Ersatzreservepflicht in der Ersatzreserve erster Klasse.
2. Zunächst sind die Freigeloosten nach der Reihenfolge ihrer Loosnummern
heranzuziehen, sodann diejenigen Mannschaften, welche wegen
geringer körperlicher Fehler an die Ersatzreserve erster Klasse überwiesen
werden, nach Maßgabe des Lebensalters und der besseren Dienstbrauchbarkeit.
Die Auswahl der letzteren erfolgt bei ihrer Ueberweisung
zur Ersatzreserve erster Klasse im Aushebungsgeschäft.
3. Diese Uebungspflicht erstreckt sich auf 4 Uebungen, von welchen die
erste eine Dauer von 10, die zweite eine Dauer von 4 und die beiden
letzten eine Dauer von je 2 Wochen nicht überschreiten sollen. Der
Gestellungstag für die erste Uebung ist den Uebungspflichtigen bei der
Ueberweisung zur Ersatzreserve bekannt zu machen. Erfolgt die Einberufung
zu einem späteren Termin, so kommt die Zwischenzeit auf
die Dauer der Uebung in Anrechnung. Letztere Bestimmung findet
in
keine Anwendung, wenn die spätere Einberufung auf Ansuchen der
Uebungspflichtigen, oder wenn mit dem Einvernehmen der Civilverwaltung
im Intresse der Uebungspflichtigen eine Verschiebung des
Termins der Einberufung erfolgt.
4. Jungen Leuten von Bildung, welche sich während ihrer Dienstzeit
selbst bekleiden, ausrüsten und verpflegen, und welche die gewonnenen
Kenntnisse in dem vorschriftsmäßigen Umfange dargelegt haben (§. 11
Kriegsdienst, vom 9. November
1867) steht für die erste Uebung unter denjenigen Truppentheilen
die Wahl frei, welchen für das betreffende Jahr die Ausbildung
von Ersatzreserven übertragen ist.
Die Uebungspflicht erlischt, wenn die ausgewählten Mannschaften innerhalb
vierwöchentlicher Frist nach dem unter 3 bezeichneten Gestellungstage
zur Uebung nicht einberufen sind.
Ist der Gestellungstag auf Ansuchen des Uebungspflichtigen,
oder mit dem Einvernehmen der Civilverwaltung im Interesse des
Uebungspflichtigen verschoben worden, so ist für dies Erlöschen der
Uebungspflicht, statt des unter 3 bezeichneten, der verschobene Gestellungstag
maßgebend.
6. Von der Uebungspflicht können die Mannschaften nach Maßgabe des
§. 59 des Reichs=Militärgesetzes befreit werden. Jede Einberufung zum
Dienst im Heere zählt für eine Uebung. Schiffahrt treibende Mannschaften
sollen zu Uebungen im Sommer nicht eingezogen werden.
7. Die Jahreszeit, in welcher die Uebungen stattfinden sollen, wird zwischen
Militär= und Civilbehörden unter Berücksichtigung der bürgerlichen
Interessen vereinbart.
8. Uebungspflichtige Ersatzreservisten unterstehen in Bezug auf Auswanderungserlaubniß,
Entlassung aus der Staatsangehörigkeit, Be=