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der Journale für den betreffenden Monat und
zugleich für den verflossenen Teil des Etatsjahres
nachgewiesen werden.
III. Behandlung der Einnahmen und
Ausgaben. Alle zur Verrechnung gelangenden
Einnahmen müssen der G. durch die
Etats und sonstigen allgemeinen Vorschriften
oder durch besondere Orders überwiesen sein;
andere werden, sofern nicht mit Sicherheit zu
ersehen ist, daß sie der G. nicht gebühren, in
Asservation genommen, und es wird der zuständigen
Stelle hierüber Anzeige gemacht.
Jede Einzahlung in bar oder durch Anrechnung
muß mittels Lieferzettels oder durch das
Begleitschreiben deklariert werden. Die Deklaration
gelangt von dem Buchhalter mit
Quittungsentwurf an den Rendanten, dann
an den Kassierer und nach Leistung der Zahlung
an den Rendanten zurück, der die nacheinander
vom Buchhalter, Kassierer und Rendanten
vollzogene Quittung aushändigt. Einzahlungen
durch Anrechnung bilden zugleich
ein Einnahme= und ein Ausgabegeschäft; die
Quittungen über sie vollzieht nur der Buchhalter
und der Rendant. Ausgaben dürfen
nur auf Grund der Etats, allgemeiner oder
spezieller Anweisungen oder von Assignationen
oder Requisitionen mit der G. im Abrechnungsverkehr
stehender Kassen und nicht vor dem
Fälligkeitstermine erfolgen. Sie müssen durch
Quittung bzw. Posteinlieferungsschein und
außerdem durch die erforderlichen Justifikatorien
belegt werden. Die Identität des Empfängers
zu prüfen ist die G. berechtigt, aber nicht verpflichtet.
Besoldungen und Remunerationen sowie
sonstige Zahlungen bis 2000 M. weist nur
der Buchhalter, andere dieser und der Rendant
an. Wegen des Giroverkehrs (. d.
IV. Kassenabschlüsse und c-revisionen.
Die erstern haben den Zweck, einen summarischen
Uberblick über die Bestände und eine
systematische Ubersicht des Standes jedes einzelnen
Verwaltungszweiges und der Gesamtverwaltung
zu gewähren. Rendant und Oberbuchhalter
bewirken täglich nach den Hauptjournalen
den Tagesabschluß, tragen ihn in
ein „Tagesabschlußbuch“ ein und erstatten nach
Feststellung der Ubereinstimmung mit dem
assenbestande dem FM. Bapport. Der Monatsabschluß
erfolgt in der Regel vier bis
fünf Tage vor dem Letzten jedes Monats in
den Istspalten sämtlicher Kassenbücher durch
Hinzurechnung der Hauptbeträge der Vormonate
zu den Summen für den letzten Monat.
Der Jahresabschluß erfolgt am 15. Juni;
dabei werden auch die Manuale vollständig
abgeschlossen und für die einzelnen Verwaltungen
Jahresabschlüsse aufgestellt. Die ordentliche
Revision der G. findet in der Regel
für die beiden ersten Monate jedes Quartals
am letzten, für den letzten Quartalsmonat am
vorletzten Werbtage des Monats statt; die
Finalrevision wird nach Bestimmung des
urators entweder mit einer Monatsrevision
verbunden oder an einem besonderen Tage abgehalten
(ogl. Kassenrevisionen, und im
übrigen die Artikel Etats= und Rechnungswesen
des Staates, sowie die Kassen betreffenden
Artikel.
Generalstab der Armee — Generalsuperintendent.
Generalstab der Armee besteht aus den
Generalstäben bzw. Generalstabsoffizieren bei
den höheren Truppenverbänden (Armeekorps,
Divisionen, sowie Gouvernements usw.) und
dem großen Generalstab. Während erstere zur
Unterstützung der betreffenden Truppenbefehls--haber
bestimmt sind, hat letzterer die Aufgabe,
Bachrichten über fremde Armeen ufw. einzuziehen
und zu sammeln, Feldzugspläne, sowie
den Aufmarsch der Armee im Mobilmachungsfalle
vorzubereiten, auch das militärische
Transportwesen zu leiten (s. Linienkommissionen),
die Geschichte früherer
Feldzüge zu erforschen und zu behandeln, die
Landesaufnahme (s. Landesvermessung) zu
bewirken und für den Kriegsbedarf das erforderliche
Kartenmaterial zu sammeln und
herzustellen. Der große Generalstab, welcher
für diese verschiedenen Zweche in Abteilungen
zerfällt, ist dirett dem Kaiser untergeordnet
und steht unter Leitung der Chefs des Generalstabes,
sowie des Generalquartiermeisters
als seines Vertreters.
Generalsuperintendent. Die Kirchenordnungen
des 16. Jahrh. erwähnen eine „Obersuperattendenz“,
einen allgemeinen oder G.,
dessen Aufgabe zunächst die Ordination der
neuen Geistlichen und die unmittelbare persönliche
Aufsicht über deren Lehre, Amtsführung
und Wandel sein sollte (s. Schön, Ev. Kirchenrecht
S. 13, 15, 29). Doch hatte sich das Amt
nicht gleichmäßig und nicht überall entwickelt
(s. Schön S. 19, 28 ff.). Die allgemeine Wiederherstellung
und Einführung in den östlichen
Provinzen erfolgte durch die AE. vom 7. Febr.
und 29. Aug. 1828, die Bek. vom 2. Jan. 1829
(v. Kamptz 13, 66) und die Instr. vom 14. Mlaie
1829 (das. 13, 279). Aufgabe der G. ist die
persönliche Beaufsichtigung des ev. Kirchenwesens,
um anregend, belehrend, helfend,
vermittelnd zu wirken. Im besonderen sollen
sie achten auf Lehrart der Geistlichen, Reinheit
und Würde des Gottesdienstes, kirch—
lichen Geist, Wandel der Kirchenbeamten,
Beschaffenheit der Elementar= und anderer
Bürgerschulen, religiöse und kirchliche Tendenz
der gelehrten und höheren Schulen.
Sie haben die Revisionen der Superintendenturen
vorzunehmen, sollen der Diözesangeistlichteit
dabei näher treten; sie weisen die
Superintendenten ein, nehmen an allgemeinen
Versammlungen teil, sie wirken bei den Prüfungen
mit und sorgen für gründliche Fortbildung
der Geistlichen. Zu ihren besonderen
Amtsgeschäften gehört die Ordination. Sie
sind als G. dem Ev. Oberkirchenrat unmittelbar
untergeordnet, sind Mitglieder der Konsistorien
und nehmen den ersten Rang nach
dem Präsidenten ein. Bei Besetzung von kal.
Patronatsstellen haben sie eine entscheidende
Stimme. Die G. sind in den älteren Provinzen
Mitglieder der Generalsynode (Gen-SynO.
vom 26. Jan. 1876 § 2 Ziff. 3); in den
neuen Provinzen Mitglieder der entsprechenden
Gesamtsynoden. Der G. von Berlin ist
Mitglied der Berliner Stadtsynode (Kirch G.
vom 17. Mai 1895 — KWVWBl. 37 — Art. I
§ 2 Ziff. 1); s. auch Rhein WestfKirch O. 8§ 148.
Für die Prov. Westfalen und die Rhein-